Nachgehakt – Was bedeutet «Halleluja»?

Leonard Cohen ging mit seinem Lied «Halleluja» in die Geschichte ein. Manche benutzen den Begriff inzwischen als Ausdruck des Erstaunens. Und natürlich kennt man das Halleluja aus der Kirche. Doch was bedeutet dieses Wort eigentlich?
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Leonard Cohen

«Halleluja» zählt wohl zu den bekanntesten Worten der Bibel. Ebenso wie das «Amen» wurde es nicht übersetzt, sondern in alle anderen Sprachen einfach übernommen. Halleluja ist also ein Wort wie Coca-Cola, man kennt es auf der ganzen Welt. Doch was es genau bedeutet, wissen viele nicht.

Das Wort Halleluja kommt ursprünglich aus dem Hebräischen. Es besteht aus zwei zusammengesetzten Wörtern: dem Verb «hillel», was so viel bedeutet wie: preisen, verherrlichen, loben, ausrufen. Und der zweite Teil steht für das Substantiv «Jah», eine verkürzte Form der hebräischen Bezeichnung für Gott: Jahwe. Einfach übersetzt bedeutet Halleluja also: verherrlicht Gott, preist Gott, lobt Gott. Der Begriff wurde schon immer im jüdischen und später auch im christlichen Glauben verwendet.

Halleluja – so was wie Hurra!

Vermutlich denken die meisten Leute nicht mehr an Gott, wenn sie heutzutage im Alltag «Halleluja!» rufen, um ihr Erstaunen auszudrücken. Und trotzdem liegen sie mit der Nutzung des Begriffs gar nicht so falsch. Denn ursprünglich wurde das Wort nicht als Aufforderung verstanden, ruhig und zurückhaltend und sehr leise für Gott zu singen. Nein, es war ein Ausruf des Staunens und der Begeisterung über Gott. So was wie Hurra! Bravo! Habt Ihr das gehört, das ist doch der Hammer!

Wenn die Psalmen einen Gottesdienst beschreiben, klingt das manchmal eher nach Party als nach Weihwasser: «Ihr Völker alle, klatscht in die Hände; jauchzt Gott zu mit lautem Jubel...» (Psalm 47). Tatsächlich weiss man, dass die frühen Christen in ihren Versammlungen spontan ihre Stimme zu lautem Rufen und Singen erhoben haben und dass es mit ihrer Begeisterung über Gott teilweise sehr wild zuging. Das Wort Halleluja spielte dabei eine wichtige Rolle. Es war ein Jubelruf, ein Freudengesang. Man konnte Halleluja nicht einfach so dahinsagen, genauso wenig wie «Juchuuu!». Man musste es rufen, jauchzen, jubeln. Aber die Freude war dabei nicht aufgesetzt, sie drückte etwas Tiefes und Inniges aus.

Ein Wort mit Tiefgang

Halleluja ist ein kraftvolles Wort, denn es enthält den Namen Gottes. Christen beziehen sich dabei bis heute auf Jesus und das Unfassbare, das er durch sein Leben erwirkt hat. Er ist auferstanden und lässt die ganze Schöpfung an seinem Sieg des Lebens über den Tod teilhaben. Wenn man begreift, was Jesus für uns erwirkt hat, kann es einem schon die Sprache verschlagen. Ohne die Realität von Schmerz, Vergänglichkeit, Enttäuschung oder Schuld auszuklammern, hat Jesus über all das triumphiert. Gleichzeitig bietet er den Weg an, der in die Freiheit und zum Leben führt. Was soll man dazu noch sagen?

Am besten: «Halleluja»!

Bei diesem Artikel handelt es sich um eine Neuauflage. Er erschien bereits am 18.02.2019.

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