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Morgan Harper Nichols

Nicht gut genug? – Auf der Suche nach Lebenssinn wurde sie selbst zur Inspiration

Die Sängerin und Schriftstellerin Morgan Harper Nichols war als Jugendliche verwirrt – sie hatte das Gefühl, nicht gut genug zu sein. Plötzlich erkannte die junge Christin, dass sie andere Menschen auf eine ganz besondere Weise ansprechen kann.

Die Sängerin und Schriftstellerin Morgan Harper Nichols  war als Jugendliche verwirrt – sie hatte das Gefühl, nicht gut genug zu sein. Plötzlich erkannte die junge Christin, dass sie andere Menschen auf eine ganz besondere Weise ansprechen kann.«Ich wuchs als Pastorentochter auf», erinnert sich Morgan Harper Nichols. «Ich sah, wie meine Eltern ständig Menschen zu uns nach Hause einluden, egal ob sie in die Kirche gingen oder nicht.» Das färbte auf Morgan ab. Schon früh «war ich leidenschaftlich daran interessiert, anderen zuzuhören und ihnen zu dienen und mit anderen Menschen in Verbindung zu treten».

Gleichzeitig kämpfte sie mit Gefühlen, die vielen bekannt sein dürften: «Was bedeutet es, zu dienen, zu lieben und zu geben, während man gleichzeitig das Gefühl hat, nicht zu genügen? Und wie sich herausstellt, leben viele Menschen mit dieser Art von Fragen.»

Stimme gefunden

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Morgan Harper Nichols

Sie begann, Musik zu machen, als Teenagerin habe sie ihren eigenen Stil gefunden. «Ich liebte einfach die Vorstellung, dass ich in einer Welt, in der ich mich oft so anders als alle anderen fühlte, in der Musik einfach gesehen und gehört wurde.» Am College studierte sie Musik, doch ein Professor erkannte ihre Stärke im Gedichteschreiben.

Dennoch plagten sie Selbstzweifel. «Ich dachte, dass ich nicht da bin, wo ich sein will. Ich war verwirrt und durchlief wohl etwas wie eine Lebenskrise nach einem Viertelleben. Ich fragte mich, was ich mit meinem Leben erreichen will.»

Sie verfasste ein Gedicht, das mit (aus dem Englischen übersetzt) diesen Zeilen beginnt: «Wenn du anfängst, das Gefühl zu haben, dass es in diesem Jahr besser hätte laufen sollen, dann erinnere dich an die Berge und Täler, die dich hierher gebracht haben…» Sie habe das Gefühl gehabt, dass Gott sie diese Zeilen aus einem Grund habe aufschreiben lassen. Kaum hatte sie es bei «Pinterest» veröffentlicht, habe sie Nachrichten erhalten von Menschen, die sagten, dass Gedicht habe sie angesprochen.

«Sie haben keine Ahnung…»

Immer mehr junge Frauen meldeten sich: «Sie haben keine Ahnung, wie sehr ich diese Worte brauchte. Ich danke Ihnen, dass Sie das geschrieben haben. Hier ist, was ich durchgemacht habe. Hier ist meine Geschichte…»

Morgan war überrascht: «Die ganze Zeit habe ich versucht, 'mein Ding' zu finden, doch eigentlich ging es nur darum, wie ich das, was ich habe, anderen geben kann – auch wenn ich mich nicht gut genug fühle.»

Ihre Arbeit kombiniert sie mit ermutigenden Zusagen aus der Bibel, zum Beispiel über die Gnade Gottes. «Ich benutze dieses Wort ständig. Ich glaube, eines der grössten Dinge, die Gott mich jetzt lehrt, ist für mich, immer tiefer zu gehen und aus meiner Komfortzone herauszukommen.»

«Wir alle können das»

Sie frage sich beispielsweise: «Wie kann ich Liebe zeigen und nicht nur darüber sprechen? Oder wie kann ich immer tiefer und tiefer in den Glauben hineingehen und sehen, was Gott mir zeigen will?»

Sie sei nicht die erste Person, «die das Wort 'Kapitulation' oder 'Loslassen' oder 'Ausatmen' buchstabiert hat. Es ist überall präsent. Aber es zeigt mir, dass wir alle die Fähigkeit haben, für andere Menschen da zu sein, selbst mit den kleinsten Dingen, selbst mit den kleinsten Gesten.»

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