Pixabay /yogendras31
Eine Frau geht einer alten, indischen Tradition nach

Tausend Götter verehrt – Sie war eine stolze Brahmanin

Als leidenschaftliche Brahmanin betete Uma Moorthy jeden Tag Götzen im Tempel an. Sie wusch sich im Ganges und klebte sich ein «drittes Auge» auf. Dann bereitete sie sich darauf vor, mit einer Christin zu streiten…

Uma Moorthy besuchte zwar eine katholische Schule, doch dies beeinflusste ihre hinduistische Überzeugung während vielen Jahren in keiner Weise. Doch in der 12. Klasse hörte sie, dass Gott in Jesaja, Kapitel 44 darauf hinweist, dass ein Teil von einem Holzscheit dazu verwendet wird, um einen Götzen zu fertigen und der andere, um ein Feuer zu machen und das Essen zu kochen.

«Wenn ihr einen Verstand habt, denkt darüber nach», sagte eine Christin in einem Bibelcamp der «Scripture Union», an welchem Uma mit Freunden teilnahm.

Eine schlaflose Nacht

Dieser Gedanke bewegte die Teenagerin. «Eine schlaflose Nacht folgte. Aus Neugier und um mit dieser Christin anschliessend zu streiten, schlug ich die Bibel auf und begann zu lesen.» Doch während des Lesens wurde sie vom Heiligen Geist ergriffen. «Zum ersten Mal in meinem Leben erfuhr ich, dass der wahre, lebendige Gott Götzenanbetung hasst.»

Uma Moorthy war nicht nur auf dem Papier hinduistisch. Sie wuchs in einer überzeugten Hindu-Familie in der 4,7-Millionenstadt Chennai auf. Sie war stolz auf ihre Brahmanen-Herkunft (also der höchsten Kaste im Hinduismus) und erfüllte ihre Pflichten gewissenhaft. Sie versäumte nie die Gebete im Tempel. Und sie klebte sich immer das zinnoberrote «dritte Auge» auf die Stirn. Auch wusch sie sich im Ganges.

Gott lässt sich nicht in Statue pressen

Ihre religiösen Bestrebungen brachen nun jedoch zusammen, als sie das Wort Gottes las. «Ich kann diesen allgegenwärtigen Gott nicht in eine Statue pressen», erkannte Uma. Und noch etwas stellte sie fest: «Dieser Gott der Bibel möchte eine Beziehung mit mir haben. Als Hindu betete ich tausend Götter an. Und keiner dieser Götter wollte eine Beziehung mit mir haben. Aber der Gott der Bibel wollte eine persönliche Beziehung zu mir haben. Ich kann diesen Gott Abba Vater nennen, meinen Vater!»

Im Buch der Bücher erfuhr Uma weiter, dass das Opfer von Jesus ausreichte, um jedem Menschen zu vergeben – wodurch alle religiösen Bestrebungen sinnlos wurden. «Früher habe ich viele rituelle Opfer gebracht. Doch dieser Gott hat sich am Kreuz von Golgatha selbst geopfert.»

Heilung statt Streit

Sie entschied sich für ein Leben mit Jesus Christus. Das gefiel ihren Eltern zunächst nicht. Ihre Eltern lenkten schliesslich ein und erlaubten ihr, einen christlichen Mann zu heiraten, solange dieser ursprünglich ebenfalls ein Hindu gewesen war – und er immer noch Veganer war.

Gott heilte Uma Moorthy vom Stottern. Heute ist sie eine begabte Rednerin und College-Dozentin.

Der richtige Moment

Das Ehepaar lebt heute mit den beiden Kindern als Missionare in Kalifornien. Als Uma Indien verliess, liess sie eine kleine Bibel in einem Regal im Obergeschoss liegen. Sie hoffte, dass ihre Eltern, die immer die grösseren Bibeln wegzuwerfen pflegten, eines Tages im richtigen Moment darüber stolpern und sie öffnen würden.

«Eines Tages fühlte ich mich niedergeschlagen. Ich rief meinen Vater an und sagte ihm, dass ich mir wegen etwas Sorgen mache. Da zitierte er mehrere Bibelverse und ermutigte mich: ‘Jesus ist mit euch. Wir als Eltern sind zwar nicht bei euch vor Ort, aber er ist da. Er ist der lebendige Gott. Er hat so viele Wunder in der Bibel vollbracht.'»

«Woher weisst du das?»

Uma war platt. «Papa, woher weisst du das?», fragte sie. «Du warst doch gegen die Bibel. Woher kennst du Bibelverse?» Er vertraute ihr an, dass er eines Tages die Bibel gefunden hatte, als er einsam war – er begann darin zu lesen und konnte nicht mehr aufhören.

Ausserdem war es ein Wunder, dass er in der Lage war, die winzige Schrift zu lesen: Wegen seiner nachlassenden Sehkraft konnte der damals 77-Jährige nicht einmal mehr die Zeitung lesen.

Tief berührt

Als Umas Mutter erfuhr, dass ihr Mann Christ geworden war, wurde sie wütend. Doch dann folgte die Corona-Pandemie, die viele Inder – darunter auch die Mutter – in Angst versetzte. Eines Tages las Uma ihrer Mutter Psalm 91 vor, um ihre Ängste abzufangen. Die Worte und der Heilige Geist berührten ihr Herz. Heute ist auch ihre Mutter Christin und sie verbreitet den christlichen Glauben unter allen hinduistischen Verwandten.

«Niemand kann irgendjemanden bekehren», erläutert Uma. «Nur das Wort Gottes kann dies tun. Gott hat die Pandemie genutzt, um Indien eine Erweckung zu bringen. Es gibt viele Menschen, die früher gegen das Christentum waren.» Seither haben viele zum Glauben an Jesus Christus gefunden.

Teile diesen Beitrag
Das könnte dich auch interessieren
Story
Ed Grifenhagen

Schwerer als er dachte – Er wollte die Bibel widerlegen

Ed Grifenhagen – ein gläubiger Jude – war etwa 13 Jahre verheiratet, als er seiner Frau sagte, er habe einen Plan, ...

Orthodoxer Jude erlebt Überraschung – «Durch das Alte Testament fand ich zu Jesus»

Von klein auf lebt Neriyah Arabov nach strengen jüdischen Regeln. Als er anfängt, selbst die heiligen Schriften zu ...

Story
 Dr. Paul Lim

Dr. Paul Lim – Ein Atheist sucht Antworten und findet Fragen

Von der Kirche frustriert, wendet sich der 18-jährige Student Paul Lim von der Bibel ab. Er bezeichnet sich als ...

Story
Sie erfuhr was bedingungslose Liebe bedeutet (Symbolbild)

Keine Tränen mehr vor Götzen – «Ich war Hindu, bis ich der Liebe Jesu begegnete»

Aufgewachsen in einer traditionellen hinduistischen Familie, erlebte Sourabhi Sircar früh religiöse Rituale und Feste. ...

Story
Pastor Joash Thomas

Warum sie zentral ist – Umgang mit Gerechtigkeit als Kulturschock

Der kanadisch-indische Pastor Joash Thomas setzt sich für Gerechtigkeit ein. Er ruft die Kirche dazu auf, Jesu ...

Story
Michael Ray Lewis

Doku über Belege für Gott – Von ehemaligem Atheisten und Horrorfilm-Regisseur

Kurz vor Weihnachten hat ein ehemaliger Atheist, der zum Christentum gefunden hat, eine Doku veröffentlicht, die sich ...

Story
Anne Freytag

Anne Freytag – «Gott hat meine Erwartungen übertroffen!»

Der Glaube spielte bei Anne Freytag aus Dresden lange eine untergeordnete Rolle. Als Jugendliche wollte sie sich ...

Story
Gabriel Allenbach folgte seiner Berufung bis nach Papua-Neuguinea

Schritte gehen – Der eigenen Berufung nachspüren

Zu hören, wie Menschen rückblickend ihre Berufungsgeschichte erzählen, fasziniert. Für Gabriel Allenbach geht dies noch ...

Story
Alexandra Czechs Zeugnis ermutigt dazu, Jesus selbst zu suchen (Symbolbild)

Gott lässt sich finden – Auf der Suche nach dem Sinn des Lebens

Viele Jahre fühlt sich die Wienerin Alexandra Czech unzufrieden und leer. Doch was sie auf ihrer Suche nach Gott ...