Hilfe, wie soll ich entscheiden? – Wie man Nägel mit Köpfen macht

Welches Geschenk soll ich kaufen? Auf welche Art soll ich für mein Alter vorsorgen? Manche Menschen tun sich unglaublich schwer, Entscheidungen zu treffen, selbst wenn es um Kleinigkeiten geht. Wie man lernt, sich zu entscheiden, erfahren Sie hier.
Unsplash / Julia Potter
Entscheidungen zu treffen ist manchmal nicht einfach

Die Angst, eine Entscheidung zu treffen, hat immer etwas zu tun mit der Furcht vor Fehlern, der Angst, zu versagen, abgelehnt zu werden oder Kritik zu ernten. Gerade Perfektionisten tun sich schwer bei der Entscheidungsfindung. Doch wer zu lange zögert, belastet sich und verpasst eventuell Chancen.

Schon der französische Widerstandskämpfer Charles de Gaulle hat erkannt: «Es ist besser, unvollkommene Entscheidungen zu treffen, als immer nach vollkommenen Entscheidungen zu suchen, die es niemals geben wird.»

Mut zur Schwäche

Die perfekte Entscheidung gibt es nicht, genauso wenig wie den perfekten Lebensweg, den perfekten Tag oder den perfekten Partner. Machen Sie sich bewusst, dass Sie nie alles kontrollieren können und dass auch Sie nicht perfekt sind. Fehler sind nicht angenehm, aber meistens auch nicht so schlimm, dass man sie nicht korrigieren könnte.

Schauen Sie sich die Helden der Bibel an. Das sind Biographien voller Fehler und ohne Perfektion. Es gehört zu den Geheimnissen Gottes, dass er sich gerade in schwierigen Zeiten zeigt und in der Schwachheit offenbart. Sie können sicher sein, dass Gott in Höhen und Tiefen mit Ihnen ist, wenn Sie ihn bitten. Und dass er Ihnen hilft, auch schwierige Situationen zu meistern.

Legen Sie Ihre Versagensängste getrost vor Gott. Bitten Sie ihn, dass er Sie von dem Zwang der Perfektion frei macht. Dass er Ihnen Mut schenkt, eigene Schwächen zuzulassen und Ihnen hilft, ihm zu vertrauen.

Kleine Entscheidungen schnell treffen

Schätzen Sie Ihre Situation ein. Um wie viel geht es bei Ihrer Wahl? Wie schlimm wäre die falsche Entscheidung? Ist die Tragweite gering, investieren Sie möglichst wenig Zeit und Energie. Spaghetti-Eis oder doch Haselnussbecher? Das rote oder das blaue T-Shirt? Es steht nicht viel auf dem Spiel, also überlegen Sie nicht lange, werfen Sie im Notfall eine Münze. Es kann ja nicht viel schief gehen.

Einen zeitlichen Rahmen stecken

Setzen Sie sich bei wichtigeren Entscheidungen ein angemessenes zeitliches Limit, bis wann Sie sich entscheiden wollen. Bis heute Abend entscheide ich mich, welchen Handwerker ich beauftragen werde. Bis Ende der Woche schicke ich meine Bewerbungsunterlagen los. Am Wochenende fällt die Entscheidung, wohin es in den Urlaub geht. Manchmal lohnen sich schnelle Entscheidungen, zum Beispiel bei günstigen Flugangeboten.

Warten Sie nicht zu lange mit wichtigeren Entscheidungen. Nicht: Wenn ich bis Ende des Jahres kein Jobangebot habe, dann werde ich selbst aktiv...

Grosse Entscheidungen fällen

Grosse Entscheidungen sind immer ein Wagnis. Aber Stillstand ist keine bessere Alternative. Wenn man sich nicht festlegen kann, sind Entscheidungen extrem belastend. Schreiben Sie zur Entscheidungsfindung Vor- und Nachteile auf. Suchen Sie sich gute und vertraute Berater. Statt zu argumentieren, hören Sie einfach nur zu und überlegen, ob da weiser Rat zu finden ist. Hören Sie auf zu hoffen, mit Ihrer Entscheidung jeden glücklich machen zu können.

Bitten Sie Gott, dass er Ihnen bei der Entscheidung hilft. Und dann ringen Sie sich durch und wagen den Schritt.

Dieser Artikel erschien im Juni 2014 auf Jesus.ch

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