Atheistin beginnt zu glauben – «Ich musste zugeben, dass es Gott gibt»

Schon als Kind kann Kim Menon nicht an Gott glauben. Gläubige findet sie geistig minderbemittelt. Doch dann lernt sie Christen kennen, die tatsächlich leben, was sie glauben. Das beeindruckt die junge Lehrerin.

Schon als Kind kann Kim Menon nicht an Gott glauben. Gläubige findet sie geistig minderbemittelt. Doch dann lernt sie Christen kennen, die tatsächlich leben, was sie glauben. Das beeindruckt die junge Lehrerin und sie beginnt, am Atheismus zu zweifeln...

Als ich klein war, nahmen mich meine Eltern mit in die Kirche, aber ich hatte so viele Fragen über Gott, die sie mir nicht beantworten konnten. Deshalb konnte ich nicht glauben. Auch später passten für mich Glaube und Intelligenz nicht zusammen. Ich studierte Lehramt und war total überrascht, dass ich bei meiner Verbeamtung auch auf Gott schwören sollte. Ich liess das heimlich weg.

Ein paar Christen benehmen sich seltsam

Eines Tages kam ein Pastor zu mir, der seinen Sohn bei uns an der Schule hatte. Ihm war aufgefallen, dass die Gartenanlage der Schule nicht so schön war und bot mir an, sich gratis darum zu kümmern. Ich fand das komisch. Aber er kam regelmässig und machte keine Anstalten, jemanden zu bekehren oder für seine Kirche zu werben. Er kam einfach, um zu arbeiten, und war dabei immer freundlich. Das ganze Lehrerkollegium wunderte sich über ihn.

Aber es wurde noch seltsamer. Irgendwann meldete sich ein Bekannter von ihm aus Arkansas. Er wollte sich Urlaub nehmen, zu uns nach Seattle kommen und uns gratis als Hilfskraft zur Hand sein. Er machte Kopien, sortierte Papiere und half bei allen Projekten, bei denen wir jemanden brauchten. Ich fand das so komisch! Warum würde jemand extra Urlaub nehmen und so weit reisen, nur um uns zu helfen? Irgendwann sprach ich ihn darauf an und er antwortete: «Wir machen das, weil Gott Sie unendlich liebt. Wir möchten Ihnen seine Liebe zeigen.» Das traf mich so tief, dass mir die Tränen kamen. Noch nie hatte jemand etwas für mich getan, ohne dafür etwas zu verlangen. Ich dachte immer, dass ich Christen egal bin. Dass sie wollen, das man betet, aber dass sie kein Interesse an mir selbst haben.

Ausdauernde Liebe

Inzwischen arbeitete Pastor Brown schon mehr als zwei Jahre bei uns und auch privat hatten wir uns angefreundet. Er und seine Frau luden mich zu Geburtstagsparties, Nachbarschafts-Festen und an Feiertagen ein. Sie redeten immer sehr offen über ihren Glauben und luden mich jedes Mal in die Kirche ein. Das war schon unser «Running Gag», aber ich lachte jedes Mal, dass das nie passieren würde. Die Browns schienen mich anzunehmen, genau so, wie ich war. Ich musste mich nicht anpassen oder verstellen. Ich durfte ich sein. Ehrlich gesagt ahnte ich, dass das etwas mit Jesus zu tun hat. Aber die Familie war mir inzwischen schon so wichtig geworden, dass ich sie nicht verletzen wollte. Ich wollte nicht in die Kirche mitgehen und ihnen danach vielleicht sagen müssen, dass ich es schrecklich fand. Doch ich fing an, mich selbst mit Gott zu beschäftigen. Wenn die Browns über ein christliches Buch sprachen, kaufte ich es mir heimlich und las es.

Schicksalsschlag

Dann wurde meine Mutter sehr krank und hatte einige Herzinfarkte. Sie musste am Herzen operiert werden, war körperlich eigentlich aber nicht fit genug. Es brauchte ein Wunder und ich rief die Browns an und bat sie, für meine Mutter zu beten. Sie waren total überrascht, versicherten mir aber, dass Gott meine Mutter heilen würde.

Dann kam es zur OP und zu aller Überraschung konnte der Arzt nichts finden. Alles war normal und gesund. Ich war total erleichtert, aber gleichzeitig ziemlich verwirrt. Ich wollte eine wissenschaftliche Erklärung dafür haben, aber es gab keine. Auch die Ärzte konnten es sich nicht erklären. Als ich den Browns davon erzählte, meinten sie: «Und, was glaubst Du, was passiert ist?» Tief in mir wusste ich, wer meine Mutter geheilt hat: Gott.

Bereit für einen Glaubensschritt

Als ich wieder allein zuhause sass, lief ein christliches Lied im Radio und plötzlich wurde mir bewusst, dass Gott da ist. Dass er immer da war und dass er mich nie verlassen würde. Es war eine ganz tiefe Gewissheit. Ich konnte nicht mehr so tun, als gäbe es ihn nicht. Aber wenn es Gott gibt, dann wollte ich auch mit ihm leben. Ich rief in der Kirche an. Pastor Brown war gerade nicht da, so sprach ich mit einer Mitarbeiterin. Wir unterhielten uns lange und sie erklärte mir genau, was es bedeutet, Christ zu werden. Dann beteten wir und ich lud Jesus in mein Leben ein.

Seitdem hat sich mein Leben sehr verändert. Zu wissen, dass es Gott gibt, dass er sich für mich interessiert und mich unendlich liebt, verändert alles. Ich bin sehr dankbar, dass Menschen bereit waren, mir diese Liebe Gottes vorzuleben.

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