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Melissa Ferguson unterstützt Menschen durch ihre Bücher den Blick auf die Wahrheit zu richten

Wenn man zu beschäftigt ist – Blick für wahre Prioritäten nicht verlieren

Sie selbst sei oft zu beschäftigt gewesen, um beispielsweise zu beten. Doch heute rät Melissa Ferguson dazu, die Prioritäten so festzulegen, dass echter Frieden ins Leben kommt.

Melissa Ferguson verfasst herzerwärmende, romantische Komödien und Kinderbücher. «Ich verbreite eine verträumte Welt und einen idyllisch-romantisierten Farmhaus-Lebensstil.»

Gleichzeitig stecke dahinter aber auch viel Chaos und harte Arbeit: «Ich sehe inzwischen einen Trend in den sozialen Medien, dass Menschen dieses Leben wieder verlassen und zurückkehren.» Weil das Leben in der Vorstadt oder in der Stadt viel einfacher sei.

Sie jedoch finde es toll, wenn Menschen das Landleben oder das Farmleben ausprobieren möchten. Doch unter anderem spiele der eigene Persönlichkeitstyp eine Rolle. «Wir leben zwar auf dem Land, wir geniessen unsere ländliche Gemeinschaft, aber wir haben auch sehr darauf geachtet, nicht zu weit weg von der nächsten Gemeinde und der nächstgelegenen Stadt, von Supermärkten, Freunden und allem anderen zu leben, weil das für uns sehr wichtig war.»

Eine wichtige Liste

Um einen solchen Schritt «zu wagen» empfiehlt Melissa Ferguson, sich eine Pro-und-Contra-Liste anzufertigen: «Schreib auf, was deine Ziele sind. Wäre eine Woche pro Jahr in einer Hütte als Auszeit genug? Oder mehrere Wochenenden beim Wandern in den Bergen? Oder möchte man dies als täglichen Lebensrhythmus?»

Hühner seien ein prägender Faktor für den Einstieg ins Farmleben. «Ich liebte sie schon als Kinder. Ich habe immer den friedlichen Aspekt von Bauernhöfen geliebt. Sie sind schön, interessant, leicht zu versorgen und sie geben einem Eier, nährende Eier. Das ist ein wunderbarer erster Schritt.»

«Es gibt bei allem eine Lernkurve»

Dann folgten eine Katze, dann zwei, dann drei. «Und inzwischen haben wir Schweine, Schafe, Truthähne, Hühner, Enten und Katzen. Und wir haben Gärten. Es ist Schritt für Schritt gewachsen. Wir leben jetzt seit vier Jahren hier, und wir sind langsam hineingewachsen und haben es genossen, jede neue Sache kennenzulernen – denn es gibt bei allem eine Lernkurve.»

Am Anfang koste es Zeit herauszufinden, wie man Unterkünfte, Wasser, Futter und Pflege für jedes Tier und jede Pflanze organisiert, erklärt Melissa Ferguson: «Aber wenn man es einmal gelernt hat, denkt man: ‘Ach, wir fügen einfach noch etwas hinzu.’ Es war ein Abenteuer, und ich glaube, es war sehr gut für unsere Kinder und auch für uns selbst.»

Die wichtigen Dinge priorisieren

Eine ständige Bestandsaufnahme sei wichtig. «Die Eltern meines Mannes waren jedes Jahr ein Wochenende allein weg – nur sie als Eltern. Wir haben das als Ehepaar ebenfalls schon mehrfach gemacht, und seine Geschwister mit ihren Partnern auch. Dabei nahmen sie sich wirklich Zeit, um gemeinsam Punkt für Punkt für ein ganzes Jahr durchzugehen: Finanzen, Spenden, Zeit, Beziehungen, mentale Bedürfnisse, Ziele, Wünsche, alles. Und dann besprachen sie, was sie sich für das kommende Jahr für sich selbst, ihre Kinder und ihre Ehepartner wünschen.»

Sie habe aufgelistet, wie viele Stunden jede Aktivität im Verhältnis zu den Prioritäten braucht und ihr wurde klar, warum sie gestresst ist: «Ich bin gestresst, weil ich die Extras – die am wenigsten wichtigen Dinge – vertauscht habe mit den Dingen, die wirklich zählen: als Familie Andachten zu machen, mittwochs in die Kirche zu gehen oder einfach unbeschwerte Familienzeit zu haben.» Dafür habe sie keinen Platz in der Woche gehabt, deshalb sei sie gestresst gewesen.

Blick für wahre Prioritäten nicht verlieren

Sie habe viele Phasen erlebt, in denen sie zu beschäftigt gewesen sei. «Und das war eine Entscheidung. Ich habe mir keine Zeit fürs Lesen oder Beten genommen, weil ich dachte: ‘Ach, es ist nicht so wichtig. Ich bin zu beschäftigt.’ Und dann habe ich die Folgen gespürt: eine wachsende Unruhe, fehlender Frieden. Ich verliere den Blick für das Wesentliche, für die wahren Prioritäten.»

Wenn sie wieder in der Bibel lese, «in Gemeinschaft mit anderen bin, Andachten lese, Lobpreismusik höre oder eine Mischung aus allem: Es braucht Zeit, aber es bringt so viel Frieden zurück und eine tiefe, echte Freude, die ich nicht selbst erschaffen kann. Und je älter ich werde, desto bewusster wird mir, wie gebrochen diese Welt ist; es ist eine verletzte, sehr sündige Welt. Ich muss mir geistlich Zeit nehmen, sonst kann ich diesen Gefühlen nicht standhalten, die aus der Welt auf mich einprasseln und Chaos und Unruhe bringen. Deshalb ist es aus meiner Sicht absolut entscheidend, Zeit im Wort Gottes zu verbringen.»

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