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A-wa

Missionare aus Taiwan – Was für den Menschen unmöglich scheint…

Vor 18 Jahren wurden A-wa und Linda aus Taiwan in den Missionsdienst berufen. Auf kreative Weise bestritten sie ihren Unterhalt. Heute leben sieben Leiter von einem kleinen Unternehmen – und bereiten sich ebenfalls für die Mission vor.

Es ist bereits 18 Jahre her, dass A-wa in seinem Heimatland Taiwan eine Missionskonferenz besuchte, nur zwei Jahre nach seiner und Lindas Hochzeit. Dort lernte er Pastor Li-Ming Wang kennen. A-wa erinnert sich: «In seiner Predigt sagte er: ‘Wussten Sie, dass es fast zwei Milliarden Menschen auf der Welt gibt, die noch nie vom Evangelium gehört haben?’ Ich war schockiert (…) und konnte nur noch weinen. Während der gesamten Konferenz musste ich jedes Mal, wenn ich von den unerreichten Menschen hörte, weinen.»

Schnell waren sich A-wa und seine Frau Linda klar, dass sie in die Mission berufen waren. Sechs Monate lang wurden sie durch das Gemeindenetzwerk CCMN (Cell Church Missions Network) in Hongkong ausgebildet, dann sandte ihre lokale Gemeinde, die Wugu-Gemeinde, sie nach Kambodscha aus und unterstützt sie seither durch Gebet und jährlich mit Kurzzeitmissionaren.

Eine kleine Fabrik

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In ihrer Fabrik stellen sie Sachen aus Kokosnüssen her

Zwar standen die Gemeinde und CCMN hinter ihnen, doch finanziell mussten sich die beiden selbst über Wasser halten. Und sie merkten bald, dass Arbeitslosigkeit unter Jugendlichen in Kambodscha ein grosses Problem ist. Also starteten sie ein kleines Unternehmen, das Schmuck und andere Alltagsgegenstände aus Kokosnuss-Schalen herstellt. «Wir sind so dankbar für die Fabrik, weil sie unser lokales Team bereits seit 2009 bis heute finanziell unterstützt», berichtet A-wa. «Der Gewinn der Fabrik zahlt die Gehälter. Wir haben aktuell sieben Mitarbeiter», die nicht nur in der Fabrik mitarbeiten, sondern auch in der Missionsarbeit. Das ist im mehrheitlich buddhistischen Land nicht einfach. «Es ist sehr herausfordernd für die Mitarbeiter, sie müssen ihren Familien Frage und Antwort stehen, werden in den Dörfern abgelehnt, auch von ihren Freunden… es ist sehr schwierig für sie, aber ich bin sehr dankbar, dass Gott diese treuen Kambodschaner berufen hat.»

Schulungszentrum für Missionare

Durch die Mitarbeit hätten die sieben nun auch verstanden, wie wichtig die Mission ist. Jetzt möchte A-wa lokale Leitende ausbilden. Im September haben sie ein Ministry Training Center (MTC) eröffnet. «Ich hoffe, dass ich durch das MTC mehr lokale Leitende schulen und Gemeindeleiter in die verschiedenen Bezirke und Dörfer aussenden kann, um Gottes Wort zu verbreiten. Und ich hoffe, dass unser Team eines Tages kambodschanische Missionare in andere Länder aussenden kann. Das mag unmöglich scheinen – aber ich glaube, dass das, was für den Menschen unmöglich scheint, für Gott möglich ist!»

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