Instagram / @tylerwhite_loveonthespectrum
Tyler White legt als DJ bei den «Autism-Speaks-Walks» auf

DJ im Autismus-Spektrum – Getragen von Hoffnung als Inspiration für andere

Tyler White, auch bekannt als «DJ TyWy», wuchs mit einer Autismus-Spektrum-Störung (ASS) auf. Die Musik half ihm, soziale Hürden zu überwinden. Sein Glaube ist die tragende Säule in seinem Leben.

Heute legt Tyler White als DJ in ganz Florida auf, unter anderem bei «Autism-Speaks-Walks» und er nutzt seine Plattform, um andere Menschen im Autismus-Spektrum (ASS) zu inspirieren.

«Als ich sehr klein war, war ich extrem schüchtern und zurückhaltend. Doch in meinen frühen Teenagerjahren habe ich gelernt, mich selbst zu pushen und diese Schüchternheit zu überwinden», blickt Tyler White zurück. «Mit elf Jahren spielte ich bereits Schlagzeug in der Highschool-Band. Mit etwa zwölf oder dreizehn begann ich, öffentlich zu singen, und ich besuchte Schultänze, was mir beim Sozialisieren geholfen hat.»

Träume wurden Wirklichkeit

Bei den «Autism-Speaks-Walks» trifft Tyler White viele Menschen, «sie erzählen mir ihre Geschichten und die ihrer Kinder im Autismus-Spektrum. Das bedeutet mir sehr viel.»

Als er die Nationalhymne bei Highschool-Basketballspielen sang, träumte er davon, sie einmal bei NASCAR-Rennen oder anderen grossen Sportveranstaltungen zu singen. «Und genau das habe ich getan – für die Tampa Bay Rays (Anm. d. Red.: Baseball) und die Tampa Bay Buccaneers (Anm. d. Red.: American Football). Mit 15 Jahren hätte ich mir nie vorstellen können, dass ich eines Tages nach Nashville gehen würde, um zu singen und Songs zu schreiben oder sogar in der ‘Opry’ aufzutreten, aber auch das ist Wirklichkeit geworden. Für all das gebe ich Gott die Ehre.»

Von Glauben getragen

Tyler White erinnert sich gleichzeitig auch: «Ich brauchte sieben Versuche, um die Theorieprüfung für den Führerschein zu bestehen. Nicht, weil ich nicht gelernt hätte, sondern weil es dort viele Fangfragen gibt, die ich schwer verstehen konnte. Ich habe oft scherzhaft gesagt: ‘Der Test ist so schwer, den würde nicht mal der klügste Psychiater der Welt bestehen.’ Aber ich habe mich immer wieder motiviert, weil ich schon als kleines Kind davon geträumt habe, Auto zu fahren – besonders wegen meines Interesses an NASCAR und Autos, vor allem an allem, was von Chevy ist.»

Beim vierten Versuch war er sehr frustriert und wütend, weil er knapp gescheitert war. Aber er war fest entschlossen, die Prüfung zu schaffen. «Beim siebten Versuch bekam ich schliesslich meinen Lernführerschein und bestand die praktische Prüfung beim ersten Anlauf. Heute fahre ich selbst Auto.»

«Jeder Mensch braucht Jesus»

Tyler White ermutigt: «Mit harter Arbeit, Ausdauer, Entschlossenheit, einer positiven Einstellung und dem Glauben an Gott kann man jedes Hindernis überwinden und alles erreichen, was man sich vornimmt. Das sage ich, weil ich genau so gelernt habe, Herausforderungen zu meistern. Ich glaube, jeder Mensch braucht Jesus.»

Weiter hält er fest: «Aufgewachsen im Autismus-Spektrum, sage ich immer: Mein Autismus hat mir geholfen, Jesus näherzukommen. Und ich finde es sehr wichtig, egal was man durchmacht, Jesus immer an die erste Stelle zu setzen. Er wird einem helfen. Jedes Mal, wenn ich auf der Bühne stehe, egal ob als DJ, Moderator oder Sänger, bitte ich Gott, mich so zu gebrauchen, wie er es möchte, und dafür zu sorgen, dass ich all das zu seiner Ehre nutze und gleichzeitig andere Menschen im Autismus-Spektrum inspiriere.»

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