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Kierra Sheard-Kelly

Andere machten sich lustig – «… aber ich verändere die Welt»

In ihrem Elternhaus war Musik die Zweitsprache. Dass die Sängerin Kierra Sheard-Kelly die Gospelmusik entdeckte, war also nicht weiter verwunderlich – immerhin bildeten ihre Mutter und ihre Tanten die legendären «Clark Sisters».

In ihrem Elternhaus war Musik die Zweitsprache. Dass die Sängerin Kierra Sheard-Kelly die Gospelmusik entdeckte, war also nicht weiter verwunderlich – immerhin bildeten ihre Mutter und ihre Tanten die legendären «Clark Sisters». Dennoch war der Weg der Sängerin und Autorin nicht einzig mit Rosenblättern ausgelegt…

Als Kierra Sheard-Kelly (33) einen Plattenvertrag erhielt, sagte sie: «Ich will meine eigene Grösse haben.» Damit meinte sie ihre Körperfülle. Beispielsweise wünschte sie: «Ich möchte Ganzkörperaufnahmen machen.»

Doch ihr Team sah das anders: «Du kannst keine Ganzkörperaufnahmen machen. Du musst Kopf-Aufnahmen machen.» Doch Kierra entgegnete: «Nein, ich will eine Ganzkörperaufnahme machen.»

Dabei erlebte sie auch Verletzungen. «Jemand sagte, dass ich wie der 'Pillsbury Doughboy' (Anm.d.Red.: Ein dickes Teigmännchen aus der Werbeindustrie, dem von 1965 bis 2005 immer am Ende des Werbespots ein menschlicher Finger in den Bauch stiess) aussehe. Diese Worte kamen von jemandem, dem ich vertraue und von dem ich es nicht erwartet hätte.»

Durch solche Tiefs sei sie auf ihrer Lebensreise buchstäblich gewachsen.

Andere ermutigen

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Kierra Sheard-Kelly

«Ich habe das Gefühl, dass es meine Aufgabe ist, junge Frauen zu ermutigen. Wenn wir schlechte Erfahrungen machen und sehen, dass man nicht die einzige Person ist, die das durchmacht, erkennt man, dass man es durchstehen kann», erklärt Kierra.

Da helfe ihr gerade auch der Glaube. «Es ist wichtig, dass die jungen Menschen wissen, dass das Evangelium nicht nur ein Pastor ist, der auf der Kanzel steht. Und nicht nur für Leute mit dem Mikrofon, die im Rampenlicht stehen. Es ist für alle da. Ich lebe meinen Glauben mutig und freudig, indem ich zu dem stehe, was ich bin und zu dem, was Gott in meinem Leben tut.»

«Aber ich verändere die Welt»

Manche Menschen erkennen die Gaben, Ziele und Talente bei jemandem, «aber andere Leute sehen das andere und sagen: 'Das ist seltsam an dir, das ist nicht hübsch an dir, das ist hässlich an dir.' Die Leute können sich über mich lustig machen, so viel sie wollen, aber was mich mit einigen meiner Zuhörer und mit meiner Zielgruppe verbindet, ist, dass die Leute über uns sagen: 'Du bist nicht süss.' Oder sie sagen: 'Du bist zu dick'.»

Doch sie entgegne jeweils: «Baby, aber ich verändere die Welt.» Sie veröffentlichte bislang neun Alben und eine EP, fünf davon landeten auf Rang eins der Gospel-Charts.

Jesus steht zu dir

«Wenn man Jesus kennt, können einen solche Dinge nicht klein machen», ermutigt Kierra. «Es kann dich nicht seltsam oder abnormal machen. Der Glaube bringt dich an einen sicheren Ort und er hilft dir, den Selbstmordgedanken mehr zu entkommen als der Durchschnittsmensch, der nicht mit Jesus in Kontakt ist.»

Der Glaube helfe einem, auch «Depressionen mehr zu entkommen als jene Menschen, die nicht in Kontakt mit Jesus sind. Oder auch der Angst, weil man im Glauben verwurzelt ist.» Wichtig sei, alles zur Ehre von Jesus zu tun. «Es gibt eine Herrlichkeit, die auf deinem Leben ruht, und der Himmel jubelt, wenn du sie lebst und sie dir aneignest.»

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