Gute Stimmung trotz Problemen? – Ruhig bleiben in Krisen

Die Situation ist widersprüchlich: Corona hat sich noch lange nicht verabschiedet und der Ukraine-Krieg tobt unverändert weiter. Und doch geniessen viele Menschen das Ende von nervigen Corona-Regeln und die schönen Sonnentage.
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Freunde im Sommer

Die Situation ist widersprüchlich: Corona hat sich noch lange nicht verabschiedet und der Ukraine-Krieg tobt unverändert weiter. Und doch geniessen viele Menschen das Ende von nervigen Corona-Regeln und die schönen Sonnentage.

So passt die momentane Leichtigkeit nicht so ganz zu den aktuellen Entwicklungen und zum Teil sehr heftigen Herausforderungen, die es in vielen Bereichen des Lebens gibt.

Probleme über Probleme

Hier nur ein Ausschnitt der aktuellen Probleme: Inflation und drastische Preiserhöhungen (nicht nur bei Strom, Erdöl, Benzin und Gas), Lieferprobleme in vielen Bereichen, eine extrem labile wirtschaftliche Situation, Talfahrt bei den Aktien und dann auch noch die aktuellen Dürren, der Wassermangel und die Brände. Diese Liste liesse sich leicht verlängern.

Über harte Zeiten freuen?

Demgegenüber schrieb der Apostel Jakobus einmal an Christen, dass Schwierigkeiten zum Leben gehören und sogar eine Chance sein können. Jakobus bezeichnet Probleme sogar quasi als Glücksfall und drückt es in einem Brief so aus: «Betrachtet es als besonderen Grund zur Freude, wenn euer Glaube immer wieder hart auf die Probe gestellt wird. Ihr wisst doch, dass er durch solche Bewährungsproben fest und unerschütterlich wird. Diese Standhaftigkeit soll in eurem ganzen Leben ihre Wirkung entfalten, damit ihr in jeder Beziehung zu reifen und tadellosen Christen werdet, denen es an nichts mehr fehlt.» (Die Bibel, Jakobusbrief, Kapitel 1, Verse 2 bis 4).

Kurz gefasst heisst das: «Lass dich nicht mürbe machen und frustrieren, denn Probleme sind ein Weg, wie dein Vertrauen in Jesus stärker werden kann. Dadurch wirst du zum erwachsenen und starken Christ.»

Ruhe und Vertrauen sind möglich

Wenn wir in einer problem- und krisenreichen Zeit wie der jetzigen kein Spielball von Fragen, Frust, Sorgen und Ängsten sein wollen, brauchen wir eine innere Mitte, in der wir Ruhe finden und vertrauen können. Das ist nicht einfach, aber es ist sehr wohl möglich.

Jakobus ermutigte die Christen seiner Zeit, vor etwa 2000 Jahren, sich nicht irgendwie durch die Schwierigkeiten «durchzuwurschteln», sondern darüber mit Jesus zu reden: «Betet aber im festen Vertrauen und zweifelt nicht; denn wer zweifelt, gleicht den Wellen im Meer, die vom Sturm hin- und hergetrieben werden. Ein solcher Mensch kann nicht erwarten, dass der Herr ihm etwas gibt.» (Verse 6 bis 7)

Trotz Zweifel an Jesus festhalten

Wenn Jakobus sagt, dass wir nicht zweifeln sollen, meint das nicht, dass wir einen hundertprozentigen oder gar vollkommenen Glauben brauchen.

Aus meiner Sicht bedeutet es vor allem, an Jesus festzuhalten, auch bei Zweifeln und offenen Fragen. Einmal sagte genau dies ein Vater zu Jesus, als er ihn bat, seinen Sohn von einem bösen Geist zu befreien. Über den Mann heisst es in der Bibel: «Verzweifelt rief der Mann: «Ich vertraue dir ja – hilf mir doch, meinen Unglauben zu überwinden!» Für Jesus war dieser offensichtlich sehr begrenzte und eher schwache Glaube des Vaters kein Hinderungsgrund, seinen Sohn zu befreien und zu heilen.

Gebet für einen Neuanfang

Glaube ist nichts anderes, als Jesus zu vertrauen. Bildlich gesprochen: die eigene Hand in die von Jesus legen. Wir brauchen keine krassen Glaubenshelden zu sein, aber wir können uns dazu entscheiden, Jesus zu vertrauen. Sie können das tun, indem Sie Jesus zum Beispiel Folgendes sagen: «Jesus, du bist mir noch fremd, aber ich will dich kennenlernen. Vieles verstehe ich nicht, aber ich möchte lernen, dir zu vertrauen. Bitte komm jetzt in mein Leben. Bitte hilf mir, dir zu vertrauen in dieser schwierigen Zeit.»

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