Suche nach Lebenssinn – Sie fand Jesus bei einer Pizza

Bine Blöchl führt eigentlich ein ganz normales Leben. Doch die Studentin aus München sehnt sich nach etwas, das sie nicht greifen kann. Sie sucht Erfüllung in Beziehungen, in Reisen, doch die Leere und nagenden Fragen bleiben.

Bine Blöchl führt eigentlich ein ganz normales Leben. Doch die Studentin aus München sehnt sich nach etwas, das sie nicht greifen kann. Sie sucht Erfüllung in Beziehungen, in Reisen, doch die Leere und nagenden Fragen bleiben. Bis sie anderen Studenten zwei Fragen stellen kann – die Antwort verändert ihr ganzes Leben.

Eigentlich hatte ich ein ganz normales Leben. Ich hatte mein Studium, Freunde, Familie – aber irgendwie lief nicht alles wie geplant. Ich brach mein Studium in München ab und auch meine Beziehungen mit Jungs liefen nicht gut – ich hatte immer das Gefühl, dass in meinem Herzen etwas fehlt. Wenn eine Beziehung zerbrach, hoffte ich auf die nächste und versuchte so, das Loch in mir zu stopfen. Ich hatte eine Sehnsucht nach etwas und dachte, ich finde das bestimmt in einem Mann.

Nagende Fragen

Doch in jeder Beziehung erlebte ich unschöne Dinge. Ich verlor immer mehr an Selbstwert und wusste gar nicht mehr, wer ich eigentlich bin. Ich stellte mir immer mehr Fragen: Warum bist du überhaupt hier? Was ist Gerechtigkeit? Worin liegt der Sinn des Ganzen? Weil die Beziehungen mir keine Erfüllung schenkten, dachte ich, wenn ich nur Karriere mache, gewisse Ziele erreiche, Ferien mache, die Welt sehe, dann finde ich, was ich suche – doch all diese äusseren Dinge lieferten mir keine Antworten. Sobald ich eine Sache erreichte, steckte ich mir das nächste Ziel und war wieder auf der Suche… Auch psychologische Bücher über positives Denken halfen nur kurzzeitig, eine Veränderung von innen heraus trat nicht ein.

Am Tiefpunkt

Im Januar 2017 war ich wieder an einem Tiefpunkt angelangt. Ich steckte seit über fünf Jahren in einer sehr anstrengenden Beziehung, fühlte mich kaputt und wollte nur aus allem heraus… Zu diesem Zeitpunkt führte die christliche Studentenorganisation SMD Nürnberg eine coole Aktion durch: «Stell uns eine Frage und wir bringen dir die Antwort und eine Pizza.»

Als ich den Werbebrief las, dachte ich, das ist bestimmt eine Sekte. Aber ich suchte Informationen über die Organisation und merkte, dass es einfach eine coole Sache war und schrieb ihnen zwei Fragen: «Was macht das Leben eines Christen besser als das eines Nichtchristen?» Meine Eltern waren Christen, aber ich dachte, es bedeutet nur, Regeln einzuhalten – und das wollte ich einfach nicht. Die zweite Frage war: «Wie definiert ein Christ Glück?» Ich war so unglücklich und dachte immer nur, das kann es doch nicht sein…

Pizza und Friede

Tatsächlich kamen zwei Studenten, brachten mir die Pizza und beantworteten meine Fragen. Ich weiss nicht genau, was dann passierte, aber es war als ob Gott mich mit seiner ganzen Liebe umarmt. Als die Studenten wieder weg waren, habe ich zwanzig Minuten lang nur geweint. Ich wusste: Jetzt bist du angekommen! Ich spürte so einen tiefen Frieden und wusste plötzlich, ich bin geliebt, auch wenn ich das Gefühl hatte, dass mein Freund mich nicht liebt… Es war der beste Moment meines Lebens, als ich Jesus annahm.

Hinterher dachte ich, dass dieses Hoch sicher bald wieder abebben würde, aber nein, der Friede ist geblieben. Wenn dein Herz die Wahrheit erkennt, dann bist du frei, denn die Wahrheit macht dich frei. Das hat mein ganzes Leben verändert. Ich habe gemerkt, dass es wahr ist, dass Jesus für mein Versagen am Kreuz gestorben ist. Ich hatte mich immer für einen guten Menschen gehalten, ich behandelte doch alle Menschen gut und benahm mich ganz ordentlich, eigentlich war ich doch irgendwie fromm – aber ich erkannte in dem Moment, wie perfekt Gott ist, wie fehlerhaft ich bin und dass in seiner Liebe keine einzige Sünde bestehen kann. Auch erkannte ich die krasse Liebe von Jesus mir gegenüber.

Endlich frei

Die folgende Zeit war für mich eine Zerreissprobe, weil ich in meiner Beziehung noch immer eine ungesunde Abhängigkeit spürte. Auf der einen Seite erkennt man die Wahrheit und weiss eigentlich genau, was Gott von einem will, aber auf der anderen Seite hängt man an etwas und kommt nicht frei. Am Tag meiner Taufe veränderte sich dann aber alles. An jenem Tag wurde ich wirklich frei von allem.

Heute kenne ich meine Bestimmung und weiss, wer ich bin… Es war ein langer Weg und Gott hat mich 50'000-mal fallen sehen, aber er hat mich auch 50'000-mal wieder aufgerichtet. Jesus schenkt Veränderung – falls du das noch nicht erlebt hast, dann mach dich auf den Weg!

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