Geistlicher Fast-Food? – «Viele Christen versuchen, mit Cola und Fritten zu überleben»

Christen tun sich schwer daran, geistlich zu wachsen. Zu diesem Schluss kommt der auch im deutschen Sprachraum beliebte Autor und Pastor John MacArthur. Dabei biete die Bibel nach eigener Aussage Milch, Brot und Fleisch statt nur Cola und Fritten.

Christen tun sich schwer daran, geistlich zu wachsen. Zu diesem Schluss kommt der auch im deutschen Sprachraum beliebte Autor und Pastor John MacArthur. Dabei biete die Bibel nach eigener Aussage Milch, Brot und Fleisch, statt nur Süssigkeiten, Cola und Fritten.

Wenn jemand geistlich nicht wächst, habe er die Schuld nicht bei jemand anderem zu suchen, sondern bei sich selbst, schreibt John MacArthur auf seinem Blog – und rät dazu, darauf zu achten, wie man sich geistlich ernährt.

«Alle Christen sollen zu einer Christusähnlichkeit wachsen, so wie es im Römerbrief, Kapitel 8, Vers 29 steht: 'Wen Gott nämlich auserwählt hat, der ist nach seinem Willen auch dazu bestimmt, seinem Sohn ähnlich zu werden, damit dieser der Erste ist unter vielen Brüdern und Schwestern.' Doch oft sehen wir einen grossen Unterschied zwischen dieser Bibelstelle und dem, was in den Gemeinden geschieht.»

Wachsen ohne Effort?

John MacArthur analysiert weiter: «Manche Christen wachsen schlicht und einfach nicht. Geistlich bleiben sie unterentwickelt und werden nie zu dem, wozu Gott sie berufen hat.»

Schlimmer werde es, wenn man diese Gläubigen herausfordere. «Sie leugnen, selbst Schuld an ihrem langsamen Wachstum zu sein und argumentieren entrüstet, dass sie in ihrem eigenen Tempo wachsen. Jeder will wachsen – bloss wollen manche das ohne einen Effort tun, und da liegen die Probleme.»

Bald verflüchtigt

Wenn Gläubige nicht wachsen, liege es fast immer daran, dass sie nicht in Gottes Wort lesen. «Sie gehen vielleicht in eine Gemeinde, doch das was sie lernen, verflüchtigt sich, sobald sie das Gebäude verlassen.» Sie würden sich auch beschweren, dass ihnen die Gemeinde oder das christliche Leben nicht so viel bringt. «Wenn Versuchungen, Probleme und Herausforderungen kommen, sind sie schwach. Ihnen fehlt die Kraft, etwas für den Herrn zu tun.»

Die Ursache für ihre kaum vorhandene Entwicklung sei geistliche Unterernährung – ihre Seelen würden nach geistiger Nahrung hungern. «Die Bibel nennt sich selbst Milch, Brot und Fleisch, doch geistlich gesehen versuchen viele Christen, mit Süssigkeiten, Cola und Fritten zu überleben. Sie wachsen nicht, weil ihre Ernährung in tragischer Weise mangelhaft ist. Ironischerweise liegt die Lösung des Problems in dem, was sie sich zu essen weigern: in Gottes Wort.»

Er rät dazu, in der Bibel zu graben

«Die postmoderne Kultur bietet endlose Ablenkung von Gottes Wort. Internet, Computer-Spiele, Radio, Fernsehen, Filme, Magazine, Bücher – all das lenkt ab von der Nahrung, die nur Gottes Wort bieten kann.»

John MacArthur ermutigt dazu, immer wieder in der Bibel zu graben. «Eines der vielen Statements, das die Bibel über sich macht, ist dass sie 'das lebendige Wort' ist. Paulus nennt es in Philipper, Kapitel 2, Vers 16 'das Wort des Lebens'. Hebräer, Kapitel 4, Vers 12 spricht davon, dass 'Gottes Wort lebt und aktiv ist'. Und in 1. Petrus, Kapitel 1, Vers 23 ist geschrieben vom 'lebendigen und dauerhaften Wort Gottes'. Durch dieses lebendige Wort sind wir wiedergeboren und es macht uns geistlich lebendig. Und durch dieses lebendige Wort können wir in Christus wachsen.»

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