Geologische Zeitskala – Zur Bestimmung des Erdzeitalters

Die geologische Zeitskala und radiometrische Altersbestimmungen für das Erdzeitalter beruhen auf nicht beweisbare Grundannahmen. Sie liefern keine absoluten Alter, sondern scheinbare Alter.

Die geologische Zeitskala und radiometrische Altersbestimmungen für das Erdzeitalter beruhen auf nicht beweisbare Grundannahmen. Sie liefern keine absoluten Alter, sondern scheinbare Alter. Ob die Erde 6'000 Jahre oder Milliarden von Jahren alt ist, beruht auf den Glauben in die Grundannahmen der radiometrischen Altersbestimmungen oder in die Richtigkeit der Bibel.

Nimmt man die Bibel als Grundlage, so ist unsere Welt ist ungefähr 6'000 Jahre alt. Die Berechnungen anhand der Stammbäume sind in [1] aufgezeichnet. Woher kommen aber die Abweichung, wenn Wissenschaftler uns erklären, dass die Welt einige Milliarden alt wäre?

Geologische Zeitskala [2]

Zur Bestimmung des Erdzeitalters werden zwei Methoden herangezogen. Da gibt es einmal die geologische Zeitskala und radiometrische Verfahren. Die geologische Zeitskala baut auf die Entdeckung von W. Smith auf, der beruflich mit Kanal-und Strassenbau zu tun hatte. Er entdeckte, dass bestimmte Fossilien wie Meeresmuscheln, Ammoniten u.a. immer in bestimmten Schichten vorkommen. Er konnte mit den Leitfossilien nun jederzeit bestimmte Gesteine wiederentdecken. Bereits im Jahre 1799 waren Smith die Grundzüge der Schichtenabfolge vom Karbon bis zur kreide in England bekannt. Nachdem die Schichtenfolge zunächst in Europa aufgenommen worden war, konnte seitdem vergangene Jahrhundert ihre in den Grundzügen immer wiederkehrende Ordnung für die ganze Welt bestätigt werden. Im Jahre 1878 stellte Haughton die Theorie auf, dass die Zeitdauer jeder geologischen Formation proportional ihrer maximalen Sedimentmächtigkeit. D.h. man nimmt als Grundlagen für die Berechnungen immer die grösste auf der Erde gefundene Schicht. Die Voraussetzung ist aber, dass, dass die Ablagerungsgeschwindigkeit für alle Formationen weltweit dieselbe sei. Eine absolute Zahl lieferte M. Reade im Jahre 1879. Sedimentationsgeschwindigkeiten können sehr verschieden sein. Sie können um viele Grössenordnungen schwanken und zwar zwischen mehreren Metern in wenigen Augenblicken (z.B. Schichtfluten) und 1mm in 1'000 Jahren (z.B. in der Tiefsee).

Radiometrische Uhren [2]

Verfahren, die den radioaktiven Zerfall gewisser Atomkerne zur Altersbestimmung nutzen, nennt man radiometrische Datierungsmethoden. Der radioaktive Zerfall gewisser instabiler Atomkerne gehorcht einem Zerfallsgesetz. Die sich zersetzenden Atomkerne nennt man Mutterkerne. Die Kerne die sich neu bilden sind die Tochterkerne. Beispiele für radioaktiven Zerfall sind 238Uran zu 206Blei oder 232Thorium zu 208Blei. (Der Index bei den Mineralien zeigt die Atomzahl an. Unter der Voraussetzung, dass nach der Entstehung des Gesteins weder Mutter- noch Tochteratome entweichen oder eingedrungen sind, kann man die Zeit des Gesteins bestimmen. Allerdings kennt man die anfängliche Konzentration der Mutteratome nicht.  Um auf diesen Wert zu kommen behilft sich man eines Modells über die Entstehung einer zu datierenden Probe, wobei sehr konkrete Annahmen eingehen.

Ein Stein zeigt sein Alter keineswegs unumstösslich sicher an. Hier ein Beispiel. Ein Mineral enthalte nur 206Blei aber kein Uran (also nur Tochteratome und keine Mutteratome). Eine Rechnung zeigt, dass sich nach 4,5 Milliarden Jahren fast alle Uranatome in Blei umgewandelt hätten. Das obige Beispiel könnte man anders interpretieren. Uran war von Anfang da und wurde herausgelöst oder Blei war von Anfang an da. In beiden Fällen kann man nicht unbedingt auf ein hohes Alter schliessen.

Wie problematisch die Bestimmung von Mineralien sein kann zeigt folgendes Beispiel. Verschiedene Proben aus Lavastein aus Hawaii lieferten mit der Kalium-Argon Methode ein Alter von 160 Millionen Jahre. In Wahrheit waren sie aber 166 Jahre alt.

Quellen:

[1] Wie alt ist die Erde, Christian Assemblies Europe, Postfach 72, 82337 Feldafing, Deutschland, Blatt 0050/9704

[2] Zusammenfassung aus dem Buch Entstehung und Geschichte der Lebewesen, R. Junker, S. Scherer, Weyer Verlag, S. 157-159

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