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Sabri war Jeside, bevor er zu Jesus fand.

Jesidischer Kurde wird Christ – «In Jesus habe ich Frieden gefunden»

Sabri war immer stolz darauf, Jeside zu sein, doch viele Fragen blieben für ihn unbeantwortet. Dann lernt er einen Christen kennen, der ihm von Jesus erzählt. Als Sabri anfängt, selbst mit Jesus zu sprechen, erfährt er etwas völlig Neues...

Eigentlich war Sabri aus Syrien immer stolz darauf, Jeside zu sein, doch viele Fragen blieben für ihn unbeantwortet. In Deutschland lernt er einen Christen kennen, der ihm von Jesus erzählt. Als Sabri in einer Lebenskrise anfängt, selbst mit Jesus zu sprechen, erfährt er etwas völlig Neues...Als ich zehn Jahre alt war, kam ich von Syrien nach Deutschland. Wir sind Kurden und von Geburt an war ich Jeside, wie alle meine Vorfahren auch. Vor etwa fünf Jahren habe ich mich auf den Weg gemacht, unseren Glauben zu erforschen. Ich gab mich nicht damit zufrieden, den Glauben meiner Eltern einfach so zu übernehmen. Ich fing an, alle Regeln, Essensvorschriften und Rituale unseres Glaubens ernst zu nehmen. Ich unterhielt mich mit Gläubigen und las viele Bücher über Jesiden. Anfangs erfüllte mich das und ich glaubte mich auf dem richtigen Weg. Doch je mehr ich lernte, desto mehr brachte es mich durcheinander. Es tauchten immer mehr Fragen auf.

Ein Freund erzählt von Jesus

In meiner Ausbildung hatte ich einen Freund, der gläubiger Christ ist. Immer wieder erzählte er mir von Jesus und ich fand das sehr interessant. Ich ging sogar einige Male mit in die Kirche und er schenkte mir ein Neues Testament, sowie einen Stick mit Predigten. Die Bibel blieb im Regal, aber was der Prediger sagte, fand ich richtig. Doch weil ich Jeside war, wäre ich nie auf die Idee gekommen, den Glauben zu wechseln. Wer als Jeside geboren ist, bleibt Jeside. Und darauf war ich stolz.

Sehnsucht nach einer Beziehung zu Gott

Trotzdem sehnte ich mich nach einem Gott, mit dem ich persönlich sprechen kann. Vor dem ich nicht gerecht werden muss, weil er mich liebt. Mit meinem jesidischen Glauben und den Fragen konnte mir niemand weiterhelfen. Ich fühlte mich leer. Diese Leere versuchte ich schon in meiner Jugend zu verdrängen, feierte viel, trank und probierte auch Drogen. Doch das konnte mich nicht erfüllen. Irgendwann fing ich an, heimlich das Neue Testament zu lesen. Es berührte mich, wie Jesus war. Seine Worte, zusammen mit dem, was ich in den Predigten gehört hatte, blieb immer in meinen Gedanken.

Ich zog in eine andere Stadt und verlor den Kontakt zu meinem christlichen Freund. Doch die Worte von Jesus Christus kamen mir immer wieder in den Sinn.

Plötzlich Vater

Irgendwann war meine Freundin schwanger und wir bekamen einen Sohn. Als Vater wollte ich ein Vorbild für meine Familie sein und den richtigen Weg gehen. Doch ich machte vieles falsch und hatte auch ein verdrehtes Bild von Ehe und Beziehung. Zu der Zeit erinnerte ich mich wieder an das, was ich in der Bibel gelesen und in den Predigten gehört hatte. Und ich dachte daran, wie mein christlicher Freund mit Problemen umgegangen ist. Er redete immer mit Gott darüber. So fing auch ich an zu beten. Ich sehnte mich nach persönlichen Gesprächen mit einem persönlichen Gott. Ich wollte keine auswendig gesprochenen Gebete aufsagen. Ich wollte ehrlich sein dürfen. Diese Gebete taten gut und ich spürte, dass jemand zuhört. Tief in mir wusste ich, dass Jesus die Antwort auf meine Fragen ist. Und zum ersten Mal wollte ich Christ werden.

Entscheidung für Jesus

Ich nahm Kontakt zu meinem Freund auf und sagte, dass ich mich taufen lassen möchte – ich dachte, so wird man Christ. Aber er erklärte, dass man mit einer Entscheidung für Jesus Christ wird und die Taufe erst danach kommt. Obwohl ich gar nicht so viel wusste, war ich mir sicher, dass Jesus der richtige Weg ist und dass er die Sehnsucht in mir stillen kann. So fuhr ich zu meinem Freund und entschied mich ganz bewusst für ein Leben mit Jesus. Ich betete, dass Jesus in mein Herz kommt. Und er nahm die Last, die auf mir lag, all die Leere, und erfüllte mich mit einem tiefen Frieden. Meine Suche war in dem Moment beendet. Ich war angekommen.

Neu geworden

Wieder daheim meinte meine Freundin, dass ich mich verändert hätte. Für mich war das ein weiteres Zeichen, dass Jesus lebendig ist. Ich wünsche jedem von ganzem Herzen, dass er einfach mal die Bibel aufschlägt und es mit Jesus probiert. Durch ihn habe ich Vergebung erfahren. Er hat die Leere in mir gefüllt und mir Frieden in meinem Herzen geschenkt. Ich kann mit allem zu ihm kommen. Jesus hat meine Fragen beantwortet und das wünsche ich auch dir.

Hier erzählt Sabri seine Geschichte:

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