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Pavel Cerveny macht leidenschaftlich Musik.

Pavel Cerveny – Musik begleitet ihn durchs Leben

Lebensumstände und damit zusammenhängende Möglichkeiten ändern sich, doch Pavel Cerveny fand immer wieder neue Wege, um mit seiner Leidenschaft anderen Menschen zu dienen und ihnen Freude zu machen.

«Im Teenageralter begann ich, Gitarre zu spielen.» Damals erhielt Pavel Cerveny (1966) Musikunterricht und formierte sich mit Kollegen zu einer Band. Der Dorfpfarrer bot einen Keller an und so trafen sie sich zum Jammen im Pfarrhaus. Für Pavel waren dies die ersten Berührungspunkte mit dem christlichen Glauben. Ob bei Anlässen der Jungschar oder sonst irgendwo: Der Pfarrer gab immer wieder eine Plattform, um eingeübte Lieder vorzutragen zu können.

Musikalischer Entwicklungsweg

«Seit ich 16 bin, ist der Glaube das Fundament meines Lebens.» Dass er über die Musik dazu fand, war prägend. Seither ist Pavel von der Bibel fasziniert. «Ich kann Texte schon x-mal gelesen haben und doch sprechen sie oft durch die Musik immer wieder ganz neu zu mir.» Es überrascht nicht, dass Pavel später auch Bibeltexte mit Musik verband.

Für Pavels musikalischen Werdegang spielte Vindonissa eine Rolle. Dort gab es christliche Konzerte und er erfuhr, welche Musik angesagt war. Um Eintrittskarten für die Konzerte zu erhalten, meldeten er und seine Kumpels sich als Helfer und waren damit nahe am Geschehen. «Damals gingen wir Mittagessen mit den Leuten, die auf der Bühne standen.»

Vertonte Bibeltexte für Kinder

Es seien spannende Jahre gewesen. Mit einem Freund aus der Jungschar begann Pavel, Songs zu schreiben und bald folgte die Gründung einer Band. In der Zeit der Familiengründung fokussierte sich Pavels musikalisches Engagement auf Worship im Gottesdienst und Projekte mit Kindern.

Ab 2004 arbeitete Pavel fünf Jahre im Janz Team – unter anderem im Tonstudio. Eine andere Aufgabe bestand im Durchführen von Sprachcamps, in welchen Nordamerikaner und Jugendliche aus der Schweiz aufeinandertrafen.

Als Pavel mit Danny Plett arbeitete, erfuhr er von dessen Projekt, Bibeltexte für Kinderlieder zu vertonen. Er stellte fest, dass es so etwas auf Schweizerdeutsch nicht gab und wollte diese Lücke schliessen. So entstand 2006 die CD «Miini Schatztrue», 2011 folgte «Edelstei» und 2018 «Perle im Alltag». Gemäss vielen Rückmeldungen kam sein Aargauer Dialekt gut an, weil Schweizer mit unterschiedlichen Dialekten problemlos mitsingen können. Kurze Songs und einfache Arrangements halfen ebenfalls.

Während der Arbeit beim Janz Team konnten einige Projekte realisiert werden, oft in Zusammenarbeit mit Kirchgemeinden. Einmal diente ein Jugendroman als Grundlage für ein spannendes Projekt mit Band, Theatergruppe, Filmteam und Tanzgruppe. «Was Jugendliche begeistert, sind coole Projekte und Lager. Von diesen Dingen sprechen sie noch lange.»

Der Umzug 2006 nach Montmirail zur Communität Don Camillo veränderte einiges. Die musikalische Tätigkeit bekam neue Facetten und prägte vor allem die Gästearbeit vor Ort.

Aktuelles musikalisches Engagement

2022 zogen Cervenys nach Landquart, wo neue Projekte auf Pavel warteten. Obwohl er als IT-Verantwortlicher der Heilsarmee viel unterwegs ist, engagiert er sich zum Beispiel in der katholischen Kirche in Seewis-Pardisla für ein spezielles Gottesdienst-Format. «Es nennt sich Kanzelgespräch. Der Pfarrer lädt bekannte Leute aus Politik oder Wirtschaft zu einem Gespräch ein.» Pavel macht dabei den musikalischen Rahmen.

Innerhalb der Stiftung «Gott hilft», wo Pavels Frau eine Leitungsaufgabe übernommen hat, ergeben sich regelmässig Auftritte wie Jahresfeste, stiftungsinterne Anlässe oder Andachten im Altersheim.

Seit Sommer 2020 ist Pavel mit einer Kollegin im Duo «Euphonie» unterwegs. Sie spielen ein Poprepertoire und treten an Hochzeiten, Firmenanlässen oder Beerdigungen auf.

Musikalisches Niveau und das Vermitteln von Inhalten

«Für mich ist Musik eine Form des Ausspannens und ich habe vor allem Freude daran.» Dabei liebt es Pavel, neue Wege zu beschreiten und zu experimentieren. «Als Christ finde ich es spannend, beide Welten zu kennen. In einem christlichen Setting will ich den Menschen etwas mitgeben, während es bei säkularen Anlässen vor allem darum geht, eine gute Stimmung zu erzeugen.» Pavel schätzt, dass sich die verschiedenen Schwerpunkte in seinen Tätigkeitsbereichen gegenseitig befruchten.

Zum Musiker:
Pavel Cerveny

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