Sie entspricht Salomos Tempel – Die Wurzeln der Sixtinischen Kapelle liegen im Judentum

Für die Katholiken ist die Sixtinische Kapelle im Vatikan eine der wichtigsten Anbetungsstätten weltweit. Diese hat eine tiefe Verbindung zum Judentum, die wohl den wenigsten bekannt ist.
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Sixtinische Kapelle

Für die Katholiken ist die Sixtinische Kapelle im Vatikan eine der wichtigsten Anbetungsstätten weltweit. Diese hat eine tiefe Verbindung zum Judentum, die wohl den wenigsten bekannt ist: Sie trägt Merkmale des Salomonischen Tempels und ist dessen Massen nachempfunden – ein Grund dafür war die «Ersatztheologie», nach der Rom die Rolle von Jerusalem einnehmen soll.

Jährlich besuchen Millionen von Menschen die Sixtinische Kapelle – den wenigsten dürfte bekannt sein, dass dieses ausgesprochen katholische Bauwerk nach dem Salomonischen Tempel modelliert worden ist, berichtet die Plattform «Breaking Israel News» (BIN).

In der Bibel, im Buch 1. Könige, Kapitel 6 sind die Grundmasse des Jüdischen Tempels festgehalten. «Diese Verbindung der Kapelle zum Jüdischen Tempel ist bekannt unter Religionsgelehrten», sagt Rabbi Blech zu «BIN». «Aber Touristen wissen das nicht und die meisten Vatikan-Guides wissen es nicht oder berichten nicht davon. Sie haben eine vorgeschriebene Führung.»

Mehrere Aspekte des Jüdischen Tempels enthalten

Die Sixtinische Kapelle wurde zwischen 1477 und 1480 gebaut und nach Papst Sixtus IV. benannt. Bekannt ist sie für die künstlerischen Fresken und Michelangelos «Jüngstem Gericht».
Der Papst liess Elemente des Jüdischen Tempels miteinfliessen. Zum Beispiel entsprechen die Masse exakt dem ersten Tempel, jenem, den König Salomo erbaute.

Das Innere der Kapelle ist 40,9 Meter lang (134 Fuss), 13,4 Meter hoch (44 Fuss) und 20,7 Meter hoch (68 Fuss).

Wie das Allerheiligste

Eine weitere Übereinstimmung mit dem Tempel befindet sich im Innenbereich. In der westlichen Hälfte der Kapelle stehen der Altar und der Privatbereich des Papstes mit dessen Hof. Dieser Bereich ist gegenüber dem östlichen Teil der Kapelle etwas erhöht. Dies korrespondiert mit dem Allerheiligsten des Jüdischen Tempels, welches einzig für den Hohepriester einmal im Jahr zugänglich war.

Im Alten Tempel war dieser Teil abgetrennt. Ebenso verhält es sich in der Sixtinischen Kapelle, ein Gitterzaun mit acht Kerzenständern trennt die beiden Bereiche voneinander ab.

Rabbi Blech: «Der Grund der Übernahme dieser Elemente ist die Ersatztheologie, die eine grundlegende katholische Doktrin ist. Teil dieser Theorie ist, Jerusalem mit Rom zu ersetzen.»

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