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Patrick Rufer

Zum Lobpreis geschaffen – «Wir müssen wissen, wem wir begegnen»

Seit Jahrzehnten sucht der Lobpreisleiter Patrick Rufer Gottes Gegenwart. Dabei gewann er wichtige Erkenntnisse, die nicht nur ihm, sondern auch anderen Menschen zum Segen wurden.

Seit Jahrzehnten sucht der Lobpreisleiter Patrick Rufer Gottes Gegenwart. Dabei gewann er wichtige Erkenntnisse, die nicht nur ihm, sondern auch anderen Menschen zum Segen wurden.

Patrick Rufer (52) lebt in Gerlafingen, ist seit 27 Jahren glücklich verheiratet und hat fünf erwachsene Kinder. Was ihn ausmacht, ist seine Sehnsucht nach Gott. Seit vielen Jahren ringt er um geistliche Tiefe im Lobpreis – eine Reise, die ihn manche Erkenntnis gewinnen liess.

Zugang zum Allerheiligsten

Schon als Jugendlicher machte sich Patrick auf die Suche nach Tiefgang. «Ich hatte eine tiefe Sehnsucht, Gott näher zu kommen – besonders in Lobpreiszeiten.» Irgendwann erfuhr er mehr über den alttestamentlichen Tempeldienst und den Dienst der Leviten. «Mir wurde klar, dass die Leute damals keinen Zugang zum Allerheiligsten hatten, wir durch Jesus aber in Gottes heilige Gegenwart eintauchen dürfen.» Und genau von diesem Vorrecht wollte er mehr praktisch erfahren.

So viele Stunden Patrick auch in Gottes Gegenwart eingetaucht ist, so ist ihm doch bewusst, dass es noch sehr viel mehr gibt. Das Suchen nach Gottes Herz geht weiter – im Wissen, dass das Allerheiligste wirklich offensteht.

Wir dürfen in Gottes Gegenwart kommen

Eine Sache ist Patrick sehr wichtig geworden: «Es geht darum, Gott zu erkennen. Wir müssen wissen, wem wir begegnen.» Dabei spricht er ein Problem unseres «zeitgemässen» Gottesverständnisses an und meint korrigierend: «Wir dürfen nicht vergessen, dass Gott auch zornig sein kann.» Wer sich Gott nahen will, darf den Allmächtigen nicht auf die leichte Schulter nehmen.

Umso erstaunlicher, dass sich der heilige Gott nach uns sehnt. «Er freut sich, wenn wir zu ihm kommen!» Patrick stellt oft fest, dass Menschen denken, aus irgendwelchen Gründen von Gottes Nähe ausgeschlossen zu sein. «Du brauchst dich nicht zu schämen, du kannst einfach zu ihm kommen.» Gerade dann, wenn wir eigentlich Gottes Zorn verdient hätten, können wir zu ihm kommen. Schliesslich ist Gottes Gegenwart der einzige Ort, um heil zu werden. «Bei vielen braucht es in diesem Punkt ein Umdenken.»

Patrick selbst sucht Gottes Gegenwart noch immer aus dem Wissen seiner Bedürftigkeit heraus. Er kommt nicht zu Jesus, weil er sich für besonders geistlich hält, sondern weil er weiss, dass er die Nähe seines Herrn braucht und dort immer willkommen ist.

Die Gottesbeziehung der Lobpreisleiter

Konkurrenzdenken und das Bedürfnis, sich mit anderen zu vergleichen, finden sich auch unter Lobpreisleitern. Darum ermutigt Patrick sie, nicht andere zu kopieren, sondern sich auf die eigene individuelle Art des Lobpreis-Leitens zu besinnen, denn das ist es, was Gott uns geschenkt hat. «Wir müssen es akzeptieren, wenn wir die Instrumente nicht so gut beherrschen, wie irgendjemand sonst.» Vielmehr gilt es, die eigene Begabung zu entdecken und herauszufinden, welche Ergänzung nötig ist.

Der entscheidende Faktor ist aber die Gottesbeziehung des Lobpreisleiters. «Es geht um die Beziehung mit Jesus.» Das sei das Wichtigste, was ein Lobpreisleiter mitbringt. «Nicht der Leiter mit seiner Band steht im Mittelpunkt, sondern Christus.»

Zu sich selbst stehen

In den vergangenen Jahrzehnten hatte Patrick Zeit, sich selbst kennenzulernen. «Ich kann nicht speziell gut singen,» bewertet sich Patrick selbstkritisch. «Aber ich kann das, was ich tue, zur Ehre Gottes tun.» Und genau hier hat er entdeckt, welche Kraft darin liegt, einfach zu teilen, was Gott ihm anvertraut hat.

Obwohl Patrick zuweilen auch fetzige Songs spielt, hat er die Tendenz zu ruhigen, bedächtigen Liedern. «Wir leben in einer hektischen Zeit und müssen zur Ruhe kommen.» Ganz speziell betont er die Fähigkeit, sich vom Heiligen Geist leiten zu lassen und spricht von der prophetischen Gabe des Lobpreisleiters. Raum für Spontanität ist dabei wichtig. Gleichzeitig kennt Patrick auch sein Naturell: «Ich bin der Typ, der Grenzen braucht, sonst verliere ich mich.» Bei Konzerten macht er ein Drehbuch und hält sich exakt daran.

Jeder Lobpreisleiter ist anders. Aber jeder hat von Gott Fähigkeiten empfangen und Jesus auf persönliche Weise erfahren. Patrick ermutigt alle, die irgendwo Menschen im Lobpreis leiten, sich selbst treu zu sein und mit dem zu dienen, was sie empfangen haben.

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