Dinos zu Vögeln? – «Schrittweise Entstehung trifft nicht zu»

Gemäss der Evolutionstheorie wird angenommen, dass Vögel schrittweise von den Dinosauriern abstammen. Nähere Untersuchungen zeigen ein anderes Bild.
Imported Image
Archaeopteryx

Gemäss der Evolutionstheorie wird angenommen, dass Vögel schrittweise von den Dinosauriern abstammen. Nähere Untersuchungen zeigen ein anderes Bild: Die Chronologie stimmt nicht und manche «Bauteile» hätten mehrfach unabhängig voneinander «erfunden» werden müssen.In der Evolutionsforschung herrscht heute eine ziemlich einhellige Meinung, dass die Vögel von Dinosauriern abstammen, sagt Reinhard Junker, Leiter der Studiengemeinschaft «Wort und Wissen». «Und der berühmte, sogenannte Urvogel 'Archaeopteryx' soll eine Station sein auf dem Weg der Dinos zu den Vögeln. Aber man geht heute noch viel weiter und behauptet, dass dieser Übergang in vielen kleinen Schritten erfolgt sei und dass man dies sogar anhand von Fossilien nachvollziehen könne.»

Diese Behauptung nahm Reinhard Junker in den vergangenen zwei, drei Jahren anhand der Fachliteratur genauer unter die Lupe. «Dabei habe ich festgestellt, dass dieses Bild von der schrittweisen Entstehung von vogeltypischen Merkmalen ausgehend von Dinosauriern gar nicht zutrifft.»

Chronologie passt nicht

«Es ist so, dass bei diesen Spezies sehr viele Vogelmerkmale unabhängig von den Vögeln hätten entstanden sein müssen. Dies in verschiedenen Dinosaurier-Gruppen, die aber gar nicht als Vorläufer der Vögel gelten», erklärt Reinhard Junker. Das bedeutet, dass diese Vorläufer-Merkmale bei Dinosauriern gar nicht da sind, «wo man sie nach Evolutions-Leseart erwarten müsste».

«Sie wären somit nicht in den passenden Dinosaurier-Linien, sondern unabhängig entstanden und dann auch noch in jüngeren Formen. Viele dieser Merkmale sind bei Dinos – laut Evolution – praktisch erst aufgetaucht, nachdem es bereits Vögel gab. Es ist also ein sehr idealisiertes Bild, wenn man sagt, dass sich die Vogel-Entstehung anhand von schrittweise aufgetretenen Merkmalen anhand von Fossilien nachvollziehen lässt – das trifft nicht zu.»

Schritt für Schritt-Entstehung unwahrscheinlich

Reinhard Junker entdeckte noch einen zweiten Aspekt: «Nämlich dass es eine Reihe von Merkmalen gibt, die bei den Dinosauriern ganz allgemein verbreitet sind und die nicht Schritt für Schritt allmählich aufgetaucht sind.»

Einige Beispiele seien genannt, die die Behauptung der schrittweisen Entstehung stark in Frage stellen. «Es gibt bei den Vögeln ein sogenanntes Gabelbein. Das sind verwachsene Schlüsselbeine. Das ist ein vogeltypisches Merkmal, von dem man aber annehmen muss – laut Evolution –; dass es mehrfach unabhängig entstanden sein muss, aber eben in der Chronologie nicht da anzutreffen ist, wo man es erwarten müsste, wenn es diesen Übergang gegeben hätte.»

Federn waren schon vor «Vor-Feder» da

Dazu kommen weitere Eigenschaften, die ebenfalls mehrfach unabhängig voneinander hätten entstanden sein müssen. Etwa Merkmale des Brustkorbes oder die Ausprägung der verschmolzenen Schwanzwirbel. «Vögel haben ja keinen Wirbelschwanz, sondern ein Schwanzende oder Wirbelkörper, die zusammen verwachsen sind. Das ist ebenfalls ein Merkmal, von dem man annehmen muss, dass es sich vielfach unabhängig entwickelt hat.»

Gleiches gilt beim hervorstechenden Merkmal der Feder, die schon ganz früh fertig existiert haben. «Und dass solche Formen, die man als Vor-Federn oder mögliche Übergangs-Ausprägungen ansehen könnte, erst später in der fossilen Abfolge auftauchen, als Formen, die normal befiedert sind. Also auch hier passt das gar nicht.»

Deutlich abgegrenzt

Diese Befunde sind Argumente gegen eine evolutionäre Vorstellung, «weil nicht nachvollziehbar ist, wie Dinosaurier allmählich zu Vögeln geworden sind. Da fehlen einfach wichtige Belegstücke, um dies als erwiesen darstellen zu können.»

Sobald diese Sache genauer angeschaut werde, sei es so, «dass die Gruppen von fossilen Formen deutlicher voneinander abgegrenzt sind, als es suggeriert wird».

Zur Webseite:
Wort und Wissen

Teile diesen Beitrag
Das könnte dich auch interessieren
Thema
Was sagt die Bibel dazu?

Faktencheck Christentum – Wer A sagt, muss auch B sagen

Wissenschaft und Evolution werden von vielen als unzertrennbar angesehen. Dabei wurden die Weichen für die Wissenschaft ...

Thema
Die Hochwasser-Helden in Aktion

Hochwasser-Helden – Feuerameisen und die Frage nach Design in der Natur

Bei Gefahr klammern sich Feuerameisen buchstäblich zusammen: Sie verhaken sich zu einem stabilen Floss, das selbst ...

Thema
In der Natur braucht es Planung

«Es braucht Planung» – Eine nicht-reduzierbare, abgestimmte Komplexität

In der Natur braucht es Planung, wenn Dinge aufeinander abgestimmt sind. Und: Für den gewünschten Zweck sind manche ...

Thema
Zion National Park, USA

Philip Henry Gosse – Ein Versöhner von Glaube und Wissenschaft

Die Frage nach Schöpfung oder Evolution ist seit Jahrzehnten ein «Kampfthema». Viele haben sich daran abgearbeitet. Ein ...

Thema
Bibel mit Lupe

Faktencheck Christentum – Darwin oder Aufklärung? Wir werden uns entscheiden müssen…

Vorbei sind die Zeiten, in denen man sich vor Königen oder Priestern ducken musste. Heute sind alle gleichwertig, haben ...

Thema
Schallwellen

Wunderwerk Ohr – Wie Schallwellen hörbar werden

Je mehr über das Ohr bekannt wird, desto mehr zeigt sich eine ausgeklügelte, facettenreiche Planung. Im Gespräch mit ...

Thema
Boris Schmidtgall

Astrobiologie – Warum wir im All nicht alleine sind

In den letzten Jahrzehnten kristallisierte sich eine neue wissenschaftliche Disziplin heraus: die Astrobiologie. ...

Thema
Aufnahme des Sternentstehungsgebiets NGC 3324 im Carinanebel

James-Webb-Weltraumteleskop – Widerlegt es den atheistischen Urknall?

Zahlreiche Wissenschaftler – auch atheistische, naturalistische – wissen, dass es grosse Probleme mit der Idee des ...

Thema
Aufnahme des Sternentstehungsgebiets NGC 3324 im Carinanebel

Streiten oder Staunen? – Das James-Webb-Teleskop und die Faszination des Weltraums

Gerade liefert das neue James-Webb-Teleskop fantastische Bilder aus dem All. Und während die einen damit den Beweis des ...