Mehr als ein Frühlingsfest – Ostern verändert alles

Für manche ist Ostern nur ein Frühlingsfest mit bunten Eiern. Aber Ostern ist viel mehr: Ein Kette von Ereignissen, die die Weltgeschichte komplett auf den Kopf gestellt hat. Wer sich ganz rational mit Ostern befasst, wird Erstaunliches feststellen.

Für manche ist Ostern nur ein nettes Frühlingsfest mit bunten Eiern. Aber Ostern ist viel mehr: Ein Kette von Ereignissen, die die Weltgeschichte komplett auf den Kopf gestellt hat. Wer sich ganz rational mit Ostern befasst, wird Erstaunliches feststellen...

Um zu begreifen, was Ostern bedeutet, muss man genauer betrachten, was da vor zweitausend Jahren im Nahen Osten passiert ist. Im Grunde geht es um drei Ereignisse: der Prozess, der Jesus gemacht wurde. Sein Tod. Und die Auferstehung.

Der Prozess

Nachdem sich Jesus im Garten Getsemani seinen Gegnern gestellt hatte, wurde er zu Hannas und Kaiphas geführt, dem jüdischen Hohen Rat. Von dort kam er vor die Sandriner, dem religiösen Gerichtshof; dann vor Pilatus, dem Gouverneur von Jerusalem; danach vor Herodes, Gouverneur von Galliläa und schliesslich noch einmal vor Pilatus. Aber obwohl er so oft verhört wurde und immer wieder falsche Zeugen gegen ihn aussagten, liess sich keine Anklage gegen Jesus finden. Ausser, dass er von sich sagte, er wäre der Sohn Gottes.

Es ist schon seltsam, dass Jesus vor den verschiedenen Urteilssprechern diese eine kritische Aussage nicht zurückgezogen hat. Als weiser Lehrer hätte er die Möglichkeit gehabt, sich zu erklären. Dass er falsch verstanden wurde... Dass er das so gar nicht gesagt habe... Er hätte den Prozess zu jeder Zeit kippen können. Er wusste, dass er mit dieser Aussage zum Tode verurteilt und gekreuzigt wird. Aber er blieb dabei.

Der Tod

Nach einer Nacht voller Folter und Spott, wurde Jesus gekreuzigt. Die Kreuzigung gehört zu den grausamsten Todesstrafen, die es jemals gab. Der Gekreuzigte erleidet brutale Schmerzen, er kann einatmen, aber nicht mehr ausatmen. Schliesslich erstickt er. Um den Tod und das grausame Schauspiel noch zu verlängern, nagelten die Römer den Verbrechern die Füsse ans Kreuz. Wurden die Schmerzen in der Lunge unerträglich, konnte sich der Gekreuzigte ein wenig aufrichten und nach Luft schnappen. So lange, bis er das eigene Gewicht auf den durchbohrten Füssen nicht mehr aushielt und sich wieder hängen liess. Um den Erstickungstod schliesslich einzuleiten, wurden den Verbrechern nach einer Weile die Beine gebrochen. Bei Jesus war das nicht mehr nötig, er starb schon vorher. Um sicher zu gehen, dass er wirklich tot ist, stachen die Soldaten mit einem Speer in seine Seite. Wasser und Blut drangen aus der Wunde, das medizinische Zeichen, dass das Herz zerrissen ist. Jesus starb buchstäblich an einem gebrochenen Herzen.

Aber warum ging er bereitwillig in diesen Tod? Zu Lebzeiten hat Jesus immer wieder von seinem Tod und seiner Auferstehung gesprochen. Es war von vielen Propheten vorausgesagt worden, dass einmal der Messias kommen würde, der die Schuld der Menschen auf sich nehmen und die Macht des Todes brechen würde. Jesus selbst hat sich als diesen Messias ausgegeben. Wenn man das ganz rational beurteilt, gibt es nur zwei Möglichkeiten: Entweder Jesus hat die Wahrheit gesagt, oder er war ein fanatischer Verrückter.

Die Auferstehung

Der Leichnam von Jesus wurde in einer Grabhöhle bestattet, das mit einem schweren Felsblock verschlossen und von Soldaten bewacht wurde. Der Hohe Rat wollte dadurch verhindern, dass der Leichnam gestohlen wird, denn sie erinnerten sich, dass Jesus von Auferstehung gesprochen hatte. Doch trotz aller Vorsichtsmassnahmen war das Grab drei Tage später leer. Es ist unwahrscheinlich, dass die Jünger den Leichnam entwendet haben, denn als ein paar von ihnen das Grab leer auffanden, waren sie völlig verzweifelt.

Und dann begegnet der auferstandene Jesus verschiedenen Menschen an unterschiedlichen Orten. Nicht als Geist, sondern quicklebendig, als Mensch aus Fleisch und Blut; er isst sogar mit ihnen. Einmal taucht er aus dem Nichts bei einer Versammlung auf und zeigt sich 500 Menschen gleichzeitig. Danach sind alle überzeugt: Jesus ist auferstanden und lebt. Aus den tottraurigen und verzweifelten Jüngern werden über Nacht begeisterte und unerschrockene Nachfolger. Dieser völlige Sinneswandel ist nur damit zu erklären, dass irgendetwas Entscheidendes passiert sein muss!

Angenommen, die Ostergeschichte ist wahr. Angenommen, Jesus ist wirklich Gottes Sohn, der verheissene Messias, der die Schuld der Welt durch seinen Tod gesühnt hat. Angenommen, er ist wirklich auferstanden und hat den Tod besiegt. Was bedeutet das für mich?

Ostern ist so extrem, dass man als rational denkender Mensch nicht mehr sagen kann, Jesus war einfach ein guter Lehrer. Dieses Fest stellt uns vor die Frage: War Jesus ein Verrückter? Oder ist er wirklich Gottes Sohn?

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