Rat einer Ex-Muslimin – Das Evangelium in einer feindseligen Welt weitergeben

Hedieh Mirahmadi lebt in einem muslimischen Umfeld. Immer wieder wird sie gefragt, wie man muslimische Angehörige für den christlichen Glauben gewinnen kann. Wie sinnvoll ist es, einem verschlossenen Muslim immer wieder von Jesus zu erzählen?
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Hedieh Mirahmadi

Hedieh Mirahmadi lebt in einem muslimischen Umfeld. Immer wieder wird sie gefragt, wie man muslimische Angehörige für den christlichen Glauben gewinnen kann. Wie sinnvoll ist es, einem verschlossenen Muslim immer wieder von Jesus zu erzählen?

In der heutigen Gesellschaft erleben wir eine wachsende Intoleranz gegenüber anderen Ansichten. Manche Mainstream-Ansichten und die vorherrschende «Woke»-Kultur wollen die Christen zum Schweigen bringen.

Das Stehen zu biblischen Werten kann zu sozialer Isolation oder Schwierigkeiten am Arbeitsplatz führen, weshalb etliche beschliessen, nichts zu sagen. Stattdessen leiden wir stillschweigend darunter, dass unsere Kinder von schrägen Einflüssen überschwemmt werden und unsere Gemeinschaften durch unkontrollierten Egoismus zerrissen wird.

Wie können wir in einem solchen Klima das Evangelium verkünden und die Botschaft der Hoffnung, des Friedens und der Liebe an eine Welt weitergeben, die sie so dringend braucht? Diese Frage stellt sich der ehemaligen Muslimin Hedieh Mirahmadi oft, wenn sie mit anderen Eltern, drei Teenagern zu Hause und einer ganzen muslimischen Familie zu tun hat, die Christus nicht als ihren Herrn und Erlöser kennt.

Durch Gnade …

«Vor kurzem traf ich eine wiedergeborene Christin, die mit einem Muslim verheiratet ist», erinnert sich Hedieh Mirahmadi. «Bei der Heirat war sie noch nicht Christin. Jetzt, wo sie regelmässig in die Kirche geht, möchte sie unbedingt, dass ihr Mann sich ihr anschliesst. Er ist ein gläubiger Muslim und kennt sich mit den muslimischen Kommentaren zum Christentum gut aus, die ihm reichlich Munition gegen ihren neu entdeckten Glauben an Christus liefern. Sie nahm ihn mit zu einem Treffen mit einem Pastor, der seine Einwände entkräften konnte, aber ihr Mann liess sich nicht beirren. Frustriert über die Situation wandte sie sich an mich und bat mich um Rat. Ich hörte mir an, wie er den Islam mit dem Christentum verglich, und war überzeugt, dass der Versuch, ihn intellektuell zu überzeugen, kontraproduktiv wäre.»

Letztlich geschieht die Überzeugung nicht durch den Menschen, sondern durch Gott. «Wir hören nicht auf zu glauben, dass die Person gerettet werden kann, aber wenn unsere Worte nicht ankommen, sind unsere Taten vielleicht effektiver als Argumente.»

Verwandlung hilfreich

Hedieh Mirahmadi hält weiter fest: «Wir haben den Auftrag, das Evangelium zu verkünden, aber unser Charakter sollte widerspiegeln, warum wir andere zum Glauben an ihn aufrufen. Nehmen wir an, wir haben Geduld bei einer hitzigen Meinungsverschiedenheit oder gewähren Vergebung bei einem Konflikt, auch wenn es nicht unsere Schuld ist. Dieses Verhalten kann ein Interesse oder eine Neugierde wecken, die weit über eine schlaue Widerlegung einer anderen Position hinausgeht.»

Das habe sie beispielsweise der erwähnten Freundin geraten: «Lass deinen Mann sehen, wie Christus dich verwandelt. Sei ein Vorbild für die Kinder. Zeig ihnen, warum Jesus so wunderbar ist.»

Nicht überfordert fühlen

Kürzlich wurde sie von ihrer Gemeinde angefragt, bei der Entwicklung eines Programms für Muslime mitzuwirken. «Ein Teilnehmer erzählte mir, wie er sich völlig überfordert fühlte, als er mit einem Muslim, der ebenfalls sehr gläubig war, über Jesus sprechen wollte. Dieser kritisierte dann das Evangelium … . Ich war schon oft in dieser Situation, und obwohl ich die Gegenargumente gut kenne, höre ich den Herrn oft sagen: 'Werft eure Perlen nicht vor die Säue.' Ich beende dann höflich die Debatte und wechsle das Thema.»

Jemandem, der Christus lächerlich macht, immer wieder das Evangelium mitzuteilen, ist wie Perlen vor die Säue werfen, sagt Hedieh Mirahmadi. «Es bringt nichts, jemandem die Botschaft des Heils zu verkünden, der nichts anderes im Sinn hat, als sie zu beleidigen. Das bedeutet nicht, dass wir uns ihrer falschen Lehre beugen. Dennoch sollten wir spüren, dass eine Fortsetzung der Diskussion nur zu weiterem Streit führt und die Chance verspielt, offenere Menschen zu erreichen, die vielleicht gerade zuhören oder zusehen. Jesus lehrte die Apostel, wie sie mit Ablehnung umgehen sollten. Sie sollten einfach woanders hingehen, wie in Matthäus Kapitel 10, Vers 14 steht.»

Hedieh Mirahmadi schliesst: «Wir sollen klug sein wie die Schlangen und unschuldig wie die Tauben. Das Predigen in einer gefallenen Welt erfordert ein empfindliches Gleichgewicht von Demut, brüderlicher Liebe und Unterscheidungsvermögen. Wir sollten beten und klug sein, um zu unterscheiden, wann er uns eine offene Tür zeigt oder eine Tür, die nur er schliessen kann. Letztlich liegt die Entscheidung bei ihm.»

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