Wie Ingrid Bergman zu Jesus fand – Es geschah im Arbeitszimmer einer toten Missionarin...

Berühmt wurde die schwedische Schauspielerin Ingrid Bergmann durch die Filme «Casablanca» und «Joan of Arc». Doch ihr Leben wurde durch einen ganz anderen Streifen völlig verändert – den über die britische Missionarin Gladys Aylward.

Berühmt wurde die schwedische Schauspielerin Ingrid Bergmann durch die Filme «Casablanca» und «Joan of Arc». Doch ihr Leben wurde durch einen ganz anderen Streifen völlig verändert – den über die britische Missionarin Gladys Aylward.

«Casablanca» wurde erst vor wenigen Jahren zum drittbesten US-Film aller Zeiten sowie zum besten Liebesfilm überhaupt gekürt. Doch der Film, der Ingrid Bergmans Leben auf den Kopf stellte, folgte 16 Jahre später. In «Die Herberge der 6. Glückseligkeit» verkörperte sie die Missionarin Gladys Aylward. Ihre Erlebnisse wurden in einem gleichnamigen Roman veröffentlicht, an dem sich das Drehbuch orientierte.

Gladys Aylward wirkte in China und lehrte die Christen dort, dass zu den «fünf Freuden des Lebens» eine sechste dazu kommt – das Evangelium; dies führte später zum Roman- und Filmtitel.

Bergman spielt Missionarin

Während der japanischen Invasion im chinesisch-japanischen Krieg führte Aylward mehr als hundert chinesische Waisen an einen sicheren Ort. Später wirkte sie im Tibet, wo sie sich unter anderem Lepra-Kranken widmete.

Der Film erzählt, wie Aylward zunächst von der Missionsgesellschaft abgelehnt wird. Sie beginnt deshalb selbst für die Reise zu sparen. In China angekommen, führt sie mit der alten Missionarin Jeannie Lawson in der Stadt Yangcheng eine Herberge, in der den Gästen neben warmen Mahlzeiten auch Inhalte der Bibel nahegebracht werden. Ihr Ansehen steigt, als sie eine Gefängnisrevolte beenden kann. Mehr und mehr wird sie Teil der chinesischen Gesellschaft.

Auf dem Weg

Aylward ärgerte sich über den Film und distanzierte sich sogar davon. Sie machte Ungenauigkeiten geltend, weil beispielsweise Liebesszenen vorkommen, obwohl sie nie einen Mann geküsst habe. Gemeinsam mit Chiang Kai-Shek, mit der sie sich oft zum Gebet traf, betete sie für Bergman.

Ingrid Bergman war durch das Spielen der Rolle tief bewegt. Zwölf Jahre später machte sie sich auf den Weg nach Taiwan – wo Aylward mittlerweile arbeitete –, um die Frau, deren Geschichte sie so sehr berührte, zu treffen.

Nicht zu spät

Als Bergman schon unterwegs war, verstarb Aylward im Jahr 1970. Laut «Movieguide» wurde der schwedischen Besucherin das Zimmer gezeigt, in dem Aylward gearbeitet hatte. Bergman schaute sich um und fiel dann neben Gladys Bett auf die Knie, weinte und sagte, dass sie unwürdig gewesen sei, eine solche Frau Gottes zu spielen.

Katherine Smith, Mitarbeiterin von Aylward, realisierte, dass dies ein heiliger Moment war. Sie sprach mit Bergman ein Gebet, die an Ort und Stelle Jesus Christus in ihr Leben aufnahm. Autorin Christy Wilson schrieb in ihrem Buch «More to be desired than Gold» («Man sollte sich stärker danach sehnen, als nach Gold»), dass Bergman viele Preise für ihr Schaffen erhielt, doch dass das grösste, was aus ihrem Werk hervorging, war, dass sie bei Jesus ewiges Leben erhalten hat. Sie verstarb 1982 in London.

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