Im Leid nicht allein – Von Hoffnung und vom Himmel

Wenn wir unsere Hoffnung in uns selbst, in anderen Menschen, in grossen Plänen suchen, dann setzen wir sie in den Sand. Denn wir Menschen sind sterblich und auch diese Welt wird einmal vergehen. Wir brauchen eine Hoffnung, die ewig Bestand hat.
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Wenn wir unsere Hoffnung in uns selbst, in anderen Menschen, in grossen Plänen und Träumen suchen, dann setzen wir sie in den Sand. Denn wir Menschen sind sterblich und auch diese Welt wird einmal vergehen. Uwe K., Pastor der Chrischona Gemeinde in Frauenfeld, verweist in seiner Predigt auf eine Hoffnung, die ewig Bestand hat: die Zukunft bei Gott.

Der Titel dieser Predigt «Hoffnung finden in der hoffnungslosen Zeit» scheint widersprüchlich. Aber genauso empfinden wir oft, wenn wir in grossem Leid stecken, wenn wir hoffnungs-LOS sind, sagt Uwe K. Er vergleicht die Situation mit dem Nebel. Solange wir darunter stecken, ist alles grau, wir sehen die Sonne nicht. Sobald wir uns jedoch über die Nebelgrenze begeben – per Flugzeug oder mit einer Seilbahn in den Bergen –, dann wird der Himmel blau, wir sehen das Licht und spüren die Wärme der Sonne. Unten auf der Erde können wir sie nicht sehen, aber sie ist trotzdem da.

Eine unvergängliche Welt

Mit zunehmendem Alter werden wir uns bewusst, dass unser Leben vergänglich ist. Der Rücken schmerzt, die Sehkraft lässt nach, unser Körper wird schwächer. Das einzig Sichere im Leben ist der Tod. Irgendwann ist es für jeden soweit. Da ist es tröstlich, um den Himmel zu wissen, Gottes neue, unvergängliche Welt. Und worin besteht dieses «ewige Leben»?

Hoffnung schon hier und jetzt

Die Antwort liefert die Bibel im Johannes-Evangelium, Kapitel 17, Vers 3: «…dich, den einen wahren Gott zu erkennen und Jesus Christus, den du gesandt hast.». Und der Apostel Paulus präzisiert in seinem Brief an die Römer, im Kapitel 8, Vers 30: «Wen Jesus von seiner Schuld befreit hat, der hat durch seinen Glauben bereits Anteil an Gottes Herrlichkeit.» Wer sein Leben auf dieser Erde Jesus anvertraut, der gehört jetzt schon zu ihm. Um beim Nebel zu bleiben: Die Sonne scheint über dem Nebel – auch wenn ich sie jetzt nicht sehe.

Hoffnung hält uns am Leben

Solange wir auf dieser Erde leben, erfahren wir Ungerechtigkeit, Krankheit und Schmerz. Bei Gott im Himmel hat all dies ein Ende (siehe Offenbarung, Kapitel 21, Verse 1-15). Und wer um sein eigentliches, zukünftiges Zuhause im Himmel weiss, der kann Hoffnung bewahren. Das Phänomen der Fata Morgana zeigt, wie kraftvoll Hoffnung ist. Hoffnung hält uns am Leben. Der Verdurstende in der Wüste, der die Oase, die frische Quelle erspäht, bekommt plötzlich wieder Kraft und Mut, um weiterzulaufen. Ärzte reden von Selbstheilungskräften, wenn Menschen Hoffnung haben. Sind wir uns der wunderbaren Zukunft bewusst sind, die im Himmel auf uns wartet, dann hilft uns das im Hier und Jetzt.

Wir werden erwartet

Das Schöne an der Freundschaft mit Jesus ist: Er freut sich auf uns, er erwartet uns. In der Bibel steht sogar geschrieben, dass er unser ewiges Zuhause für uns persönlich einrichtet. Ebenfalls im Johannes-Evangelium, Kapitel 14, Verse 1-3 sagt Jesus: «Im Haus meines Vaters gibt es viele Wohnungen. Wenn es nicht so wäre, hätte ich dann etwa zu euch gesagt, dass ich dorthin gehe, um einen Platz für euch vorzubereiten? Und wenn ich einen Platz für euch vorbereitet habe, werde ich wiederkommen und euch zu mir holen, damit auch ihr dort seid, wo ich bin.»

Was für eine Zukunft wartet da auf die Menschen, die Jesus lieben und mit ihm leben! Glauben Sie an Jesus, vertrauen Sie ihm – Jesus, Gottes Sohn, der sein Leben für die Menschen opferte und von sich sagt: «Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben; niemand kommt zum Vater, ausser durch mich»?

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