Die Perspektive wechseln – Das war ein echter Augenöffner!

Es ist keine Frage der Brille: Manchmal sieht man einfach schlecht. Und nicht nur in der Politik, sondern auch im normalen Leben tut es gut, wenn man die Perspektive wechselt.
Unsplash / Nathan Dumlao
Manchmal liegt schlechtes Sehen nicht an der Brille

Es war eine Horror-Situation, die wir am besten aus Historienfilmen kennen. Da stehst du am Morgen auf und traust deinen Augen kaum: Deine ganze Stadt ist von einem Heer von Feinden eingeschlossen, und die sind nicht gekommen, um dir Geschenke zu bringen. «Ach mein Herr, was sollen wir jetzt bloss tun?», rief er aus, dieser Diener eines Mannes Gottes (nachzulesen in 2. Könige Kapitel 6). Ich weiss nicht, welches «Heer» Sie im Moment gerade umgibt oder welche Übermacht von Feinden sich um Sie breitmacht; ob es eine Überfülle von Arbeit ist, finanzielle Probleme, depressive Gedanken, Sorgen um die Kinder oder Zukunftsangst. Tatsache ist: Bedrohungs-Situationen sind real – und machen Angst.  

Auf unserer Seite sind mehr

Der Prophet Elisa kommt auch raus, schaut sich um – und antwortet seinem Diener Unerwartetes: «Keine Angst! Auf unserer Seite steht ein grösseres Heer als die, die du da siehst.» Klar, das kann wie ein billiger Trost wirken, so in der Qualität von «`s chunt scho guet». Aber wir alle wissen, dass es mehr braucht, um die Angst vor den Riesen in unserem Leben wirksam zu bekämpfen. Dieses gewaltige «Heer», das ist eine echte Bedrohungs-Situation. Und diese Bedrohungen haben die unangenehme Eigenschaft, dass sie unseren Blick fixieren wie die Schlange das Kaninchen. Man kann nichts anderes sehen. Es ist nur schlimm.

Herr, öffne ihm die Augen!

Ausser wir sehen eine andere Realität, die grösser und stärker ist. Elisa bittet Gott kurz: «Bitte, Herr, öffne ihm die Augen!» Und plötzlich sieht der Diener etwas anderes: «Und er konnte sehen, dass der ganze Berg, auf dem die Stadt stand, von Pferden und Streitwagen aus Feuer beschützt wurde.» Die sichtbare Bedrohung wurde überlagert von einer anderen – normalerweise unsichtbaren – Realität: Gottes Streitmacht stand als Schutz rings um den kleinen bedrohten Diener rum.

Wenn es eng und schlimm und bedrohend wird, können wir zu Gott schreien: «Hilf mir!» Und was Gott dann oft tut, ist, dass er uns die Augen öffnet. Dass er unsere Gedanken, unseren Blick auf die unsichtbaren Realitäten lenkt, die uns umgeben. Das grosse «Heer» ist immer noch da. Aber eine andere Wirklichkeit dominiert. «Ich bin bei euch alle Tage bis ans Ende der Welt» und viele weitere Versprechen Gottes, das ist die eigentliche Realität. Für Menschen, die ihr Leben in die Hand von Jesus Christus gelegt haben, ist «der, der auf unserer Seite ist, immer stärker als der, der auf der anderen Seite ist».

Wir müssen Gott nicht herbeibeten – wir brauchen oft lediglich einen «Augenöffner». Glaube ist eigentlich genau das: keine Heldentat, sondern ein Blickwechsel auf Jesus und seine Realität, die für die physischen Augen unsichtbar, aber gerade darum umso realer und stärker ist. Vielleicht brauchen Sie gerade jetzt einen solchen Augenöffner und einen Wechsel der Perspektive?

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