Charles III. ist nicht der einzige – Auch Sie sind zur Königin oder zum König gesalbt

Die Bilder der Salbung von König Charles III. gingen um die Welt. Gottes Salbung ist nicht auf Monarchen beschränkt – beschreibt uns die Bibel. Christen gelten als Botschafter von Christus. Und durch den Heiligen Geist geschieht eine Salbung.
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Krone

Die Tradition, einen Monarchen mit Öl zu salben, reicht weit zurück. Ein Gegenstand oder eine Person wurden damit gekennzeichnet, dass sie für eine heilige Aufgabe bestimmt waren. Öl wurde zunächst nur für die Priester Israels und die Gegenstände der Stiftshütte verwendet, aber später wurde die Verwendung auch auf Könige ausgedehnt.

Eine Salbung erfolgt im Neuen Testament auch durch den Heiligen Geist. Wir stehen als Gesalbte in der ganzen Würde von Christus vor Gott. Und es ist uns verheissen, dass sie jedem zur Verfügung steht.

Für Sie und mich

Die Salbung ist nicht nur für ein paar besondere Menschen, sie ist für Sie und mich. In 2. Korinther, Kapitel 1, Verse 21-22 steht: «Gott selbst hat unser und euer Leben auf ein festes Fundament gestellt, auf Christus, und uns mit seinem Geist gesalbt. So drückte er uns sein Siegel auf, wir sind sein Eigentum geworden. Das Geschenk des Geistes in unseren Herzen ist Gottes sicheres Pfand für das, was er uns noch schenken wird.»

Thomas Nelson hält im «Smith's Bible Dictionary» fest, dass diese Salbung «die heiligenden Einflüsse des Heiligen Geistes auf Christen ausdrückt, die Priester und Könige für Gott sind».

Die Berufung

Durch seinen Geist sind wir alle dazu gesalbt, unsere Berufung zu erfüllen und das Evangelium weiterzutragen und gebrochene Herzen zu heilen. Wir brauchen nicht bloss in der Zuschauer- und Konsumentenrolle zu verharren.

Die Salbung ist mit Autorität verbunden. Manchmal vergessen wir vielleicht die Autorität, die von unserer königlichen Salbung ausgeht. Bei den alten Monarchen wurden die Worte in dem Moment, in dem sie den Mund verliessen, zum «Gesetz». Wenn wir mit wahrer Autorität sprechen, unter der Salbung Gottes, dann geschieht etwas; in Matthäus, Kapitel 17, Verse 20-21 ist dies mit dem kraftvollen Beispiel des Senfkorns dargestellt.

Keine Passivbeobachter

Wir müssen also nicht Passivbeobachter sein und bleiben. Ob es um Heilung, Worte der Erkenntnis oder Befreiung geht – die Salbung Gottes ist für uns alle da. Unsere Antwort kann darin bestehen, dass wir uns von den Tiefen seines Geistes erfüllen lassen und nicht von der seichten, von den sozialen Medien angeheizten Süssstoff-Zuckerguss-Flut.

Dazu braucht es kein Öl, das aus Israel eingeflogen wird und nach Sesam, Rose, Jasmin, Zimt, Neroli, Benzoe, Amber und Orangenblüten duftet. Und keinen besonderen Löffel, mit welchem es ausgegossen wird. Wir brauchen nur ein Herz, das sich Gott hingibt, und offene Hände, um seinen Segen zu empfangen.

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