Rationale Fragen führten zu Jesus – «Ich kann kein Atheist mehr sein»

Ihr ganzes Leben war Jennifer Fulwiler überzeugte Atheistin. Religion war ihrer Meinung nach nur was für Minderbemittelte. Doch als ihr erstes Kind zu Welt kommt, gerät ihr Weltbild ins Wanken. Plötzlich zweifelt sie, ob da nicht doch mehr ist...

Ihr ganzes Leben war Jennifer Fulwiler überzeugte Atheistin. Religion war ihrer Meinung nach nur was für Minderbemittelte. Doch als ihr erstes Kind zur Welt kommt, gerät ihr Weltbild ins Wanken. Plötzlich zweifelt sie, ob da nicht doch mehr ist...Schon als Kind konnte ich nicht an Gott glauben. Ich wuchs mit wissenschaftlichen Büchern auf und für mich machte nur das Sinn, was sich beweisen oder rational erklären lässt. Ich war stolz darauf, Atheistin zu sein und fühlte mich intellektuell überlegen. Erst als ich ein Kind bekam, geriet mein atheistisches Weltbild ins Wanken...

Ist wirklich alles Zufall?

Als ich dieses kleine, frischgeborene Etwas in meinen Armen hielt und überwältigt war vor Liebe, dachte ich: «Was ist denn jetzt los?» Bislang hätte ich gesagt, der Mensch ist ein zufällig entstandenes Produkt der Evolution und Gefühle sind nur eine chemische Reaktion meines Gehirns. Doch als ich dieses kleine Wunder in meinen Armen sah, realisierte ich: Das kann nicht die Wahrheit sein. Zum ersten Mal zweifelte ich, ob es nicht doch etwas Spirituelles gibt.

Auf der Suche nach der Wahrheit

Ich ging ganz rational an meine Fragen heran und kaufte mir Bücher über alle möglichen Religionen. Mein Mann riet mir: «Fang doch mit der Religion an, dessen Gründer von sich selbst gesagt hat, dass er Gott ist. Wenn das nicht stimmt, müsste das doch ziemlich einfach zu beweisen sein.»

Ich muss zugeben, dass ich überrascht war von den grossen christlichen Denkern und Philosophen wie Augustinus oder Descartes. Sie waren durch und durch intellektuell und hatten für ihren Glauben keine emotionalen, sondern rationale Begründungen. Ich war ganz schön ignorant gewesen, zu glauben, Christen seien minderbemittelt.

Je mehr ich mich mit dem Christentum beschäftigte, um so mehr wurde mir bewusst, dass damals im Nahen Osten etwas wirklich Grosses, Weltveränderndes geschehen sein muss. Da gab es, historisch belegt, diesen Jesus, der aus der Unterschicht kam und andere Menschen aus der Unterschicht um sich scharte, bis er von den Römern hingerichtet wurde. Wegen diesem Mann gaben so viele Juden ihre tausend Jahre alten Traditionen auf, obwohl sie dadurch keinerlei Vorteile hatten. Sie verloren sogar ihren sozialen Status, wurden verfolgt und teilweise umgebracht. Aber an Jesus glauben konnte ich trotzdem nicht.

«Wohin mit meinen Fragen?»

Das Ganze liess mich nicht los und so fing ich an, einen Blog zu schreiben. Ich bloggte alle möglichen Fragen und Zweifel. Christen wie Atheisten antworteten und argumentierten miteinander. Ich musste feststellen, dass wir Atheisten auch nicht alles beweisen können, wie ich immer geglaubt hatte. Zum Beispiel kann niemand die Nichtexistenz Gottes beweisen. Die Christen waren genau so gebildet und rational wie wir. Aber sie sprühten nur so von Liebe, Hoffnung und Siegesbewusstsein und artikulierten das auf eine Art, bei der kein Atheist mithalten konnte.

Entscheidung für Jesus

Ganz rational musste ich zugeben, dass Christen für mich inzwischen die besseren Argumente hatten. So entschloss ich, Christ zu werden, auch wenn ich noch nicht glauben konnte. Es dauerte eine Weile, bis ich meinen Stolz ablegen konnte und sagte: «Das fühlt sich zwar jetzt an wie ein Selbstgespräch, aber Jesus, ich möchte gerne eine Beziehung mit dir haben. Ich möchte dich kennenlernen, auch wenn ich gar nicht so genau weiss, wie das gehen soll.»

Ich kann nur sagen, dass mit diesem Gebet Frieden in mein Leben einkehrte. Und diese unglaubliche Freude. Nach und nach wurde mein ganzes Sein verändert. Es gab keine Zweifel mehr, dass Jesus real ist. Schritt für Schritt konnte ich immer mehr glauben, dass er der Weg, die Wahrheit und das Leben ist. Durch den Glauben an Jesus bin ich lebendiger geworden und auch intellektuell fühle ich mich lebendiger. Ich limitiere mich nämlich nicht mehr auf wissenschaftlich-erklärbare Themen. Ich bin frei, weil ich zugeben darf, dass Gott grösser ist als mein Hirn. Und seine Gegenwart ist besser als alles andere. Heute bin ich dankbar und froh, dass ich Christ sein darf.

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