Zum Start ins neue Jahr – Anstösse zu einer Kultur des Förderns – aus Sicht von Jesus

Jesus war ein Meister darin, die Menschen in seinem Umfeld für mutige Taten freizusetzen. Er schaffte eine «Kultur des Förderns», von der auch wir viel lernen können. Toni Nyffenegger von der BewegungPlus hat sich vertieft damit auseinandergesetzt.

Jesus war ein Meister darin, die Menschen in seinem Umfeld weiterzubringen und für mutige Taten freizusetzen. Er schaffte eine «Kultur des Förderns», von der auch wir viel lernen können. Toni Nyffenegger von der BewegungPlus hat sich vertieft damit auseinandergesetzt.Mit einer Gruppe von Leuten, die alle «nicht vom Fach» waren, beeinflusste er die Welt am nachhaltigsten positiv. Es ist eine fast unglaubliche Geschichte: Er liess Menschen erahnen, dass sie etwas vermögen, was ihre Realität bei weitem übersteigt. Nicht ihre Fähigkeiten standen im Vordergrund, sondern ihre Verfügbarkeit. Menschen, die offen für göttliche Überraschungen und fähig sind, sich zu verschenken, schreiben Geschichte.

Jesus nannte seine Jünger Freunde

Er wollte, dass seine Jünger ihm nahe sind, und er wollte offensichtlich auch ihnen nahe sein. Er teilte sein Leben mit seinen Freunden. Wir wissen nicht, wann er sie in den Feierabend oder in die Ferien entliess und ob sie eine Fünftagewoche hatten. Er war einfach mit ihnen unterwegs. Sie wussten lange nicht, wohin der Weg führt – und als es zunehmend sichtbarer wurde, erwies er sich als existentielle Herausforderung. Das kannst du nur mit Freunden machen. Nur sie lassen sich auf so etwas ein.

Jesus kommunizierte und konfrontierte offen

Er konfrontierte seine Freunde mit ihrer Realität, zu der oft der fehlende Glaube gehörte. Er sprach ihre Ängste an, die dahintersteckten. Er wollte, dass sie ihr Leben frei von Ängsten und anderen Einschränkungen gestalten konnten. Er forderte Sie mit Aufgaben heraus, die ihnen zu gross schienen. Als Petrus Jesus retten wollte, musste er sich sagen lassen, dass er damit dem Satan diene. Schliesslich hielt Jesus auch nicht geheim, dass seine besten Freunde eingeschlafen waren, während er seinen entscheidenden Gebetskampf führte.

Jesus schenkte seinen Weggefährten grosses Vertrauen

Er konnte die Jünger bedenkenlos ziehen lassen, weil er Vertrauen in sie hatte und weil er wusste, dass der Heilige Geist durch sie wirkt. Sie waren erfolgreich und erschienen im Grossformat in den Lokalzeitungen und am Fernsehen. Er selbst war nicht dabei und hatte auch keine Probleme damit. Im Gegenteil: Als sie ihre Erfolge aufzählten, sagte Jesus zu ihnen: «Ich sah den Satan wie einen Blitz vom Himmel fallen.» Zugleich wies er sie darauf hin, dass ihre Kraft nicht aus ihnen selbst stammt und ihre Erfolge nicht das Wichtigste sind, sondern die Tatsache, dass ihre Namen bei Gott registriert sind.

Jesus betete für seine Leute

Wer Einfluss nehmen will ohne Anteil zu nehmen, wird auf die Dauer missbräuchlich. Jesus hat vor ihrer Berufung für seine Jünger gebetet, aber auch später. Er liess Petrus wissen, dass er für ihn beten werde, wenn er in die Krise gerät. Sein Gebet in Johannes Kapitel 17 ist eine leidenschaftliche Fürbitte für seine Jünger. Er wusste um ihre Herausforderungen von innen und aussen und schützte sie.

Jesus gab sein Leben für seine Freunde

Mehr konnte er nicht für sie tun. Wenn wir miteinander vorankommen wollen, lassen wir uns selbst los und verschenken uns. Wir geben unsere Zeit, lassen eigene Vorlieben, öffnen unseren Geldbeutel und unser Haus. Wenn wir frei sind von uns selber, kann das Reich von Gott sich ausbreiten.

Fazit: Wir bringen einander weiter...

...wenn wir mit dem Besten im Bund sind

Wenn die Fähigkeiten der Menschen im Vordergrund stehen, sind wir in Gefahr sie auszubeuten, was über Kurz oder Lang Sprengpotential entwickelt. Es geht immer um den Menschen und wie wir ihm am besten dienen können – und eben nicht, wie er uns am besten dienen kann, obwohl er dies vermutlich tut, wenn wir sein Bestes suchen.

...wenn wir echt sind

Liebe und Wahrheit gehören zusammen. Jesus verbrachte sehr viel Zeit mit seinen Jüngern. Er teilte sein Leben mit ihnen, aber lebte keine Kuschelkultur mit ihnen. Zu seiner Freundesliebe gehörte die Konfrontation, denn Liebe ohne Konfrontation ist Verführung. Wir geben Menschen vor, dass sie auf dem richtigen Weg sind, auch wenn es nicht so ist. Das hindert Wachstum und Entwicklung. Als Gesandte für Gottes Reich brauchen wir die Konfrontation unserer Täuschungen.

...wenn wir dem Heiligen Geist Raum geben

Wir können und sollen Menschen durch unser Vorbild, durch Ausbildung, Vertrauen und Bevollmächtigung fördern. Der grösste Förderer ist aber Gott selbst. Gott beruft Menschen und befähigt sie durch seinen Geist zum Dienst. Wir sind «nur» seine Mitarbeiter, aber wir sind es! Weil das so ist, bleiben wir bescheiden und voller Mut mit Menschen unterwegs. Der Bezugsrahmen für die Förderung ist das Reich Gottes, nicht unsere Vision. Im Reich Gottes jubeln «Kinder und Unmündige».

...wenn wir respektvoll miteinander umgehen

Wir sind alle Glieder am Leib von Jesus Christus. Er drückt sich in jedem Menschen auf einmalige Weise aus. Das macht deutlich, wie wichtig der achtsame Umgang mit meinen Nächsten ist – und betende Anteilnahme. Das ist die Vorbedingung für offene und wahre Beziehungen.

...wenn wir lernfähig bleiben

Niemand kann mich weiterbringen, wenn ich es nicht zulasse. Ich kann Menschen nicht langfristig weiterbringen, wenn ich selbst nicht offen bin zu wachsen. Der Heilige Geist öffnet verschlossene Türen. Wenn wir uns ihm überlassen, müssen wir keine Gewalt anwenden – nicht bei uns und nicht bei andern. Gott schenkt das Wachstum.

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