Gottes Antwort: «Nein!» – Wenn Gott andere Pläne für uns hat…

Wenn unser Herz voller Dankbarkeit ist und sich an Gott freut, suchen wir schnell nach Möglichkeiten, um Gott unseren Dank handkräftig zu zeigen. Doch nicht immer findet Gott diese Pläne passend und gut. Woran liegt das?

Wenn unser Herz voller Dankbarkeit ist und sich an Gott freut, suchen wir schnell nach Möglichkeiten, um Gott unseren Dank handkräftig zu zeigen. Doch nicht immer findet Gott diese Pläne passend und gut. Woran liegt das?

Es war ein nobler Gedanke, ein guter Plan, den David da hatte, ein Mann nach dem Herzen Gottes. Er hatte eine Zeit des Friedens erlebt, genoss die Privilegien als König von Israel und seines Palasts und hatte mit einem Mal die Idee, Gott einen Tempel zu bauen. Die Bundeslade sollte nicht länger in einem schäbigen Zelt stehen, während er, der König, im wunderschönen Palast wohnte.

Um sicher zu gehen, dass sein Plan auch in Gottes Sinne ist, liess er den Propheten Nathan kommen und berichtete ihm alles. Und Nathans Antwort war: «Was immer du vorhast – tu es! Der Herr wird dir beistehen.» (2. Samuel Kapitel 7, Vers 3) Doch in der folgenden Nacht sprach Gott zu Nathan: Gottes Plan für David sah ganz anders aus… und er sagte zu Davids Vorhaben «Nein».

Warum sagt Gott Nein?

Die Tür zu diesem gutgemeinten Plan Davids schloss sich. Gott wusste, dass es für so ein grosses Projekt auch langandauernden Frieden braucht. Und er wusste, dass neue Kämpfe und Kriege auf David warteten. Das war Gottes Plan für David, seine Berufung. Und deshalb sagte er David: «Du sollst mir keinen Tempel bauen! Denn du hast Kriege geführt und dabei viel Blut vergossen!» (1. Chronik, Kapitel 28, Vers 3). Gott meinte damit nicht, dass David gesündigt hätte, indem er Krieg führte – nein, es war einfach Davids Aufgabe, die Feinde Israels zu überwältigen und nicht, einen Tempel für Gott zu bauen.

Wenn Davids Aufgabe erfüllt war und alle Feinde endgültig besiegt, würde es Frieden geben für Israel und dies würde dann Davids Sohn Salomo nutzen können, um Gott einen Tempel zu bauen. David tat die harte Arbeit, Salomo durfte den Segen daraus geniessen.

Zusagen trotz der Absage

Vermutlich war es trotzdem zunächst für David eine derbe Enttäuschung. Er hatte so einen guten Plan gehabt – warum liess Gott das nicht zu? Warum durfte er Gott keine Freude machen? Doch dann hörte er, was Gott ihm zu sagen hatte: «Nicht du sollst mir ein Haus bauen, sondern ich werde dir ein Haus bauen! Wenn du alt geworden und gestorben bist, will ich einen deiner Söhne als deinen Nachfolger einsetzen und seine Herrschaft festigen. Er wird mir einen Tempel bauen, und ich werde seinem Königtum Bestand geben für alle Zeiten. […] Doch nie werde ich meine Güte von ihm abwenden, wie ich es bei Saul getan habe…» (2. Samuel, Kapitel 7, Verse 11b bis 15a) Was für eine Zusage: Ich sage jetzt Nein zu deinem Plan, aber ich bejahe dich und deine Familie für immer!

Offen sein für Gottes Pläne

Wie reagieren wir, wenn das, was wir im Herzen haben, nicht Gottes Plan für uns ist? Wenn Gott ein gutes Vorhaben durchkreuzt und deutlich «Nein» sagt? Ziehen wir uns beleidigt zurück? Oder führen den Plan trotzdem durch?

Gottes Pläne für uns sind durch und durch gut. Und wenn er eines unserer menschlichen, unvollkommenen Vorhaben durchkreuzt, so liegt das nicht unbedingt daran, dass ihm unser Herz nicht gefällt, sondern dass er eine andere, wichtigere Berufung für uns hat. Seien Sie offen für Gottes Reden – vielleicht hat er Ihnen seinen neuen Plan schon längst gezeigt?

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