Inspiration – Die Freude, den Horizont zu erweitern

Ein Feuerwerk von Ideen. Konzepte mit Hand und Fuss. Praktische Tipps, Buchempfehlungen. Mein Kugelschreiber rauchte. Mit dem Aufschreiben kam ich kaum hinterher. Mein Hirn qualmte ebenfalls. Ein Ratgeber von Kerstin Hack zum Thema Inspiration.

Ein Feuerwerk von Ideen. Konzepte mit Hand und Fuss. Praktische Tipps, Buchempfehlungen. Mein Kugelschreiber rauchte. Mit dem Aufschreiben kam ich kaum hinterher. Mein Hirn qualmte ebenfalls. Eine Begegnung ganz nach meinem Geschmack. Peter I. Tschaikowsky sagte einst über dieses Thema: «Die Inspiration ist ein solcher Besucher, der nicht immer bei der ersten Einladung erscheint.»

Das passiert mir selten, dass mich ein Mensch so extrem inspiriert, wie ein neuer Bekannter kürzlich bei einem Treffen in einem Café. Normalerweise bin ich diejenige, die andere inspiriert. Das tue ich leidenschaftlich gern. In Gesprächen, bei Beratung und durch Vorträge ebenso wie in Büchern, Blogs und Tweets.

Doch genauso geniesse ich es, wenn andere meinen Horizont erweitern. Vielleicht kann ich nur deshalb so intensiv inspirieren, weil ich selbst jede Gelegenheit nutze, um mich inspirieren zu lassen.

Inspiration bedeutet wörtlich «Beseelung» oder das «Einhauchen von Geist» (Spiritus). Im Allgemeinen versteht man darunter, dass man eine göttliche oder kreative Eingebung, einen unerwarteten Einfall oder einen Ansatz für künstlerisches Schaffen hat.

Inspiration suchen

Inspiration ist besonders gefragt, wenn man feststeckt und es an Ideen fehlt, wie man weiterkommen kann. Findet man dann Inspiration, ist das Gold wert. Inspiration ist mir schon an den unterschiedlichsten Orten begegnet: spontan auf Spaziergängen, in einer Kunstausstellung, einem Museum oder bei Gesprächen.

Plötzlich war der entscheidende Gedanke oder die Lösung da. Oder eine ganz neue Idee. Ob einen im entscheidenden Moment die Muse küsst, kann man nicht voraussagen. Doch man kann aktiv die Chance für Begegnung mit der Inspiration erhöhen. Das gelingt am erfolgreichsten, wenn man seine Speicher mit Ideen und hilfreichen Informationen füllt.

Man kann bewusst das aufgreifen, was einem ohnehin begegnet. Ich habe immer ein Notizbuch oder Mobiltelefon mit Notizfunktion dabei, um notieren zu können, was mir auffällt. Das kann ein Zitat sein, ein Gedanke oder ein Buchtipp. Auch ein Möbelstück, das besonders interessant gestaltet ist.

Zu Hause kommt das dann in die Zitate-Sammlung, den Veranstaltungskalender oder zu konkreten Projekten. Oder auch in die allgemeine Abteilung für gute Ideen. So wächst mein Inspirationspool ständig. In meiner Inspirationsmailgebe ich manche der Ideen auch an andere weiter.

Neben dem Aufgreifen von Zufallsfunden ist es hilfreich, gezielt nach Inspiration zu suchen, z. B. indem man googelt, recherchiert, sich mit inspirierenden Menschen trifft und ihre Webseiten oder Bücher liest.

Ideen ausbrüten

Damit aus dem Haufen von Inspiration am Ende gute Ideen werden, ist die sogenannte Inkubationszeit nötig. In der Medizin bezeichnet der Begriff die Phase zwischen dem Empfangen eines Keimes oder Erregers bis zum Ausbruch der Krankheit. Da wächst etwas im Verborgenen. Bei Ideen-Keimen ist das nicht anders. Eine Same fällt in uns und es braucht Zeit, bis sich daraus die zündende Idee entwickelt.

Ab und zu ist der beste Weg von der Inspiration zur Idee, gar nichts oder etwas relativ Entspannendes zu tun. Die Forschung hat herausgefunden, dass abwechselnde rechts-links-Bewegungen (etwa beim Spazierengehen, Kajak-Fahren oder Trommeln) dazu führen, dass Stress verarbeitet und das Gehirn freier für neue Ideen wird.

Wenn der Inspirationspool gut gefüllt ist, kann das Gehirn zu seiner aus der Fülle der Infos ein paar neue Ideen zu kreieren. Heureka!

Praxistipps

  • Überlegen Sie: In welchen Situationen erleben Sie es besonders häufig, dass Sie die Inspiration trifft? Was möchten Sie tun, um öfter solche inspirierenden Momente zu erleben?
  • Festhalten: Besorgen Sie sich ein Notizbuch oder nutzen Sie Ihr Mobiltelefon, um Inspirierendes festzuhalten.
  • Faulsein: Tun Sie eine Weile lang gar nichts. Und lassen Sie sich davon überraschen, ob Ideen sprudeln. Sie können auch abends vor dem Einschlafen kurz darüber nachdenken (nicht grübeln!), für welches Problem Siee eine Lösung brauche . Vielleicht finden Sie diese über Nacht.

Buchtipp
Alex Pang: Pause. Tue weniger, erreiche mehr.

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