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Lex Renick, die sich früher als transgender Mann identifizierte, und Nic, der früher homosexuell war, freuen sich nun als heterosexuelles Paar auf ihr Kind.

«Das kann nur Gott» – Ex-Transgender heiratet Ex-Homosexuellen

Lex Renick, eine Frau, die sich früher als Transgender-Mann identifizierte, heiratet Nic, der früher homosexuell war. «Das kann nur Gott bewirken», sagen die beiden heute.

Nic und Lex Renick gaben sich am 30. Mai 2020 das Jawort, als beide noch in ihrer LGBTIQ-Identität lebten. Lex identifierte sich als Mann und Nic war homosexuell.

Inzwischen haben sie ihre früheren Lebensstile hinter sich gelassen: Lex hat ihre weibliche Identität und ihren Geburtsnamen wieder angenommen, während Nic seine homosexuelle Identität aufgegeben hat.

Aus der Homo-Ehe wird eine Hetero-Ehe

Was als Ehe zwischen zwei Männern begann, ist heute eine heterosexuelle Ehe zwischen Mann und Frau.

Neben ihrer geistlichen Erneuerung berichten Lex und Nic auch von körperlicher Heilung. Sie sind Eltern eines gesunden Babys geworden, das zweite wird bald erwartet. Das ist keine Selbstverständlichkeit: Früh in ihrer Beziehung unterzog sich Lex Biopsien, bei denen Krebszellen entdeckt wurden. Doch vor kurzem sagte ein Arzt: «Es ergibt zwar physikalisch keinen Sinn, aber du hast keine Krebszellen mehr in deinem Körper.»

Für Nic ist klar: «Das zeigt einfach, dass jeder sich in das verwandeln kann, was er sein möchte. Aber niemand spricht davon, sich wieder in das zu verwandeln, was ursprünglich für einen bestimmt war.»

Auf der Suche nach Zugehörigkeit

Lex erzählt, dass sie früher an die «Lüge» der LGBTIQ-Gemeinschaft geglaubt habe. «Die ganze queere Welt sagte: 'Wenn Gott dich erschaffen hat, dann hat er dich so erschaffen.' Aber dieses Argument funktioniert nicht mit der Trans-Gemeinschaft. Denn wenn wir sagen: 'Gott hat mich so gemacht', dann hätte ich eine Frau sein sollen.»

Lex fand Trost in der LGBTIQ-Gemeinschaft, weil sie verzweifelt nach Identität und Zugehörigkeit suchte, die sie weder in ihrer Familie noch in ihrem Glauben finden konnte. Sie wuchs in einer missbräuchlichen Familie auf, die sich selbst als «christlich» bezeichnete, mit einer Mutter, die mit Alkoholismus kämpfte und einmal zu Lex sagte: «Wenn ich gewusst hätte, dass du mein Kind bist, hätte ich dich abgetrieben.» Diese Worte fielen, nachdem die Mutter erfahren hatte, dass Lex mit ihrer Sexualität und Geschlechtsidentität zu kämpfen hatte.

Jedes Mal, wenn Lex Trost und Geborgenheit bei ihrer Familie oder in einer Kirche suchte, wurde sie abgewiesen. Schliesslich fand sie die Zugehörigkeit, die sie suchte, in der LGBTIQ-Bewegung.

Akzeptanz finden

Nic hingegen identifizierte sich seit seiner Jugend als homosexuell, erlebte aber nicht die gleiche Isolation und Ablehnung wie Lex. Seine Familie versuchte nie, ihn zu ändern, obwohl sie seine sexuelle Identität nicht gutheissen konnte, da sie sie als Widerspruch zu Gottes Plan für Männer und Frauen betrachtete.

Das Paar fand schliesslich eine christliche Gemeinde in Las Vegas, deren Leiter ihren LGBTIQ-Lebensstil zwar nicht guthiessen, sie aber so annahmen, wie sie sind. Dort erlebten sie eine echte geistliche Verwandlung. «Sie entschieden sich, uns zu lieben», sagt Lex über die Gemeinde. «Und das berührte unsere Herzen so sehr, weil wir mit mehr Gläubigen zusammen sein und Gott an unseren Herzen arbeiten lassen konnten. Wir hatten Freunde in unserem Leben, die uns ermutigten, Jesus zu folgen...»

Hochzeit als Mann und Frau

Zu Beginn ihrer Beziehung, als Lex sich noch als Mann identifizierte, wollten sie Kinder haben. Nach ihrer Verwandlung gaben sie jedoch ihre früheren Identitäten auf und leben nun in Übereinstimmung mit ihren biologischen Realitäten: als Frau und Mann.

Im März erneuerten Lex und Nic ihr Eheversprechen, diesmal als Mann und Frau. «Ich bin so erstaunt über Gottes Güte», schrieb Lex in einem Instagram-Post. «Er ist so, so gut! So viele Tränen flossen, als mein Mann 'Ja' sagte, nachdem Pastor Ivan gefragt hatte: 'Nimmst du sie zu deiner Frau?' Worte, von denen ich nie gedacht hätte, dass sie so süss tief in meiner Seele klingen würden. Was für eine Ehre, Nics Braut zu sein. Was für eine Ehre, gemeinsam Gott zu dienen und sein Reich zu bauen.»

Brauchst du Hilfe oder einfach ein offenes Ohr? Dann melde dich bei der anonymen Lebenshilfe von Livenet per Telefonoder E-Mail. Weitere Adressen für Notsituationen finden sich hier

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