Eine unerwartete Bitte – «Wer kann mir helfen? Ich möchte Christ werden…»

Wer evangelistisch tätig ist, weiss, dass diese Worte nur selten einen Gesprächsanfang bilden. Doch genau das geschah vor Kurzem in Athen: Eine afghanische Frau überraschte mit dieser Bitte Christen, die sich dort für Flüchtlinge einsetzen.

Wer evangelistisch tätig ist, weiss, dass diese Worte nur selten einen Gesprächsanfang bilden. Doch genau das geschah vor Kurzem in Athen: Eine afghanische Frau überraschte mit dieser Bitte Christen, die sich dort für Flüchtlinge einsetzen.

In Athen ist die christliche Organisation «Helping Hands» schon seit 1993 tätig und hilft gemeinsam mit lokalen Gemeinden Immigranten und Asylsuchenden durch Sprachunterricht, Kleidersammlungen, Notaufnahmen, aber auch durch Besuche in Gefängnissen, Krankenhäusern und durch Arbeit mit Frauen und Kindern. Natürlich ist das Team auch evangelistisch tätig, «durch unseren praktischen Dienst wollen Flüchtlinge Jesus kennenlernen», erklärt Nikos Stefanidis, Leiter von «Helping Hands».

Eine überraschende Frage

Hunderte von Flüchtlingen suchen jeden Tag in den Büroräumen der Organisation Hilfe. Eines Tages kam eine Afghanin in das Büro und fragte ein Team-Mitglied: «Wer kann mir helfen? Ich möchte Christ werden…» «Das war für uns eine echte Überraschung», berichtet Nikos Stefanidis gegenüber Evangelical Focus. Denn Hunderte von Leuten schrien in den Büroräumen durcheinander und wollten ganz andere Dinge als diese Frau.

«Wenn Jesus euch so verändert hat, will ich ihn auch»

Eine Mitarbeiterin setzte sich schliesslich mit der Afghanin in ein kleines Büro und fragte sie, was sie denn schon über Jesus wisse und wer ihr von Jesus erzählt habe. «Ich weiss nichts. Ich habe nur den Jesus-Film gesehen und ich habe euch beobachtet, die Art, wie ihr uns dient, die Art, wie ihr uns liebt, die Art, wie ihr miteinander redet, und ich dachte, wenn Jesus euch so verändert hat, dann will ich ihn auch in meinem Leben haben!»

Spürbare Veränderung

Die Mitarbeiterin begann, der Frau von Jesus zu berichten. «Etwa eine Stunde lang sprachen sie zusammen, Fragen, Antworten, und schliesslich beteten sie zusammen. Und als die Frau aus dem kleinen Büro kam, rein in das ganze Chaos, war sie von Frieden erfüllt. Sie kannte jetzt Jesus, war so glücklich und konnte schon eine Veränderung spüren.» Sofort begann sie, anderen Flüchtlingen von Jesus zu erzählen.

Nikos Stefanidis möchte mit dieser Geschichte auch andere Menschen ermutigen, ganzheitlich – also mit Worten und Taten – zu helfen und sich für Flüchtlinge einsetzen. Er ist überzeugt: «Solche Dinge tut Gott, wenn es jemanden gibt, der den Flüchtlingen hilft.»

Zur Webseite:
Helping Hands
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