Model Ashley Graham – «Junge Mädchen brauchen Vorbilder»

Ashley Graham ist Model für grosse Grössen. Früher suchte sie in Alkohol, Partys und Typen Bestätigung, da sie sich selbst nicht liebte. Dann fand sie zu Jesus. Heute sagt sie, dass es jungen Mädchen an Vorbildern fehle.

Ashley Graham ist Model für grosse Grössen. In jungen Jahren hatte sie keinen Selbstwert. In Alkohol, Partys und Typen suchte sie Bestätigung, da sie sich selbst nicht liebte. Freude und Halt fand sie dann in Jesus. Heute bezeichnet sich selbst weniger als Model, denn vielmehr als «Körperaktivistin», weil es jungen Mädchen an Vorbildern fehle, die ihnen sagen, dass sie sich annehmen sollen, wie sie sind.In einer Welt, welche nahezu unmögliche Schönheitsideale fordert, sagt Ashley Graham: «Wir brauchen Modelle, die den jungen Frauen sagen: 'Nimm deine Kurven an. Wenn kümmert es, dass dein Körper nicht perfekt ist?' Es gibt zu viele Essstörungen und Selbstmorde. Junge Mädchen haben nicht viele Vorbilder, zu denen sie aufsehen können. Füllige Models sind nicht auf den Titelseiten der Hochglanzmagazine.» Sie nenne sich selbst denn auch nicht Model, sondern Körperaktivistin.

In einer länderübergreifenden Studie in rund zehn Nationen hätten nur zwei Prozent der Mädchen gesagt, dass sie mit ihrem Aussehen zufrieden sind. Das sei wenig, findet Ashley Graham und sie fordert, dass Schönheit neu definiert wird.

Liebe zu sich verschwindet

Mit 13 erhielt sie erste Model-Aufträge. In der Schule war sie bald bekannt als das «fette Model». «Ich hatte immer das Gefühl, mich erklären zu müssen, weil die Leute erstaunt waren, wenn ich sagte, dass ich ein Model bin, und mich immer ungläubig anschauten.» Sie sei ein «Plus-Size-Model», fügte sie dann an. Ihr Selbstwert und ihre Sicherheit schrumpfte. In Alkohol, Partys und Männern suchte sie nach Bestätigung, da sie sich selbst nicht mehr liebte.

Aufgewachsen war Ashley Graham in einem christlichen Umfeld. «Als ich mit 17 nach New York zog, kam ich von Gott weg. Doch als ich hier zu leben begann, realisierte ich, dass man hier etwas brauchte, um auf dem Boden zu bleiben, sonst wird man hier verrückt», berichtet sie der britischen Ausgabe des Mode-Magazins «Elle».

«Mein Pastor folgt mir auf Instagram»

So kehrte sie zum christlichen Glauben zurück und fand ihre wahre Identität – auch wenn es um ihre Arbeit ging. «Wenn ich Bilder mache für Unterwäsche oder ein Mode-Magazin, dann bin ich mir bewusst, dass mir mein Pastor auf Instagram folgt. Man sollte die gleiche Person sein, wenn man zu Bett geht und wenn man am Morgen erwacht.»

Oft spricht Graham über ihren Glauben und gegenüber der Zeitschrift «Glamour» berichtete sie davon, wie sie ihren Mann in der christlichen Gemeinde kennengelernt hat. Zwar sei sie nicht hingegangen, um einen Mann zu finden, sondern um die Beziehung mit Christus zu vertiefen – doch sie traf ihren heutigen Gatten Justin Ervin dort zum ersten Mal.

Nicht in Versuchung geführt

Die beiden hätten bis zur Hochzeit keinen Sex gehabt, «unsere Beziehung war deshalb 'unschuldig und süss'. Wir konnten uns so besser kennenlernen.» Er habe für sie gekocht, «wir waren rollerbladen und biken, machten Karaoke, gingen in Filme und vieles mehr». Sie hätten sich auch nicht in Versuchung geführt, indem sie spät am Abend noch ins Appartement des anderen gegangen seien. «Aber wir gingen später noch ins Kino oder spazierten durch die Stadt.»

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