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Walker Zimmermann mit seiner Familie

Der Verteidiger, der verbindet – Angekommen: «Genau das, was ich bin»

«Meine Identität hängt nicht von einem Spiel ab oder davon, Fussballer zu sein», sagt Walker Zimmermann. Der Verteidiger im US-Nati-Team baut auf einen starken Felsen, den er weiterempfiehlt.

Walker Zimmerman ist Verteidiger für den «Nashville Soccer Club» und die US-Nationalmannschaft. Der Defensivmann wuchs als Pastorensohn mit zwei älteren Brüdern auf. «Wir verbrachten sehr viel Zeit in der Gemeinde. Es gab ein tolles Kinderprogramm und wir führten ein paar coole Theaterstücke und Musicals auf.»

Zu seinen grössten Leidenschaften gehörte schon immer, anderen Menschen das Gefühl zu geben, willkommen zu sein und zu versuchen, verschiedene Gruppen von Menschen zusammenzubringen, die normalerweise nicht zusammenkommen würden.

«Ich erinnere mich, dass ich schon in der Highschool Spieleabende bei uns zu Hause veranstaltet habe. Meine Eltern waren sehr grosszügig, wenn es darum ging, Leute einzuladen. Da kamen Highschool-Sportler, Leute aus der Band, gute Akademiker – Personen, die sich an einem normalen Highschool-Tag nicht treffen würden. Doch sie sassen bei uns und spielten zusammen.»

14 Jahre im gleichen Verein

Die Kids, mit denen er auf der Strasse spielten, waren alle älter. «Ich hatte das Gefühl, dass ich etwas beweisen musste.» Das förderte seine Mentalität: «Wenn man ständig gegen Leute antritt, die besser sind als man selbst, hilft einem das sportlich.»

Im Alter von vier Jahren begann er, Fussball zu spielen. «Bis zum Ende der High School mit 18 Jahren blieb ich im selben Verein. Ich hatte das grosse Glück, dass die Vereinsmannschaft, in der ich spielte, zeitweise die Nummer eins im Land war. Wir haben viele grosse Turniere gewonnen.»

«Warum glaube ich das?»

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Walker Zimmermann findet seine Identität in Christus

Mein Glaube wurde erst in der Highschool, wahrscheinlich in der achten oder neunten Klasse, zu meinem eigenen. Entweder man praktiziert, was man sagt und woran man glaubt, oder man tut es nicht. «Und man gerät in Situationen, in denen man für das eintritt, woran man glaubt oder man sich entscheidet, etwas nicht zu tun, was man nicht für richtig hält.»

Walker Zimmermann erinnert sich: «Ich erkannte, dass der Glaube genau das ist, was ich bin. Dass er das ist, woran ich glaube. Ich bin hoffnungsvoll und fühle mich wohl in diesen Überzeugungen.»

Es ist nicht wichtig, was wir tun

Ein Freund von ihm heisst Will Boni. «Wir haben uns auf Anhieb gut verstanden. Im Nachhinein sagte er mir immer: 'Es war so cool, dass du einfach vorbeikamst und mich auf einen Milchshake eingeladen hast. Ich war nur ein Neuntklässler. Und du spieltest Profifussball, hast am Wochenende ein Tor geschossen und wurdest zum ersten Mal in die Nationalmannschaft berufen, und trotzdem kamst du einfach so vorbei, um Golf zu spielen oder einen Milchshake zu trinken oder so.' Ich glaube, das hat ihm gezeigt, dass es nicht wichtig ist, was wir tun.»

Letztlich gehe es darum, wer wir als Menschen sind. «Und ich glaube, das ist das, was er am meisten mitgenommen hat: Es ist egal, wie viel Erfolg ich habe, ich werde immer noch auf seine Anrufe und SMS reagieren. Wir sind füreinander da.»

Tragende Identität

Heute spielt Walker Zimmermann für den Nashville SC und das Nationalteam. «Meine Identität hängt nicht von einem Spiel ab oder davon, Fussballer zu sein. Ich will den Herrn Jesus mit dem ehren, womit er mich auf dem Spielfeld gesegnet hat.»

Er denke, dass sein Glaube eine grosse Rolle gespielt hat. «Weil ich mich nicht zu sehr in den Vordergrund gestellt habe. Bei all den Höhen und Tiefen ist es, als gäbe es einen Felsen, ein Fundament, und das hängt mit meiner Identität als Christ zusammen.» Die Beziehung mit Gott trägt ihn.

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