Innehalten und still sein – Drei gute Gründe, mal die Klappe zu halten

Es ist einfach, viel zu kommunizieren, Kommentare zu posten und schnell zu antworten. Doch die Bibel empfiehlt, sorgsam mit Worten umzugehen. Warum dieser Rat gut für einen selbst ist und auch in Beziehungen hilft, verraten wir hier…
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Älterer Mann macht die Schweige-Geste

«Wer seinen Mund hütet und seine Zunge bewahrt, der erspart seiner Seele manche Not», so steht es im weisen Buch der Sprüche, in Kapitel 21, Vers 23. Und nicht nur in diesem Vers ermutigt die Bibel, die eigenen Worte wohl zu überlegen und sorgsam damit umzugehen. Auch wenn es in unserer Gesellschaft so scheint, als würde sich immer der Lauteste durchsetzen, macht es dennoch Sinn, gelegentlich innezuhalten, statt einfach loszuplappern. Wir haben drei Situationen gefunden, in denen Schweigen wahrlich Gold ist:

Aus Respekt vor dem Gegenüber

Wer im Gespräch schnell kontern will, formuliert in Gedanken schon Antworten, während der andere noch spricht. Der Fokus liegt also nicht auf dem, was der andere sagen möchte, sondern bei mir und meinen Gedanken. Mit anderen Worten: Was der andere sagt, ist mir nicht so wichtig – Hauptsache, ich werde gehört. Das ist respektlos und eine ungute Grundhaltung für echte Beziehungen.

Entscheiden Sie sich in Gesprächen, innezuhalten und auch mal still zu sein. Hören Sie Ihrem Gegenüber aufmerksam zu und versuchen Sie zu verstehen, was in dem anderen vorgeht und was er sagen will. Sie werden sehen, wie Ihre Gespräche dadurch an Tiefe gewinnen und wie Beziehungen wachsen können.

Aus Selbstschutz

«Selbst einen Dummkopf könnte man für klug halten, wenn er sich nicht durch seine eigenen Worte verraten würde», so steht es in Sprüche, Kapitel 17, Vers 28. Tatsächlich steckt hier ein ziemlich guter Rat dahinter. Wenn man von einem bestimmten Thema keine Ahnung hat, ist man besser beraten, dazu zu schweigen. Versuchen Sie nicht, sich in der grossen Runde zu beweisen. Wenn Sie in dem Moment nichts Fundiertes einwerfen können, dann lassen Sie es. Wenn Sie direkt angesprochen werden, können Sie immer noch sagen: «Dazu hab ich mir noch nicht ausreichend Gedanken gemacht», und andere bitten, etwas zu erklären.

Um Gottes Reden zu hören

Manchen Menschen ist Stille unangenehm. Und so reden sie auch dann, wenn sie eigentlich nichts zu sagen haben. Oder sie vermeiden auf andere Weise die Stille. Radio, Fernsehen, Internet – es gibt genug Mittel, um sich immer beschallen zu lassen. Aber wer Stille vermeidet, vergibt die Chance, Gott zu hören. Manchmal möchte Gott zu uns reden. Antworten auf Fragen geben. Bestimmte Bereiche in unserem Leben ansprechen. Uns Ideen und Inspiration schenken. Und die Möglichkeit geben, Gefühle zu sortieren. Gönnen Sie sich jeden Tag ein paar Minuten Stille. Geben Sie Gott Raum in Ihrem Leben. Und hören Sie hin, was Jesus Ihnen sagen möchte.

Bei diesem Artikel handelt es sich um eine Neuauflage. Er erschien zuerst am 23.04.2017 auf Jesus.ch

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