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Damien Favre

Musik, Kreativität und Mission – Das Richtige zu tun ist nicht genug

Seit seinen Teenagerjahren sieht sich Damien Favre zum Missionar berufen. Als Musik-Missionar in Australien lernte er aber, dass seine Beziehung mit Jesus seine erste Berufung ist – egal, wo er ist und was er tut.

Seit seinen Teenagerjahren sieht sich Damien Favre zum Missionar berufen. Als Musik-Missionar in Australien lernte er aber, dass seine Beziehung mit Jesus seine erste Berufung ist – egal, wo er ist und was er tut.

Als Damien Favre (*1991) das Buch eines Missionars las, war er zutiefst berührt. «Da wusste ich ganz fest: Gott ist echt und es gibt ihn wirklich!» In einem christlichen Elternhaus aufgewachsen, entschied er sich als Dreizehnjähriger für ein Leben mit Jesus. «Wenn Jesus erfahrbar ist, dann wollte ich das auch erleben.»

Leidenschaft für Musik wird geweckt

Als Teenager entdeckte Damien seine Leidenschaft für Musik. «Schon damals wusste ich: Ich will Musik brauchen, um Menschen zu Jesus zu führen.» In seiner Region gab es nur wenig Christen und er fühlte sich mit seinem Glauben einsam. Während seiner Zeit am Gymnasium entstanden dann erste Kontakte zu Jugend mit einer Mission. «Ein Bekannter erzählte mir von dieser Arbeit. Ich war sofort interessiert.»

Er konnte sich nichts anderes mehr vorstellen, als Jesus mit seinem ganzen Leben zu dienen. Zuerst folgte er jedoch dem Rat seiner Eltern und erlernte einen Beruf. So studierte er Musikwissenschaft. An der Universität Bern absolvierte er ein Bachelorstudium und dann ein Masterstudium in Musikvermittlung mit Jazzklavier an der Hochschule für Künste in Bern. Um als Musiklehrer arbeiten zu können, hängte er noch ein Jahr an der Pädagogischen Hochschule an.

Endlich in die Mission

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Damien Favre ist Musik-Missionar

Während den sechs Jahren seines Studiums litt Damien an inneren Kämpfen. «Ich liebte das Studium, hatte aber immer das Gefühl, nicht in meiner Berufung zu leben.» Mit aller Kraft zog es ihn in die Mission. «Irgendwie fühlte ich aber immer wieder Gottes Bestätigung, am richtigen Ort zu sein.» Nach Abschluss seines Studiums machte er eine Jüngerschaftsschule in Australien. Dort blieb er dann als Leiter insgesamt zweieinhalb Jahre und half anhand seiner Ausbildungen jungen Menschen dabei, Musik in der Missionsarbeit einzusetzen.

«Ich hatte alle Ziele erreicht, die ich mir als Teenager vorgenommen hatte.» Er war Musiker und Missionar, er unterrichtete an der Jüngerschaftsschule und begann, Filmmusik zu komponieren. «Obwohl ich dies alles erreichte hatte, war ich trotzdem unzufrieden», blickt Damien auf diese Zeit zurück. Jahrelang hatte er geglaubt, dieses Leben führen zu müssen, um in Gottes Willen zu sein. Jetzt merkte er: Das ist nicht das wirkliche Ziel meines Lebens.

Letztlich geht es um die Beziehung mit Gott

Damien war ernüchtert. «Doch dann merkte ich, dass letztlich alles auf die Beziehung mit Jesus hinausläuft.» Er ging zurück zu den Wurzeln und investierte in diese Beziehung. «Ich machte nicht weniger Musik, aber ich machte sie nicht mehr für Jesus, sondern mit ihm.»

Am Ende der Zeit in Australien fühlte Damien, wie Gott sagte: «Geh als Missionar in die Schweiz.» Er fürchtete sich davor, einfach Lehrer zu sein. Noch immer hatte er eine klare Vorstellung von seiner Bestimmung als Missionar. «Ich fand Frieden beim Gedanken, zwei Jahre in der Schweiz zu verbringen.» Er nahm sich vor, diese Aufgabe mit der Einstellung eines Missionars anzugehen. Und auf jeden Fall in enger Gemeinschaft mit Jesus.

Ein erfülltes Leben – auch in der Schweiz

«Ich ging davon aus, dass ich in der Schweiz von Spenden leben würde. Schliesslich war ich ja Missionar.» Es entwickelte sich anders. Von einer freien Gemeinde erhielt Damien ein Jobangebot als Worship-Musiker und dann bot ihm auch die Katholische Kirche eine Stelle an. «Ich war sofort begeistert: Ich konnte mir keinen besseren Weg denken, junge Menschen für Jesus zu gewinnen. Das einzige Problem war: Ich war in einer freien evangelischen Gemeinde aufgewachsen.» Doch nach mehreren Gesprächen wurde das Angebot konkretisiert und angenommen.

Eine Mitarbeiterin wollte kreative Ausdrucksformen in einem englischsprachigen Worship-Abend einbauen. Daraus entstand ein Event mit dem Namen CROWN (creative open worship night). Diese Abende sollen jetzt in verschiedenen Gemeinden durchgeführt werden. Damien träumt davon, ein Gefäss aufzubauen, welches unterschiedliche Gemeinden auf verschiedene kreative Weisen unterstützen kann.

Ja, Damien ist als Missionar in der Schweiz angekommen. «Daneben arbeite ich immer noch für Filmmusik und aktuell auch in einem Orchester in Mannheim.» Er lebt in Düdingen (FR) und hat gerade seine Hannah geheiratet.

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