Was bleibt? – Die Sehnsucht nach Sicherheit

«Sicherheit ist die neue Freiheit der Deutschen», haben Wissenschaftler vor einigen Jahren herausgefunden. Man tut alles dafür, materiell sorglos zu sein und sich abzusichern. Doch gibt es die ultimative Sicherheit überhaupt?
Unsplash / Vitaly Gariev
Ein unsicheres Ehepaar am Küchentisch.

Es geht uns gut und das soll auch so bleiben. Dafür investieren wir viel. Wir streben eine möglichst sichere Anstellung an, mit der wir genug verdienen, um ausgesorgt zu haben. Wir schliessen gute Versicherungen ab, versuchen Sport zu treiben und gesund zu leben. Wir gehen wenige Risiken ein und streben nach einem hohen seelischen Wohlbefinden. Das alles, obwohl wir wissen, dass wir damit nicht hundert Prozent vorsorgen können. Die Sehnsucht nach Sicherheit treibt uns trotzdem an.

Ein Bedürfnis, das wir nicht befriedigen können

Es ist ein menschliches Dilemma, dass wir uns einerseits so sehr nach Sicherheit sehnen und andererseits unser Schicksal so wenig in der Hand haben. Wir können nichts tun, damit wir bis ins Alter sicher fit und gesund sind. Wir sind nicht in der Lage, die Weltwirtschaft optimal für uns zu beeinflussen. Nicht mal unser Erspartes ist sicher. Wir können noch so sehr kämpfen und hoffen. Sicherheit können wir uns nicht erarbeiten und selbst wenn wir uns in Sicherheit wiegen, kann alles anders kommen.

Vielleicht ist aber genau diese Unsicherheit unsere grosse Chance. Denn manchmal fangen wir erst an, nach Gott zu fragen, wenn wir an unsere eigenen Grenzen kommen.  

Hoffnung trotz Realität

Gott ist der Gegensatz zu unserer sich ständig wandelnden Zeit. Er ist der Ruhepol, der souverän Schicksal, Zeit und Raum in seiner Hand hält. Während wir, wie ein Hamster im Rad, um Gesundheit und Wohlstand ringen, bietet er uns seinen Weg an.

Gottes Weg ist anders. Er grenzt Niederlagen, Krankheit und Rückschläge nicht aus. Das zeigt auch das Leben von Jesus: Als uneheliches Kind arm in einem Stall geboren. Als Kleinkind auf der Flucht. Als Erwachsener sammelt er sich keinen Reichtum an, er besitzt gar nichts, hat nicht mal einen festen Wohnsitz. Von den eigenen Leuten gehasst, wird er schliesslich auf erniedrigende Art wie ein Verbrecher hingerichtet. Kein ruhmreiches Leben, mag man denken. Aber dieser Mann hat die Welt beeinflusst wie kein Zweiter. Was für uns nicht erstrebenswert aussieht, kann doch zu einem grösseren Ziel führen, wenn Gott dabei ist.

Gott verspricht kein rosa Leben ohne Nöte. Aber er garantiert seinen Beistand und tiefen Frieden trotz aller Umstände. Mit ihm an unserer Seite kommen wir sicher ans Ziel. Auf Gott ist Verlass, selbst wenn alles andere zusammenbricht. Er ist die ultimative Sicherheit, die wir fälschlicherweise in materiellen Dingen, Gesundheit und Vorsorge suchen.

Prioritäten neu ordnen

Es ist gut, gesund zu leben und weise mit seinem Besitz umzugehen. Aber die Sehnsucht nach Sicherheit kann nur Gott stillen. Lege dein Leben in seine Hand. Übergib ihm deine Wünsche, Sorgen und Ängste. Bitte Gott, dass er sich dir zeigt und dir den Frieden und die Gelassenheit schenkt, die er versprochen hat.

Dieser Beitrag erschien im Juli 2015 auf Jesus.ch.

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