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Li Yan (3.v.l.) ist Chinas Trainerin des Kurzdistanz-Speed-Skating-Teams.

Chinas Gold-Coach Li Yan – «Ich muss in Jesus Christus wachsen»

Chinas Speed-Skating-Trainerin Li Yan erlebte an den Olympischen Spielen regelmässig einen Gold-Regen. «Je erfolgreicher man ist, desto demütiger sollte man sein», sagt die Christin. Sie habe das nicht selbst erarbeitet, der Erfolg komme von Gott.

Chinas Speed-Skating-Trainerin Li Yan erlebte an den Olympischen Spielen regelmässig einen Gold-Regen. «Je erfolgreicher man ist, desto demütiger sollte man sein», sagt die Christin. Sie habe das nicht selbst erarbeitet, der Erfolg komme von Gott.«Ich liebe den Eisschnelllauf, den Wettbewerb», sagt Li Yan. «Als Trainerin will ich immer gewinnen.» Sie ist Chinas Trainerin des Kurzdistanz-Speed-Skating-Teams und eine der meist dekorierten Coaches in der Geschichte dieser Sportart.

Doch ihr Weg zum Erfolg war nicht immer einfach. «Ich wuchs in einer Armee-Familie auf. Wir lebten im Norden Chinas. Dort war es sehr kalt und es gab da nicht sehr viele Orte, wo Kinder spielen konnten – ausser auf einer ungedeckten Eisbahn.»

Medaillen geerntet

Damals sei sie klein und dünn gewesen. «Doch ich hatte einen starken Willen. Die Lehrer der Sportschule mochten mich.» 1988 erlebte sie ihre ersten Winter-Spiele, damals als Läuferin. Damals gehörte die Kurzdistanz zu den Demonstrations-Sportarten. «Doch die Medaillen waren die gleichen.» Li Yan kam mit drei Medaillen von den Spielen in Calgary (Kanada) nach Hause.

1992 war ihre Disziplin ein offizieller Event. In Albertville (Frankreich) holte sie Silber über 500 Meter. «Es war die erste chinesische Kurzdistanz-Medaille. Ich war sehr glücklich.»

Der Entscheid

Zwei Jahre später trat sie zurück und im Jahr 2000 begann ihre Laufbahn als Trainerin. Zuerst in Europa, später in den USA. Dort lernte sie Chinesen kennen, die sie zu einem Gebetstreffen einluden. «Die Menschen dort waren sehr nett und ich fragte mich, ob gläubige Menschen so freundlich sind.» Zu dieser Zeit feierte sie als Trainerin erste Erfolge und gewann unter anderem an Olympia 2006 Gold mit dem US-Team.

Doch zurück zu ihren ersten Berührungspunkten mit dem Glauben. Sie sagt dazu: «Über die Bibel und Christen war mir noch nicht so viel bekannt, doch ich wollte mehr wissen. Sie habe irgendwie in ihrem Herzen gespürt, dass es einen wahren Gott gibt. Bald darauf entschied sie sich für ein Leben mit Jesus, ebenso wie ihr Mann.

Gold-Regen

Bald kam ein Anruf aus China mit der Frage, ob sie die Nationalmannschaft trainieren möchte. «Das war eine seltene Gelegenheit, die ich auch ergriff.» Zuerst verlief die Zusammenarbeit mit manchen Athleten nicht optimal, nicht alle mochten ihren Coaching-Stil.

Sie betete mit Pastor Hong Ying in den USA, als sie dort in den Ferien war. «Das gab mir Kraft.» Zurück in China änderte sie ihren Umgang mit den Sportlerinnen und bemühte sich, immer für die Athletinnen da zu sein, wenn diese sie brauchten. Die Resultate waren beeindruckend – insbesondere bei den Olympischen Spielen in Vancouver. «Bei allen Damen-Wettbewerben holten wir Gold. Erstmals in der Geschichte dieses Sports holte ein Land alle Goldmedaillen!»

Erfolg sollte demütig machen

Und in Sotschi setzte erneut der Gold-Regen ein. «Und ich bemerkte eines: Je erfolgreicher man ist, desto demütiger sollte man sein.» Sie wisse, dass dieser Erfolg nicht ihr gehöre. «Ich hätte das nicht selbst tun können. Es kommt alles von Gott. Er gab mir diese Fähigkeiten. Ich bin nicht perfekt, sondern muss in Jesus wachsen.»

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