Faktencheck Christentum – Rassismus loszuwerden ist gar nicht so einfach

Auch wenn viele der Meinung sind, das Rassismusproblem sei gelöst, gibt es auf der ganzen Welt immer noch Rassimus. Sogar in diversen Religionen. Wie sieht das beim Christentum aus?
Unsplash / Benjamin Finley
Stopp Rassismus

Wer glaubt, dass der moderne aufgeklärte Mensch keine Probleme mit Rassismus habe, täuscht sich gewaltig. Die meisten Aufklärer haben zwar gleiche Rechte für die unteren Schichten ihrer eigenen Völker gefordert, aber die Sklaverei bejaht, mit der Begründung, dass es minderwertige Völker gebe. Und als dann im 19. Jhd. die Evolutionstheorie Darwins ihren Siegeszug antrat, bot sie eine ideale Plattform, um erst recht andere Rassen als unterentwickelt zu sehen. Dies wiederum gab eine willkommene Rechtfertigung für die weltweite Unterdrückung anderer Völker im Zeitalter der Kolonialisation. Als Westeuropa über die Welt herrschte, führte diese Entwicklung fast automatisch zu den Weltkriegen. Denn es musste ja nun noch geklärt werden, welches der europäischen Völker denn nun das Überlegenste sei.

Nazismus und Kommunismus sind die Kinder der Vermählung von Aufklärung und Darwinismus. Durch die von der Aufklärung geforderte Auflösung früherer Gesellschaftsstrukturen fiel es leicht, ganze Völker gleichzuschalten. Dadurch wurde es umso einfacher, mit Darwin Teile der eigenen oder ganze fremde Ethnien als unterentwickelt und hinderlich zu erklären. Da der Mensch nicht mehr als objektiv wertvoll gesehen wurde, fiel Völkermord umso leichter. Ja, er erschien sogar als eine fortschrittliche Tat auf dem Weg zu einer höheren Entwicklung.

Praktische Gründe, keine Überzeugung

Tatsächlich haben wir heute in Europa, verglichen mit anderen Kontinenten, eine erfreulich tolerante Gesellschaft. Doch lassen wir uns nicht täuschen. Der Grund ist einfach, dass der Rassismus unserer Väter zu furchtbaren Katastrophen geführt hat. Wir erleben zudem, dass wir durch die Zusammenarbeit weiterkommen als durch Abschottung. Das sind praktische Gründe. Eine tiefe Überzeugung, dass Rassismus falsch sei, hat Europa nicht. Solange die Evolutionstheorie hier herrscht, kann Rassismus jederzeit wieder obsiegen.

Als ich Guinea besuchte, war ich schockiert über das Ausmass von Rassismus. Es ist dort jederzeit damit zu rechnen, dass ganze Gruppen urplötzlich über Mitbürger anderer Stämme herfallen und sie umbringen. Und in vielen afrikanischen Staaten ist es ähnlich. Auch im Nahen Osten kämpfen nicht nur religiöse Minderheiten, sondern sogar ganze Völker wie Kurden und Juden um ihr Überleben. Der Grund? Purer Rassismus.

Rassismus in den Religionen

Mohammed erklärte gemäss den islamischen Hadithen, er sei der beste Mensch aller Zeiten, seine Familie die Erhabenste und sein Volk das Nobelste. Das sind direkt rassistische Aussagen. Nur wer arabisch spricht, gilt als kompetenter Muslim und nur wer so lebt, wie die Araber, gilt als echter Nachfolger Mohammeds. Damit ist Rassismus ins Herz einer der grössten Religionen dieser Welt geschrieben.

Ganz anders, aber nicht weniger rassistisch ist der Hinduismus, wo noch heute Menschen ermordet werden, weil sie über die Kastengrenzen hinaus geheiratet haben.

Keinen Rassismus gibt es gemäss der Bibel, denn dort gibt es nur eine Rasse. Gemäss der Thora stammen alle Menschen von einem einzigen Ehepaar ab. Wenn Völker bekämpft wurden, dann nicht wegen ihrer Abstammung, sondern wegen ihrer Schuld. Aber schlussendlich ist die Bibel das Buch, das alle Rassengrenzen überwindet und im neuen Testament Menschen aus allen Völkern zu einem neuen Gottesvolk zusammenführt.

«Ich war ein Fremder»

Jesus stellte sich so sehr gegen allen Rassismus, dass er sich selber mit einem Fremden vergleicht. Beim jüngsten Gericht wird er gemäss Matthäus Kapitel 25 sagen: «Ich war ein Fremder und ihr habt mich aufgenommen.» Obwohl er durch und durch Jude war, konnte er sich mit Ausländern identifizieren. Ja, er machte sogar einen von ihnen zum Helden, indem er sagte: «Einen solchen Glauben habe ich in Israel nicht gefunden.» (Matthäus Kapitel 8, Vers 10)

Lange vor Hitler und Stalin hat auch Jesus seine Jünger in alle Welt geschickt. Aber nicht um sie zu erobern oder zu zerstören, sondern um Frieden zu wünschen, die Kranken zu heilen, die Menschen von der Herrschaft der Dämonen zu befreien und sie zur Umkehr zu führen. Christen mögen rassistisch sein, aber wahre Jünger Jesu nicht, denn Jesus hat ausdrücklich die Liebe zu allen Menschen proklamiert. So wie schon vor Urzeiten der Prophet Elisa den gegnerischen syrischen General Naemann von Aussatz heilte und der Prophet Jona ausgesandt wurde, um ausgerechnet den Erzfeind Ninive zu segnen, sind auch heute Millionen von in Jesus verliebten und mit dem Heiligen Geist erfüllten Menschen unterwegs, um irgendwo irgendeinem Menschen die Liebe des Heilandes weiterzugeben. Diese zu Unrecht Verachteten geben der Welt in Wirklichkeit unendlich viel Gutes.

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