Autorität – Leiterschaft, die Gott gefällt

Einer der gefährlichsten Aspekte von Leiterschaft ist die damit verbundene Autorität. Gebrauchen Leiter ihre Autorität auf eine Art und Weise, die Gott ehrt? Es gibt drei Gründe, weshalb die Frage nach der Anwendung von Autorität wichtig ist: 1. ...

Einer der gefährlichsten Aspekte von Leiterschaft ist die damit verbundene Autorität. Gebrauchen Leiter ihre Autorität auf eine Art und Weise, die Gott ehrt?Es gibt drei Gründe, weshalb die Frage nach der Anwendung von Autorität wichtig ist: 1. Leiter brauchen Autorität! Um zu leiten, müssen Leiter Autorität anwenden. Autorität wurde als "die Befugnis", Macht zu benutzen" definiert. Leiter benötigen Macht, wenn sie auf die Nachfolger einwirken wollen, damit sie Gottes Absichten, zu der Gott die Gruppe berufen hat, erfüllen können. Doch der Machtmissbrauch ist oft nahe liegend. Ein besseres Verständnis von Autorität, steigert die Chance, dass Autorität nicht missbraucht wird und dass sich junge Menschen erfolgreich entwickeln können. 2. Konflikte in Gemeinden blockieren oder hindern deren Wachstum und Entwicklung. Häufig entstehen Konflikte im Zusammenhang, wie Leiter ihre Autorität gebrauchen, missbrauchen oder nicht annehmen. Wenn man weiss, wie man Autorität anwenden kann, so dass sie Gott gefällt, kann man viele Konflikte in der Gemeinde vermeiden helfen. 3. Es gibt Gemeinden, deren Schwerpunkt der apostolische Dienst ist. Was beunruhigt, ist die Frage nach der apostolischen Autorität. In einer solchen Position ist der "Leiterschafts-Missbrauch" sehr hoch. Missbrauch von Autorität hat in der Kirche über Jahre hinweg viele Probleme verursacht. Gott möchte sicher, dass Korrektur und klare biblische Prinzipien wieder in den Fokus gerückt werden. Der Apostel Paulus schrieb vor fast 2000 Jahren einen Brief an die Gemeinde in Korinth, der wichtige Teile der Dynamik hinsichtlich Leiterschaft verstehen lernt. In seinem ersten Brief setzte er sich mit Problemen auseinander, die in der sich weiter entwickelnden Gemeinde auftauchten. Im zweiten Brief beschäftigte er sich mit seiner Autorität als Leiter.

Liebe zu den Nachfolgern

Leiterschaft muss auf der Liebe zu den Nachfolgern basieren (2. Korinther 2, 4; 5,14; 6,6). Die Liebe von Paulus zu den Menschen dieser Gemeinde war die primäre Motivation seiner Handlungen. Wenn man Autorität als Leiter auf eine Gott ehrende Art und Weise anwenden will, muss Liebe zu den Menschen die Hauptmotivation für die eigenen Worte und Handlungen sein. Paulus schrieb, dass Liebe geduldig und freundlich ist. Sie beneidet nicht, prahlt nicht und ist nicht überheblich. Sie ist weder verletzend noch auf sich selbst bedacht. Sie ist nicht reizbar und nachtragend. Sie freut sich immer an der Wahrheit, erträgt alles, glaubt alles, hofft alles, hält allem Stand. Treffen diese Beschreibungen der Liebe auf die Anwendung eigener Autorität als Leiter zu? Was würden unsere Nachfolger über uns sagen?

Einen göttlichen Charakter

Ein göttlicher Charakter ist unbedingt erforderlich, wenn man Autorität als Leiter auf eine gute Art und Weise ausüben will (siehe 2. Korinther 1, 13/ 2, 17/ 6,3/ 7,2). In seinem Brief nahm Paulus immer wieder Bezug auf seinen eigenen Charakter. So forderte er die Korinther auf, sich zu erinnern, wie er sich bei ihnen verhalten hat. Er hat die "Wahrheit Gottes" nicht verkauft, um damit Geld zu machen. Er lebte offen und ehrlich mit den Menschen. Er war vorsichtig, damit er nicht etwas tat, was es den Menschen erschweren würde, zu Gott zu kommen. Er hat kein Unrecht getan. Die Verteidigung seiner Autorität als Leiter beruht auf seinem Charakter.

Nachfolger aufbauen

Umsichtig betont Paulus, dass er für die Leute in Korinth ein Sklave war. Er hatte keinen finanziellen Gewinn und keine Position als Leiter inne. Deshalb kann er sagen: "Meine Autorität als Leiter soll nur dazu dienen, euch aufzubauen und nicht, um euch niederzureissen". (2. Korinther 2,4 / 5,14 / 6,6). Das ist eine echte Herausforderung. Es ist so einfach, Menschen anzuschauen und sich vorzustellen, wie sie einer Vision dienlich sein können - die Dinge zu tun, die uns wichtig sind. Eine solche Haltung ist aber das Gegenteil dessen, wovon Paulus spricht. Seine Rolle als Leiter bedeutete, alles ihm mögliche zu tun, um andere Menschen aufzubauen. Die Methodologie eines Leiters ist in Schwachheit, zerbrochen und unter Druck zu leben. Dadurch wird die Kraft Christi entdeckt. Das befähigt wiederum, anderen zu dienen. So sah der Dienstbeschrieb von Paulus aus. Er folgte dem Leiterschaftsmodell, das Jesus seinen Jüngern vorgelebt hatte. Gekürzt: Livenet.ch

Autor: Richard W. Clinton

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