Von Gott überrascht – «Ich war überzeugter Atheist»

Eigentlich ist Alexis Masson aus Strassburg sicher, dass es Gott nicht gibt. So sicher, dass er alle davon überzeugen möchte. Um so grösser ist die Überraschung, als sich Gott plötzlich zeigt und zu ihm spricht...

Eigentlich ist Alexis Masson aus Strassburg sicher, dass es Gott nicht gibt. So sicher, dass er alle davon überzeugen möchte. Um so grösser ist die Überraschung, als sich Gott plötzlich zeigt und zu ihm spricht...

Ich war etwa sieben Jahre alt, als wir in meiner kleinen Schule in der Bretagne über Religion sprachen. Ich war der Einzige der Klasse, der nicht an Gott glaubte und war unglaublich stolz darauf. Ich fühlte mich allen überlegen, nach dem Motto: «Ihr glaubt noch? – Ich habe das längst hinter mir gelassen!»

Mein atheistisches Umfeld

Ich war weder getauft, noch wurde mir daheim etwas über Gott erzählt. Selbst Weihnachten oder Ostern feierten wir ohne religiösen Bezug. Eigentlich sprach meine Familie nur über Gott, wenn sie über die Rückständigkeit der Kirche herzog.

Die Geschichtsstunden in der Schule bestätigten meine Einstellung. Hatte nicht das Christentum die Inquisition ins Leben gerufen, den Anstoss für die Kreuzzüge gegeben, und Galileo Galilei lebendig verbrannt? In meinen Augen stellte sich die Kirche gegen die Wissenschaft und setzte ihre Interessen blutig durch.

Ich fing an, Philosophie zu studieren und wurde ein Nihilist: Ich kannte keinen Schöpfergott, somit stand keine Absicht hinter dem Universum und nichts hatte einen Sinn. Die Menschheit war für mich durch Zufall entstanden und würde so auch wieder verschwinden. So spazierte ich durch die Welt, skeptisch, hoffnungslos, alles anzweifelnd.

Ein Freund, dem geholfen werden muss

In einem Philosophiekurs lernte ich Mike kennen. Es überraschte mich, dass er gleichzeitig Philosophie studierte und Christ war. Er war für mich der erste Christ, der über seinen Glauben nachdachte und rationale Argumente brachte.

Ein Jahr lang diskutierten wir hitzig und versuchten, einander zu überzeugen. Ich wurde dabei ein immer radikalerer Atheist. Ich musste Mike vom falschen Weg abbringen.

Um seinen Glauben zerlegen zu können, begleitete ich ihn in alle möglichen Gebetsgruppen und Gottesdienste. Ich fühlte mich verpflichtet, all diese armen Christen zur Vernunft zu bringen.

Der Versuch, die Bibel zu widerlegen

Ich machte mich also daran, die Bibel zu studieren, mit dem Ziel, alle Widersprüche aufzulisten. So würde ich den Christen die Augen öffnen können.

Doch dann geschah etwas Krasses. Als ich eines Abends wieder in der Bibel las, spürte ich, wie mir jemand näher kam. Mir wurde zugleich heiss und kalt, als würde ich unter einer prickelnden Dusche stehen. Ich hörte eine Stimme, die sagte: «Alexis, du bist schuldig geworden. Aber ich habe dir vergeben. Ab heute nehme ich dich als meinen Sohn an.»

Ich war total geschockt. Es gab Gott und er war mir gerade selbst begegnet! Er war überwältigend. Seine liebevolle Gegenwart, sein tiefes Erbarmen, das berührte mich zutiefst. Jetzt konnte ich nicht mehr leugnen, dass Gott real ist.

Eine unglaubliche Veränderung

Seit diesem Abend habe ich mich sehr verändert. Wenn es Gott gibt und er Interesse an mir hat, dann ist das Leben kein Zufall, dann hat alles einen Sinn.

Meine Masterarbeit habe ich über die Existenz Gottes geschrieben und mich dann gegen einen weiteren akademischen Berufsweg entschieden, weil ich ein grösseres Ziel habe: Ich möchte, dass andere Menschen den Reichtum entdecken, den es in Gott zu finden gibt.

Gott lässt sich nicht nur durch Erfahrungen finden, sondern auch durch die Vernunft. Jesus lebt wirklich. Probieren Sie es aus. Das Beste was ein Mensch tun kann, ist ihn kennenzulernen und zu verstehen, wer er ist.

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