Menschen können enttäuschen – «Wir könnten Alexandra abwählen»

Menschen, auf die man eigentlich gezählt hat, können einen plötzlich verletzen und enttäuschen. Das hat wohl jeder schon erlebt. In verdichteter Form war dies jüngst in einer TV-Abenteuer-Sendung zu sehen.

Menschen, auf die man eigentlich gezählt hat, können einen plötzlich verletzen und enttäuschen. Das hat wohl jeder schon erlebt. In verdichteter Form war dies jüngst in einer TV-Abenteuer-Sendung zu sehen.

Mit grossem Erfolg ist im französischen Fernsehen «TF1» das beliebte Insel-Spiel «Koh-Lanta» einmal mehr zu sehen. Zwanzig Abenteurer starten, am Ende geht einer als Sieger hervor – dies nach vielen verschiedenen Wettbewerben, wo im Laufe der Fernsehabende jeweils ein Kandidat von der Insel weggewählt wird.

Pro Sendung treten die Abenteurer vorerst in zwei Equipen jeweils zu einem entscheidenden Wettkampf gegeneinander an. Das Verliererteam muss dann jeweils im «Inselrat» ein Mitglied nach Hause schicken. So wollen es die Regeln. Selbstredend ist da auch etwas Taktik gefragt, ab und an lassen manche Charaktere tief blicken; so in einer der jüngsten Folgen.

Alexandra setzt sich für Jean-Luc ein

Die Vorgeschichte: Je ein Mitglied musste kürzlich die Gruppe wechseln. Jean-Luc, Captain der einen Gruppe, «opferte» sich freiwillig. Die anderen in der Gruppe waren nicht dafür, doch er setzte sich durch. Später würden die beiden Gruppen ja vereint, ab dem Moment wo die Abenteurer dann individuell in den Wettbewerben antreten.

Alexandra, ein Mitglied von Jean-Lucs Ursprungsgruppe, regte nun an, dass man absichtlich die nächsten Ausscheidungen verlieren könnte, damit Jean-Luc nicht als Neuling sogleich eliminiert würde. Nach Hause schicken könnte man dann jene, die von der anderen Gruppe gekommen war sowie einen Aussenseiter. Alexandra fand jedoch kein Gehör, ihre Gruppe siegte.

Jean-Luc will Alexandra opfern

Jean-Luc war nun gefährdet. Deshalb wollte er zeigen, dass er bereits ganz zur neuen Gruppe gehörte, indem er sagte, wen man von seiner früheren Gruppe rauswählen könnte, sobald die Abenteurer vereint sein werden. Ohne Umschweife nannte er drei Namen, darunter jenen von Alexandra, die versucht hatte, ihn zu retten… Soweit wird es nun nicht kommen, Jean-Luc wurde beim Inselrat abgewählt.

Spielerisch ist damit eine Situation dargestellt, die wohl jeden Menschen im Alltag bereits getroffen haben, mit dem Unterschied, dass hier mehr als neun Millionen Zuschauer die Szene mitverfolgen konnten. Was Jean-Luc gedacht hat, als er sah, wie Alexandra versuchte, ihn zu retten? Ob er gehofft hat, dass seine späteren Worte nicht in der Sendung zu sehen sein würden? Und wie sich Alexandra vorgekommen ist, als sie hörte, wie Jean-Luc – zumindest vorgab – sie bereitwillig abwählen zu lassen?

Menschen enttäuschen, Jesus nicht

Dieser TV-Abend zeigt, dass Menschen sich manchmal völlig anders verhalten, als man es von ihnen erwartet hätte. Selbst unter Christen kann es geschehen, dass jemand die Erwartungshaltung nicht erfüllt. 

Einer jedoch enttäuscht nie: Jesus Christus. Verschiedentlich dokumentiert er in der Bibel, dass er zu uns steht. Er lässt uns nicht im Stich und wendet sich nie von uns ab (Josua, Kapitel 1, Vers 5). Ganz egal, wie sich andere Menschen uns gegenüber verhalten, ob sich andere von uns abwenden oder wir «abgewählt» werden. Er ist ein Fundament, das trägt und das stabil ist – und eines, um das man nicht taktieren muss. Sondern eines, das innere Ruhe und Frieden gibt.

Vertrauen bleibt unenttäuscht

Gott sagt, dass ihm alle unsere Wege bekannt sind (Psalm 139, Vers 3), dass er sogar die Haare auf unserem Kopf gezählt hat (Matthäus, Kapitel 10, Vers 29-31) und dass wir nach seinem Bild geschaffen worden sind (1. Mose 1, Vers 27). Zudem sagt er zu jedem Menschen, dass er wunderbar gemacht ist (Psalm 139, Vers 14).

Er sagt zu dir, dass er dich mit Liebe überschütten will (1. Johannes, Kapitel 3,Vers 1), dass er für dich sorgen will und dir in deinen Nöten begegnen will (Matthäus, Kapitel 6, Vers 31-32). Und mittendrin folgt nicht plötzlich ein Fall in den Rücken – im Gegenteil: Er will dich mit ewiger Liebe lieben (Jeremia, Kapitel 31, Vers 3). Wenn dein Herz gebrochen ist, ist er dir nahe (Psalm 34, Vers 19).

Jesus wurde nicht verschont, damit du in ihm Zugang zum ewigen Vater hast; er liebt dich genauso wie er Jesus liebt (Johannesevangelium, Kapitel 17, Vers 23). Nichts kann dich von seiner Liebe trennen (Römerbrief, Kapitel 8, Vers 38-39).

Er wartet auf dich. Mach doch den Schritt zu ihm.

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