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Klodian Cili mit seiner Frau Suela

Klodian Cili – «Ich weiss nicht, zu welchem Gott Sie beten, aber…»

In Albanien aufgewachsen, lebt und arbeitet Klodian Cili mittlerweile in Basel. Seine Familie erlebte das ein und andere Wunder – einmal sprach sogar ein OP-Arzt von einer Gebetserhörung…

«Ich bin in Albanien in eine orthodoxe Familie hinein geboren worden», erinnert sich Klodian Cili. «Wir hatten aber nicht viel Berührung mit dem Glauben.» Albanien war damals kommunistisch, das Christentum wurde an den Rand gedrängt. «Meine Oma glaubte aber an Gott und sie erzählte mir Geschichten von Jesus. Zweimal pro Jahr gingen wir in die Kirche.» 

Im Alter von 17 Jahren zog Klodian Cili nach Griechenland. «Ich arbeitete in verschiedenen Berufen, meistens auf der Baustelle. Dann fragte mich jemand auf der Strasse welche Sprache ich spreche. Ich sagte, dass ich Albaner bin und albanisch rede. Die Person sagte, dass sie ein Geschenk für mich hat – es war eine Bibel in albanischer Sprache.» Das war 1999. 

«Ich wollte mit Gott sprechen» 

«Nach zwei Monaten begann ich darin zu lesen», blickt Klodian Cili zurück. «Ich wollte mit Gott sprechen und ich begann zu beten. Doch ich wusste nicht, was eine Gemeinde ist. Ich dachte, dass die Leute einfach zweimal im Jahr in eine Kirche gingen und dann eine Kerze anzünden.» 

Es dauerte zwei Jahre, bis er Christen entdeckte, die sich treffen, die beten und eine freie evangelische Gemeinde besuchen. «Wir trafen uns mehrfach pro Woche und ich lernte, was es heisst, an Gott zu glauben.» 

2002 liess er sich taufen. «Ich wuchs in meinem Glauben und versuchte, meinen Charakter zu verändern. Die Saat von Oma ging auf und mein Glaube begann langsam zu wachsen. Ich erlebte viele Wunder mit Gott.» 

Gott im Alltag erlebt

2008 heiratete er Suela. «Sie stammte aus einer muslimischen Familie aus Albanien. Gott hat mir meine Frau ins Leben gestellt und ich gab ihr das Wort Gottes weiter; längst sind sie und eine Schwester von ihr getauft.» 

Acht Jahre später zog die Familie nach Weil am Rhein in Deutschland. «Wir konnten noch nicht Hochdeutsch und hatten keine Kontakte.» Wegen der Schwangerschaft musste Suela zu einem ärztlichen Untersuch: «Ich sagte, sie solle einfach hingehen, Gott wird jemanden schicken, der übersetzen kann. Tatsächlich war eine andere Patientin versehentlich drei Stunden zu früh da – sie konnte Albanisch und übersetzte! Ähnliches geschah bei den weiteren Terminen; immer schickte Gott jemanden.» 

Arzt: «Das haben wir noch nie erlebt!» 

«Ein paar Jahre später hatte meine Frau Kalk in der Schulter», erinnert sich Klodian Cili. «Es waren 30 Millimeter, doppelt so viel wie normal. Wir vereinbarten einen OP-Termin. Wegen eines Anlasses fragte meine Frau, ob der Termin um zwei Wochen verschoben werden kann.» 

Zwei Wochen später ging sie dann zur OP. «Der überprüfende Arzt sagte: ‘Wir machen keine OP.’ Meine Frau entgegnete: ‘Doch, ich habe Kalk in der Schulter.’ Der Arzt antwortete aber: ‘Ich weiss nicht, zu welchem Gott Sie gebetet haben, aber der Kalk ist verschwunden; das haben wir noch nie erlebt.’» 

2020 erfolgte mitten in der Corona-Pandemie der Umzug von Weil am Rhein nach Basel. «Auch das war ein Wunder, weil die Grenzen zu waren, sogar für Menschen mit dem Grenzgänger-Visum. Doch dann standen zwei LKWs da, mit denen wir umziehen konnten, Gott hat alles vorbereitet.» 

«Gott hat alles gegründet» 

Klodian Cili, der mit seiner Familie das ICF in Basel besucht, hat den griechischen und den albanischen Pass. «Ich arbeitete 22 Jahre in Griechenland und habe deshalb beide Nationalitäten. Tochter Serena ist in Athen geboren und Eden in Lörrach.» 

Seine Wurzeln liegen also in einer Gegend, die in der Bibel vorkommt. «Wenn man richtig an Gott glaubt, gibt es aber keinen biblischen Ort, Gott hat die ganze Welt erschaffen. Jesus ist gekommen, damit Gottes Wort in die ganze Welt gehen kann. Ich kann daher nicht sagen, dass ich von einem ausdrücklich biblischen Ort stamme. Du und ich – wir leben auf der ganzen Welt, die Gott geschaffen hat.» 

Pflanzen und Gott ernten lassen

Die meisten Albaner sind Atheisten und haben gar keinen Kontakt zu Gott. «Andere sind orthodox, katholisch oder muslimisch, aber sie feiern zusammen. Zum Beispiel vor Weihnachten gehen Muslime meine orthodoxen Eltern besuchen und sie feiern zusammen und wenn die Nachbarn eine mulimische Feier haben, gehen meine Eltern auch hin. In Albanien gibt es keine Probleme.» 

Im Kosovo oder Nordmazedonien hat Klodian Cili ebenfalls viele Kontakte. «Wenn ich sage, dass ich Christ bin, ist das weniger gern gesehen.» Doch an seinem Arbeitsplatz in Basel arbeiten viele Muslime aus Albanien, Nordmazedonien und Bosnien. «Wir kennen uns gut.» Manche sind offen für den Glauben an Gott. «Wir müssen das Wort Gottes weitergeben und nicht nur für uns behalten. Jeder von uns, der Gottes Wort kennengelernt hat, kann auch eine Bibel weiterschenken. Wir müssen pflanzen und Gott ernten lassen.» 

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