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Henri Kunze

Atheist hört Gottes Stimme – «Ich fand mich zu intelligent für den Glauben»

Henri Kunze wächst in der DDR auf. Er begeistert sich für den Kommunismus und findet, dass nur minder bemittelte Menschen an Gott glauben. Doch dann hat er in einer Strassenbahn ein übernatürliches Erlebnis mit Gott. Heute ist er überzeugter Christ.

Henri Kunze wächst in der DDR auf. Er begeistert sich für den Kommunismus und findet, dass nur minder bemittelte Menschen an Gott glauben. Doch dann hat er in einer Strassenbahn ein übernatürliches Erlebnis mit Gott. Heute ist er überzeugter Christ.Ich bin in Brandenburg aufgewachsen und wurde durch Schule und Elternhaus sozialistisch erzogen. Die kommunistischen Ideale begeisterten mich und ich füllte meine Rolle innerhalb der Pionierorganisation sehr gern und mit viel Kreativität aus. Ich war kein passiver Mitmacher, sondern versuchte das Ganze mitzugestalten. In der Schule war ich zum Beispiel Agitator. Und später Gruppenratsvorsitzender.

Religion war mir fremd, ich konnte mir nicht vorstellen, dass es Gott gibt. Der Glaube war für mich ein veraltetes Erklärungsmodell für die Welt, das der Sozialismus überwunden hatte. Ich war davon überzeugt, dass der Mensch alles in der Hand hat und fand, nur unmündige Menschen können gläubig sein. So wurde uns das in der DDR beigebracht: Wenn jemand an Gott glaubt, ist das ein Zeichen von Schwäche oder Unwissenheit. Deswegen waren die wenigen Christen unter uns auch eher Exoten, über die man dachte: Die gehören also zu den Dummen, die das noch nicht begriffen haben.

Gibt es Gott doch?

Als die DDR zusammenbrach, änderte das wenig an meinem Weltbild. Ich fing an, Informatik zu studieren und begeisterte mich für Mathematik und Logik. Doch je mehr ich mich mit den wissenschaftlichen Zusammenhängen beschäftigte, desto mehr stellte ich mir die Frage nach dem Ursprung aller Dinge. Plötzlich war ich mir nicht mehr so sicher, ob es nicht doch einen Gott gibt.

Irgendwann beschloss ich, Gott herauszufordern. Ich stand früh auf, fuhr zur Uni und sagte einfach so ins Nichts: «Gott, wenn es dich wirklich gibt, dann will ich, dass du dich mir heute zeigst.» Doch ich ahnte nicht, was ich mit diesem Ausspruch auslöste.

Gott antwortet

Am gleichen Tag, ich sass in der Strassenbahn, passierte etwas Merkwürdiges. Plötzlich sagte eine Stimme laut hörbar zu mir: «Henri, erschrick dich nicht, die Frau wird dich gleich auf mich ansprechen.» Ich wusste nicht, was der Satz bedeutet. Und ich wusste auch nicht, wer mit mir gesprochen hatte. Erst dachte ich, der Mann vor mir. Aber der schwor mir, dass er nichts gesagt hat. Ich schaute mich in der Strassenbahn um und da fiel mein Blick auf eine Frau, die für meinen Geschmack etwas eigenartig gekleidet war. Und wie ich sie anschaute, stand sie auf, kam zu mir, beugte sich runter und fragte mich: «Entschuldigung, glauben Sie an Gott?»

Das war der erste Moment, in dem ich deutlich realisierte: Hier stimmt was nicht. Gott war nicht mehr blosse Theorie oder irgendein religiöses Ding. Es wurde persönlich. Er hatte zu mir gesprochen und ein Mensch hatte sein Reden in die Tat umgesetzt.

In Kontakt mit dem Höchsten

Von da an nahm ich jeden Tag Kontakt zu Gott auf und das veränderte mich. Ich sprach mit Gott und nach und nach wuchs eine wirkliche Beziehung zu ihm. Das erfüllte mein Leben. Ich bekam ein tiefes, inneres Gespür: Da bin ich zu Hause. Da gehöre ich hin. Und gleichzeitig wusste ich: Was immer Gott mit mir vorhat, ich kann ihm vertrauen und es wird gut. 

Glaubensprobe

Ich war 30 Jahre alt, als bei mir Hodenkrebs diagnostiziert wurde. Der Krebs war fortgeschritten und hatte schon gestreut, ich musste sofort operiert werden. Danach kamen vier Chemotherapie-Blöcke, die mich an den Rand meiner Kraft brachten. Oft war ich so müde, dass ich nicht wusste, ob ich dieses Mal wieder aufwachen würde. Aber ich kam nicht auf die Idee, Gott anzuklagen. Ich beklagte mich eher bei ihm, wie es mir geht, aber ohne sauer auf ihn zu sein. Ich war immer der festen Überzeugung: Er hat einen Plan und einen Sinn für alles. Und tatsächlich schenkte er mir komplette Heilung.

Nach der Chemo war die Chance sehr hoch, unfruchtbar zu sein. Doch auch das konnte ich ganz gelassen in seine Hand legen: Wenn Gott will, dass ich Kinder kriege, kriege ich Kinder und wenn nicht, dann kriege ich keine, ganz einfach. Heute ziehe ich mit meiner Frau fünf Kinder gross, drei davon sind meine leiblichen. Dass ich jetzt so viele Kinder auf einem Haufen habe, ist für mich lustig. Da hat Gott mal wieder bewiesen, was bei ihm alles möglich ist.

Hier erzählt Henri Kunze seine ganze Geschichte (ein Beitrag von CBN Deutschland, Autor: Tabea Hosche)

Diese Geschichte wurde mit freundlicher Genehmigung von CBN Deutschland veröffentlicht.

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