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Jennifer Rosner

Jennifer Rosner – Die Suche nach Jesus brachte sie zu ihren jüdischen Wurzeln

Als Jennifer Rosner an der Universität Christin wurde, ahnte sie nicht, dass ihr neu gefundener Glaube sie immer tiefer in ihr jüdisches Erbe führen würde. Es ist eine Entdeckung, die eine wachsende Zahl von Menschen im Heiligen Land macht.

Als Jennifer Rosner an der Universität Christin wurde, ahnte sie nicht, dass ihr neu gefundener Glaube sie immer tiefer in ihr jüdisches Erbe führen würde. Es ist eine Entdeckung, die eine wachsende Zahl von Menschen im Heiligen Land macht.

«Ich sass am Strand und sah zu, wie die Wellen an den Sandstrand schlugen», erinnert sich Jennifer Rosner. «Die grauen Wolken über mir verdeckten die Sonne, und das Schilf um mich herum wiegte sich im Wind. Es war mein letztes Jahr am College, und ich hatte das Gefühl, dass ich mein ganzes Leben auf diesen Moment hingearbeitet hatte.»

Während sie auf den Ozean hinausblickte, dachte sie über das Judentum ihrer Kindheit nach, welches sie mit vielen Fragen zurückgelassen hatte. «Bis zu diesem Zeitpunkt war mein Leben nicht im reichhaltigen jüdischen Kalender verankert gewesen, dessen Schönheit ich erst Jahre später entdecken sollte. Meine Spiritualität war elementar, aber der Hunger in mir – nach einem grösseren Sinn, einer klareren Richtung, der Nähe zu Gott – war spürbar. Die Sehnsucht war zum zentralen Thema meines Lebens geworden.»

Ein Schritt ins Ungewisse

Viele ihrer Mitschüler waren Christen. «Ich konnte mir nicht vorstellen, wie die Teile zusammenpassen sollten, wie meine jüdische Erziehung mit dem christlichen Glauben meiner Mitschüler einhergehen sollten. Und doch schien die Anziehungskraft des Messias alle intellektuellen Barrieren, die ich errichtete, zu überwinden. Ich spürte die Wahrheit auf den Seiten des Neuen Testaments, und es war, als könnte ich nicht anders, als mein Leben diesem Mann namens Jesus zu überlassen.»

Sie begann, eine christliche Gemeinde zu besuchen und wollte nun nicht mehr Jura studieren. Stattdessen erarbeitete sie einen Master of Divinity an der Yale University, wo sie sich Theologie, Kirchengeschichte, Hebräisch und Griechisch widmete.

Rückkehr zu den Wurzeln

Ihre Cousine Rachel war gerade dabei, zum orthodoxen Judentum zu konvertieren. «Einmal pro Monat verbrachten wir ein Wochenende zusammen und tauschten uns über unsere Glaubenswege und deren Bedeutung für uns aus.»

Es dauerte nicht lange, bis Jennifer eine neue Sehnsucht nach dem Judentum verspürte. «Zum ersten Mal in meinem Leben begann ich mich zu fragen, ob es für mich wichtig sein könnte, jemanden zu heiraten, der meine jüdische Identität teilt und nicht nur meinen christlichen Glauben.»

Sie promovierte am Fuller Theological Seminary und lernte, dass ihr Judentum und ihr Glaube an Jesus nebeneinander bestehen können. «Das Christentum führte mich schliesslich zum Judentum meiner Kindheit zurück.»

Eine natürliche Heimat

«Nach Abschluss meiner Promotion machte ich eine Reise nach Israel. Dort lernte ich einen Mann namens Yonah kennen, einen messianischen Juden, der in Amerika aufgewachsen war, aber ein Jahrzehnt zuvor nach Israel ausgewandert war. Für ihn war das Judentum die natürliche Heimat für seinen Glauben an den Messias, und zwar auf eine Art und Weise, die für mich noch sehr neu war.»

Umgehend fühlte sie sich von der jüdischen Gemeinschaft angezogen, die für ihn so selbstverständlich war. «Wir führten ein Jahr lang eine Fernbeziehung und heirateten dann.»

Und wie eine wachsende Zahl messianischer Juden lernte sie Gott kennen als den Gott ihrer Vorfahren, den Gott Israels und den Gott, der sich in der Person Jesus Christi vollständig offenbart hat. Ein Jude, der Yeshua als seinen Messias annimmt, verlässt das Judentum im Grunde nicht, sondern er findet zum Erlöser, der selbst Jude war.

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