Auf der Pilgerfahrt – In Mekka spürte sie erstmals Gottes Liebe

Als die Saudi-Araberin Muminah* in Mekka einen Traum von Jesus hat, ist sie verwirrt: Ist der Islam etwa nicht die einzige Wahrheit, wie man ihr immer eingetrichtert hat? Wieder zu Hause macht sie sich auf die Suche nach Antworten – und findet sie am

Als die Saudi-Araberin Muminah* in Mekka einen Traum von Jesus hat, ist sie verwirrt: Ist der Islam etwa nicht die einzige Wahrheit, wie man ihr immer eingetrichtert hat? Wieder zu Hause macht sie sich auf die Suche nach Antworten – und findet sie am einzigen Ort, der von der Regierung nicht kontrolliert werden kann.

Es sollte ein besonderer Haddsch werden, den Muminah* und ihr Ehemann geplant hatten. Jeder Muslim ist verpflichtet, solch eine Pilgerreise in die heilige Stadt Mekka mindestens einmal im Leben zu tun. Und Muminah freute sich: Schon lange waren sie am Planen und die Muslimin aus Najran in Saudi-Arabien hatte grosse Erwartungen, auf der Pilgerreise ein besonderes geistliches Erlebnis zu haben.

Gottes Liebe in Mekka

Doch es kam ganz anders als erwartet. Als sie in Mekka waren, hatte Muminah in einer Nacht einen Traum: Sie träumte von Jesus, der zu ihr kam und sie aufforderte, ihm zu folgen. Es war unglaublich, zum ersten Mal in ihrem Leben spürte Muminah die Liebe Gottes ganz nah. Doch sie war nun völlig verwirrt. Der Islam war doch die Wahrheit, alle anderen Religionen, insbesondere das Judentum und das Christentum, lagen falsch. So hatte sie es zumindest von klein auf in der Schule gelernt. Sie erinnerte sich noch gut, wie der Lehrer ihr erklärte, dass Allah Juden und Christen verflucht hatte – und jetzt war ihr Jesus persönlich begegnet und wollte, dass sie ihm nachfolgt?

Auf der Suche nach Informationen

Doch der Traum liess sie nicht los. Sie selbst kannte keinen Christen – nur Ausländer dürfen in Saudi-Arabien ihre Religion ausleben, Einheimischen droht bei Konversion die Todesstrafe. Alleine aus dem Haus hätte sie eh nicht gedurft, denn in ihrer Heimat dürfen Frauen nur in Begleitung eines Angehörigen auf die Strasse. Auch ihrem Mann konnte sie nichts von der Vision erzählen, brauste er doch schon bei den kleinsten Fragen oder bei Kritik gegenüber dem Islam auf.

Gott im Internet

Doch dann fand Muminah eine Möglichkeit, um mehr über diesen Jesus und die Christen herauszufinden: das Internet. Sobald ihr Mann zur Arbeit ging, schloss sie die Tür ab und machte den Computer an. Bald fand sie ein Portal von Arabern, die im Ausland lebten und von dort Informationen über Jesus verbreiteten. Sie setzte sich mit ihnen in Kontakt, um ihre Fragen loszuwerden. Schnell merkte sie, dass die Bibel gar nicht so falsch lag, wie man ihr immer gesagt hatte, und sie war immer begeisterter. Sie begann zu beten und eines Tages, während sie mit einem arabischen Christen chattete, beteten sie gemeinsam und Muminah übergab ihr Leben Jesus.

Christ im Geheimen

Das war vor fünf Jahren. Heute liest sie über ihren Computer jeden Tag in der Bibel. Doch peinlich genau löscht sie hinterher das Archiv der besuchten Seiten – wenn ihr Mann erfahren würde, dass sie Christ ist, würde er nicht nur wütend werden, er hätte sogar das Recht, sie zu töten oder sie an die Polizei auszuliefern, die dies für ihn übernehmen würde. Fünf Jahre lebt Muminah nun als Christ, hat aber persönlich in ihrem Land noch keinen anderen Christen kennengelernt, obwohl es viele gibt, die wie sie ihren Glauben im Geheimen ausleben. Ihr einziger Kontakt zu anderen Christen ist über das Internet. Doch trotz der Einsamkeit, trotz aller Gefahren bleibt sie dabei, weil sie weiss, dass die Wahrheit, die sie in Jesus gefunden hat, dies alles Wert ist.

*Name und Details des Berichtes aus Sicherheitsgründen abgeändert

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