Raumfahrer und Mediziner – Das All widerspiegelte für ihn die Grösse Gottes

Sein Traum war, Arzt zu werden – doch er wurde Astronaut. Viermal flog er für die NASA in den Weltraum. Heute ist er als Arzt in der Nothilfe nach Katastrophen zur Stelle und auf medizinischen Missionsreisen.

Sein Traum war, Arzt zu werden – doch er wurde Astronaut. Viermal flog er für die NASA in den Weltraum. Heute ist er als Arzt in der Nothilfe nach Katastrophen zur Stelle und auf medizinischen Missionsreisen. Weltraum und Medizin führten dazu, dass «ich Gottes Schöpfung noch wunderbarer finde».Eigentlich ist es eher anders: Ein Junge träumt davon, Astronaut zu werden und später übt er einen anderen Beruf aus. Bei David Hilmers war es genau anders herum: Er wollte Doktor werden. Zunächst aber blieb ihm eine medizinische Laufbahn verwehrt. Dafür öffnete sich eine völlig andere Tür: Durch verschiedene Geschehnisse während seiner Zeit im Marine Corps, die er Gott zuschreibt, wurde er 1980 von der NASA rekrutiert.

Seine Aufenthalte im All waren beeindruckend. «Der Ausblick ist einzigartig, sowohl jener in den Kosmos wie auch der hinunter auf die Erde. Es gibt einem eine völlig andere Perspektive und Hinweise über Gottes Majestät. So wie es in Psalm, Kapitel 19 steht: 'Der Himmel verkündet Gottes Hoheit und Macht, das Firmament bezeugt seine grossen Schöpfungstaten.' Es gibt keinen besseren Ausdruck, um das zu beschreiben.»

Über 25'000 km/h

Viermal reiste David Hilmers für die NASA ins All. «Vom Stillstehen auf der Erde auf ein Tempo von 17'500 Meilen pro Stunde (Anm.d.Red.: über 25'000 km/h) in so kurzer Zeit, ist unbeschreiblich.» Bei seiner ersten Raumreise habe er den Sonnenuntergang aus dieser Warte gesehen. «Das war wunderschön. Alle 45 Minuten sieht man einen Sonnenaufgang und einen Sonnenuntergang.»

1985 war er beim Jungfernflug der Raumfähre «Atlantis» dabei, 1988 reiste er mit der «Discovery» erneut ins All. 1990 erfolgte der dritte Flug, diesmal wieder mit der «Atlantis» und 1992 kam eine vierte Reise – wieder mit der «Discovery» – dazu. In allen vier Fällen war er als Missionsspezialist an Bord. In der Regel wurden Satelliten ausgesetzt und Experimente durchgeführt.

Auch für Astronauten schwer: Den rechten Weg finden

Er habe Gott jeweils gebeten, ihm den richtigen Weg zu zeigen. «Es ist manchmal schwierig zu wissen, was der richtige Weg ist. Es gibt keine Formel, von der ich sagen kann, dass sie die richtige ist.» Das Gebet sei wichtig.

Als er zum Astronaut auserwählt wurde, sei dies durch wunderbare Umstände zusammengekommen. «Wenn ich zurückschaue, denke ich, dass Gott das so gemacht hat.»

«Könnte man einen Computer programmieren und dieser würde dann die richtige Antwort ausspucken, wie man handeln soll und was zu tun ist, dann wäre das Leben sehr einfach – doch nicht halb so spannend.»

Wichtig sei es, dankbar zu sein. «Viele wollen Astronaut werden. Sie werden selektioniert, doch dann erhält jemand anderes den Flug.» Je mehr man erhalte, desto mehr wolle man. «Der Schlüssel ist, dankbar zu sein für das, was man hat. Wir leben in der Gegenwart und haben Träume für die Zukunft. Doch wir müssen uns auch an die Vergangenheit erinnern, an die Versprechen, die Gott gehalten hat, und daran, wer Gott ist.»

«Das All stärkt meinen Glauben»

Seine gewünschte medizinische Laufbahn konnte Hilmers später einschlagen. Inzwischen ist er als Arzt in Katastrophenfällen vor Ort sowie auf christlichen, medizinischen Einsatzreisen. «Wenn ich einer Person helfen kann, dann ist es das wert. Ich bin ein Mensch und wenn ich einem anderen helfen kann, ist das für mich genug.»

Der Weltraum und die Medizin haben ihn nachhaltig beeindruckt: «Dadurch finde ich Gottes Schöpfung noch wunderbarer. Wenn man im Weltraum ist, gibt es daran keinen Zweifel. Jemand musste all das in einer intelligenten Weise geschaffen haben. Jeden Tag wird Neues entdeckt. Ich glaube, dass eine unbeschreiblich intelligente Macht in der Lage war, all das zu tun und das stärkt meinen Glauben.»

Er rate dazu, Träume zu haben und diese zu verfolgen. «Mein Leben ist ein Beispiel dafür, was Gott tun kann.»

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