Geburtstags-Botschafterin – Was man mit 105 Jahren noch alles tun kann

Frische 105 Jahre war Jean Christy alt, als sie das Gefühl hatte, sie wolle wieder mehr tun für die Gemeinde, die sie besuchte. Sie begann, die Gemeindemitglieder an deren Geburtstagen anzurufen und zu gratulieren.

Frische 105 Jahre war Jean Christy alt, als sie das Gefühl hatte, sie wolle wieder mehr tun für die Gemeinde, die sie besuchte. Sie begann, die Gemeindemitglieder an deren Geburtstagen anzurufen und zu gratulieren. Sechs Jahre lang tat sie diesen Dienst, bis sie vor wenigen Tagen im Alter von 111 Lenzen gestorben ist. Nach ihr wurde nun eine Strasse benannt, wenn auch nicht wegen der Telefonanrufe.

Nicht jeder engagiert sich sechs Jahre lang in seiner Gemeinde. Doch Jean Christy hat noch im hohen Alter von 105 Jahren einen Dienst in ihrer Methodisten-Kirche in North Carolina begonnen, sie wurde zur «Geburtstags-Botschafterin» in der «Andrews United Methodist Church». Hierzu rief sie ihren Pastoren Mike Macdonald an und regte an, dass sie ihre Gabe des Telefonierens nutzen könne, um der Gemeinde zu dienen. Er willigte ein, womit ihr Dienst begann.

«Ich habe mich jeweils gemeldet und mit den Glückwünschen begonnen: 'Ihre Kirche wünscht ihnen einen schönen Geburtstag und Miss Christy ebenfalls'. Und die Leute schienen sich wirklich darüber zu freuen.» Pro Woche habe sie mindestens eine Person angerufen, berücksichtigt wurden auch diejenigen, die nur selten in die Gemeinde kommen.

Besondere «Tante Jean»

Seit dem frühen Erwachsenenalter lebte sie aktiv als Christin. Schon ihre Eltern hätten sie und ihre sechs Geschwister gelehrt, immer in die Gemeinde zu gehen, wenn die Türe offen ist. Andere Mitglieder ihrer Familie hatten sich auch in der Gemeinde engagiert, einer war Kassier, drei wirkten als Älteste, einer als Superintendant des Distrikts und zwei weitere als Diakon und Pastor.

«Aus unserer Familie stammen viele Pastoren», aber niemand habe den Einfluss gehabt, den «Tante Jean» hatte, blickt ihr Grossneffe Pastor David Christy zurück. «Sie war viele Generationen lang konstant. In der Gemeinde und in der Schule kannte jeder Tante Jean.»

Strasse nach Jean benannt

Während mehreren Jahrzehnten unterrichtete Jean die Sonntagschulklasse und leitete die Jugendgruppe. Viele kannten sie darüber hinaus als Englischlehrerin der High School. Die Grundschule liegt an einer Strasse, die nun nach Jean Christy benannt worden ist.

Eine Pastorin der Gemeinde, Mary Brown, zeigt sich von Jean beeindruckt: «Ich hörte sie unzählige Male Gott im Gebet danken: 'Ich danke dir, ich danke dir, ich danke dir…' Es ist sehr kraftvoll, jemanden in ihrem Lebensstadium voller Dankbarkeit zu sehen.» Wenn sie Jean besuchte, habe sie Frieden empfunden. «Das Licht Christi schien hell in ihr!»

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