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Nicolas Legler verlässt seine Stelle beim ICF Zürich

Nicolas Legler – Anbetend arbeiten

«Wenn es darum geht, Gott mit meiner Arbeit zu dienen, ist meine Einstellung weit wichtiger als meine Anstellung.» Wie Nicolas Legler zu dieser Ansicht kam, berichtet er in seiner Kolumne.

«Wenn es darum geht Gott mit meiner Arbeit zu dienen, ist meine Einstellung weit wichtiger als meine Anstellung.» Wie Nicolas Legler zu dieser Ansicht kam, berichtet er in seiner Kolumne.

Ich war knapp 13 Jahre Pastor und Geschäftsführer der Kirche ICF Zürich. Mitte 2019 wagte ich den Schritt zurück in die Privatwirtschaft und nahm eine Stelle in der Geschäftsleitung der Schöni Transport AG an (Livenet berichtete). Etliche Leute aus dem kirchlichen Umfeld haben meinen Schritt nicht verstanden. Sie fragten, wie ich nur den wertvollen geistlichen Dienst in der Kirche tauschen könne gegen eine weltliche Tätigkeit in der Privatwirtschaft? Das sei ein Abstieg und ein Loslassen meiner gottgegebenen Berufung! Ich musste mir sogar von jemanden sagen lassen, mit dieser Entscheidung für die Welt würde ich meine Perlen vor die Schweine werfen.

Ich habe eine andere Sicht: Ich bleibe auch am neuen Ort ein berufener Mann Gottes und sehe mich als «Pastor» meiner Mitarbeiter – ein Hirte, der Verantwortung für seine «Schafe übernimmt». Da spielt es keine Rolle, ob das Umfeld Kirche oder Firma heisst. Noch immer bewege ich jeden Morgen die Frage: Was möchtest du Gott heute von mir? Ob in der Kirche oder im Unternehmen – ich bin angewiesen auf den Heiligen Geist.

Ganzheitliches Denken

Wir sind geschaffen um Gott anzubeten. Und damit meine ich nicht, dass wir ihm den ganzen Tag Lieder singen sollen. Sondern dass Gott im Zentrum und an erster Stelle unseres Lebens und all unserer Aktivitäten stehen sollte. So wie es Paulus klar und deutlich sagt: «Ob ihr esst oder trinkt oder was immer ihr sonst tut – alles soll zur Ehre Gottes geschehen.» (1. Korinther Kapitel 10, Vers 31) Im Hebräischen bedeutet das Wort avodah «Gottesdienst» oder «Anbetung», im modernen Hebräisch aber auch «Arbeit». Das Hebräische Denken ist ganzheitlich und unterscheidet darum nicht zwischen arbeiten und anbeten – geistlich und ungeistlich. Wir sind in der westlichen Welt noch stark geprägt vom griechischen, dualistischen Denken, dieses ist der biblisch ganzheitlichen Kultur sehr fremd.

Anbetung und Arbeit hat also vielmehr mit der Einstellung als mit der Anstellung zu tun. Darum: Was auch immer ihr tut, tut es zur Ehre Gottes! Ganz egal was – und ganz egal wo.

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