«Lass meine Kinder frei» – Jesus begegnet Gefängniswärter im Traum

Zwei Pastoren und zwei neubekehrte Christen mussten im Nahen Osten wegen ihrem Glauben ins Gefängnis. Doch hinter Gittern erlebten sie Gunst bei einem hochrangigen Beamten der Strafanstalt, dem Jesus mehrfach im Traum erschienen war.
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Gefängnisgebäude Evin im Nahen Osten

Zwei Pastoren und zwei neubekehrte Christen mussten im Nahen Osten wegen ihres Glaubens ins Gefängnis. Doch hinter Gittern erlebten sie Gunst bei einem hochrangigen Beamten der Strafanstalt, dem Jesus mehrfach im Traum erschienen war.

Zwei Pastoren hatten mit zwei Menschen, die sechs Monate zuvor den christlichen Glauben angenommen hatten, in der Bibel gelesen, als die Polizei den Raum stürmte, sie schlug und dann mitnahm. Die beiden Pastoren arbeiteten für das Werk «Bibles for Mideast», berichtet der «Gospel Herald».

Die vier Christen wurden der «Blasphemie gegen den Propheten» beschuldigt und bezichtigt, «Muslime zu einer falschen Religion zu führen». Das Scharia-Gericht befand sie für schuldig.

In den kommenden beiden Tagen wurden sie im Gefängnis brutal geschlagen, während ihre Hände an eine Stahlstange festgezurrt und ihre Köpfe nach vorne geneigt waren. Pro Tag wurde ihnen nur ein Stück Brot zugereicht.

Leben auf der Erde vorbei?

Einer der Pastoren sagt, dass er nicht damit rechnete, lebendig aus diesem Gefängnis zu kommen, er ahnte bereits die Todesstrafe voraus. Trotz der Folter fanden die vier Trost durch Jesus und sie hielten fest: «Das Blut von Jesus ist unser Sieg.» Freunde und Bekannte der vier beteten und fasteten.

Am dritten Tag ihrer Haft wurden die vier von einem hochrangigen Gefängnisbeamten besucht. Dieser behandelte sie gut. Er ordnete an, dass sie losgebunden werden und Essen erhalten. Danach verschwand er wieder in seinem Büro. Die vier blieben verblüfft zurück.

Jesus erscheint Offizier

«Wir hatten gedacht, dass er kommt und vom Entscheid berichtet, dass unser Leben auf dieser Erde vorbei ist.» Sie schlossen nicht aus, dass die nette Behandlung aus diesem Grund erfolgte.

Am Abend kam der Offizier erneut – und er fragte, ob sie für ihn beten können. Bald stellte sich heraus, dass Jesus diesem Mann in den vorangegangenen Tagen im Traum erschienen war. Er war in grosser Herrlichkeit auf einem Thron zu sehen. Helles Licht umgab ihn und darum herum Millionen von Engeln. Jesus erhob seine durchbohrte Hand und deutete auf den träumenden Gefängnis-Offizier.

«Sie sind mein Augapfel»

In den folgenden beiden Nächten wiederholte sich der Traum. Seine Träume trieben ihn dazu, dass er mehr über Jesus wissen wollte. So begann er, im Internet über ihn zu lesen.

In der vierten Nacht folgte ein anderer Traum. Wieder erschien Jesus. Er sagte: «Meine Kinder werden in deinem Gefängnis gefoltert. Sie sind mein Augapfel.»

Und so entschied der Beamte, die vier aufzusuchen. In den nächsten drei Tagen suchte er sie immer wieder auf, um mit ihnen über Jesus zu sprechen. Dann traf er die Entscheidung, Christus als Herrn und Erlöser anzunehmen.

In der Residenz

Zunächst schrieb er ein Entlassungspapier für die vier Christen aus, was vom Gericht abgelehnt wurde. Nachdem er jedoch Berufung einlegte, konnten die vier das Gefängnis verlassen. Er lud die Christen in seine kleine Residenz ein. Sie erhielten ein gutes Essen und er fragte sie, ob sie ihn taufen könnten. Die beiden Pastoren kamen dem Wunsch nach, ebenso wurden die beiden mit ihnen zuvor eingekerkerten Gläubigen getauft.

Dann fuhr der Gefängniswärter die Männer persönlich nach Hause. Er ermutigte sie, weiter für Gott zu arbeiten und bat sie, vorsichtig zu sein.

Die vier danken all jenen, die für sie gebetet haben. «Unser Herr Jesus Christus ist es wert, gepriesen zu werden. Ehre und Ruhm gebühren ihm für immer.»

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