Endlich wieder mal entrümpeln – «Nur mutig weg damit!»

Es geht sehr schnell: Aus Habseligkeiten wird Gerümpel. Kleidung, die nicht mehr passt, ungeliebte Geschenke, unpraktische Haushaltswaren – und die sich jetzt stapeln und Sie belasten. Höchste Zeit, mal wieder zu entrümpeln!
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Aufräumen

Es geht sehr schnell: Aus Habseligkeiten wird Gerümpel. Kleidung, die nicht mehr passt, ungeliebte Geschenke, unpraktische Haushaltswaren – und die sich jetzt stapeln und Sie belasten. Höchste Zeit, mal wieder zu entrümpeln!

Ein Profi-Entrümpler ist Werner Tiki Küstenmacher. Der evangelischer Pfarrer ist Autor des Bestsellers «symplify your life», in dem er Tipps gibt, wie das Leben, Aufräumen und Entrümpeln ganz leicht wird.

Grundregeln beim Entrümpeln

Küstenmacher empfiehlt: «Man sollte sich nicht zu viel vornehmen, sondern ganz klein anfangen: eine Schublade, ein Fach im Regal, und sich langsam vorarbeiten bis zum kompletten Kleiderschrank oder dem Schreibtisch.

Diese begrenzte Einheit dafür radikal entrümpeln! Also: alles raus, das Behältnis schön saubermachen und den leeren Raum auf sich wirken lassen. Dadurch wird man von selbst den ganzen Plunder nicht wieder hinein- oder hinaufladen, wie vorher.

Wenn man erst einmal im Abschiedsmodus ist, geht es wirklich leicht. Klar, ein paar Sachen wird man später vermissen. Aber das ist ein kleiner Schmerz, verglichen mit dem grossartigen Gefühl der Freiheit, sich von Unmengen unnützen Plunders befreit zu haben!»

Warum es schwer fällt auszumisten

Darauf weiss der Pfarrer eine Antwort: «Wir sind über die Dinge mit bestimmten Menschen und Erinnerungen verbunden. Das ist eigentlich etwas Gutes, aber wenn es zu viele solcher Verbindungsfäden gibt, verheddern wir uns darin wie in einem Spinnennetz.

Ich rate dazu, ein paar Erinnerungsstücke aufzuheben, sie aber im Volumen zu verringern: Ein schönes Buch von Uropa aufheben, nicht die ganze Bibliothek alter Schinken, die keiner mehr lesen kann.

Oft wagen Menschen aus ökologischen Gründen das Wegwerfen nicht. Aber indem Sie beispielsweise einen Riesenvorrat alter Klamotten horten, ist das Umweltproblem nicht gelöst, sondern nur aufgeschoben. Also: Mutig weg damit, wir haben hervorragende Recyclingsysteme, Sozialkaufhäuser, Wertstoffannahmestellen.»

Was die Bibel über Ordnung machen sagt

Küstenmacher bringt hier das «Gleichnis vom verlorenen Groschen», in der eine Frau ein Geldstück verliert und alles auf den Kopf stellt, um es wieder zu finden. «Ich liebe dieses Gleichnis», so Küstenmacher. «Da sieht man, dass das mit dem Kleinkram des Alltags auch vor zwei Jahrtausenden schon Thema war. Für mich steckt darin der Hinweis: Es ist lohnend, sich auch um die kleinen Dinge liebevoll zu kümmern, denn daraus kann viel Glück und Zufriedenheit entstehen.»

Prinzipielle Tipps gegen das Chaos

Wenn Gegenstände immer wieder wahllos herumliegen, kann es nur daran liegen, dass es keinen klar definierten Aufbewahrungsort dafür gibt. Oder er ist schlecht zu erreichen, zu voll oder einfach unpraktisch.

Sorgen Sie dafür, dass Schubladen oder Schränke niemals bis zur Oberkante gefüllt sind. Gehen Sie die Aufbewahrungsmöbel durch und sortieren Sie alles aus, was Sie nicht regelmässig benutzen. Lagern Sie zum Beispiel Klamotten, die in eine andere Jahreszeit gehören, in einer Kiste in einem anderen Raum.

Werfen Sie weg, was angekratzt, angeschmuddelt oder anderweitig beschädigt ist. Sortieren Sie Haushaltsgeräte wie Raclettegrill oder Eierkocher aus, wenn Sie diese ein Jahr lang nicht benutzt haben. Behalten Sie nur so viel Tupperware, wie Sie wirklich benötigen.

Ein hilfreicher Tipp zum Schluss: Räumen Sie regelmässig auf. Dann häufen sich keine Berge unüberwindbar erscheinender Arbeit an.

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