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Cole Arthur Riley

Cole Arthur Riley – Überrascht, wie viele «Nichtchristen» beten wollen

Cole Arthur Riley suchte mit 18 Jahren, ob es vielleicht eine absolute Wahrheit gibt. Sie fand zu Jesus Christus und entwickelte die Plattform «Black Liturgies», Gebete von und für Schwarze. Was dann geschah, überraschte sie …

Cole Arthur Riley suchte mit 18 Jahren, ob es vielleicht eine absolute Wahrheit gibt. Sie fand zu Jesus Christus und entwickelte die Plattform «Black Liturgies», Gebete von und für Schwarze. Was dann geschah, überraschte sie…

«Als ich achtzehn Jahre alt war, begann ich, über Religionen nachzudenken», erinnert sich Cole Arthur Riley. «Es war in der High School nach einem Englischkurs, in dem wir über relative und absolute Wahrheit und vieles andere diskutiert hatten.»

An diesem Tag ging sie nach der Vorlesung nach Hause und machte ein paar Tagebucheinträge. «Ich hatte das Gefühl, dass es vielleicht eine übernatürliche Wahrheit gab, die mir nur nicht bewusst war oder zu der ich zu diesem Zeitpunkt keinen Zugang hatte.»

Also ging sie in die Bibliothek und nahm Bücher über die zwölf grossen Weltreligionen mit, in der Hoffnung, dass die Antwort irgendwo darin zu finden wäre.

Omas Gedicht

Kreativität war ihr schon immer wichtig. «Mein Vater hat meiner Schwester und mir von klein auf die Gewohnheit des Schreibens beigebracht. Er liess uns Gedichte schreiben und kleine Schreibwettbewerbe im Auto veranstalten, oder – und das ist das Geniale an den Eltern – wenn wir uns vor einer Aufgabe drücken wollten, konnten wir stattdessen etwas für ihn schreiben.»

Eines Tages fand sie ein Buch und auf der ersten Seite war ein Gedicht, das ihre Grossmutter geschrieben hatte. «Ich kann es nicht in Worte fassen, aber dass ihre Worte in einem Buch zu sehen waren, liess mich glauben, dass vielleicht eines Tages jemand meine Worte in einem Buch festhalten würde. Und von da an hatte ich immer den tiefen Wunsch zu schreiben.»

«Ich bin vielleicht Christ»

Ihre Familie scherze immer, dass sie als Skeptikerin geboren wurde. Sie las gerade die Bibel und war nicht überzeugt, dass Jesus göttlich war. «Vor allem, weil ich zu diesem Zeitpunkt die Bibel allein las, hatte ich nicht das Gefühl, dass die Bibel wirklich ausdrücklich sagt, dass Jesus Gott ist. Ich habe das mit meinem achtzehnjährigen, einsamen Gehirn gelesen. Ich las das und dachte: Warum sagen die Leute das? Warum sagen die Leute, dass dieser Mann Gott war?»

Im Laufe der Zeit änderte sich dies. «Als ich anfing, Jesus wirklich als göttlich zu betrachten, ging ich am College zu einem meiner besten Freunde, der gerade Christ geworden war, und sagte ihm: 'Ich glaube, ich bin vielleicht Christ.' Und er sagte: 'Weisst du, ich glaube, wenn man Christ ist, muss man in die Kirche gehen.' Und so sagte ich: 'Ja, okay, lass uns in die Kirche gehen.'»

Schwierige Fragen

Auf dem Campus war stand eine Kirche, welche die beiden besuchten. «Dort habe ich Beziehungen zu Menschen aufgebaut, denen ich wirklich schwierige Fragen stellen konnte. Ich konnte in das Büro des Campus-Pastors gehen und fragen: 'Warum glauben die Leute, dass Jesus göttlich ist? Wenn er dies sagt, was bedeutet das?' Und er konnte mir das erklären.»

Daneben zog sie viele verschiedene Karrierewege in Erwägung, vor allem im Bereich Schreiben oder Kommunikation. Sie entschied sich dazu, zunächst ein oder zwei Jahre in der Seelsorge zu arbeiten, «weil mein Glaube davon im College so sehr profitiert hatte. Schliesslich arbeitete ich etwa drei Jahre lang für eine Kirche ausserhalb von Philadelphia. Dort begeisterte ich mich für die liturgische Tradition und die Schönheit der Eucharistiefeiern und der schriftlichen Gebete, die es in dieser Kirche gab.»

Sehnsucht nach Gebeten

Sie lernte ihren jetzigen Ehemann kennen und die beiden begannen, am Zentrum für christliche Studien in Cornell zu arbeiten. «Wir laden verschiedene Akademiker ein, die über ihr spezielles Studiengebiet sprechen und erklären, wie sie es mit ihrem christlichen Glauben verbinden.»

Cole Arthur Riley erklärt weiter: «Ich habe mich nach Gebeten gesehnt, die die Erfahrungen der Schwarzen in unserer heutigen Kultur ansprechen. Und so dachte ich: Vielleicht sollte ich diese Liturgien verbreiten, damit ich sie als Gemeinschaft erleben kann und wir über die Entfernung hinweg klagen, hoffen und beten können. Und so wurde Black Liturgies geboren.»

Tief berührt

Bald erlebte sie eine Überraschung: «Ich hatte nicht erwartet, dass sich so viele Nichtchristen oder Menschen, die einmal Christen waren, aber wegen eines Problems oder Traumas aus der Kirche ausgetreten sind, melden und sagen würden, dass die Gebete für sie eine Bedeutung haben, dass sie sie wieder zu einer Spiritualität zurückführen. Ich war wirklich überrascht, dass so viele Nicht-Christen sagten: 'Das hilft mir. Ich spreche wieder mit Gott.' Das hat mich wirklich berührt.»

Und weiter erklärt Cole Arthur Riley: «Es kann uns nur gut tun, wenn es mehr Stimmen gibt, die auf ihre eigene Art und Weise beten. Das ist das Schöne an der Ewigkeit. Ich glaube, das ist es, worauf wir letztendlich alle hinarbeiten. Ich hoffe, das ist unser Ziel. Und wenn wir im Jetzt einen Blick darauf werfen, kann das sehr heilsam sein und viel Hoffnung geben.»

Zur Webseite:
Cole Arthur Riley / Black Liturgies

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